http://www.faz.net/-gpf-768ki
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 02.02.2013, 11:02 Uhr

Daniela Schadt bleibt dabei Keine Ehe mit Joachim Gauck

Dass sie mit Bundespräsident Joachim Gauck nicht verheiratet ist, gilt manchem als ungewöhnlich für ein erstes Paar im Staat. Trotzdem werde sich daran nichts ändern, sagt Daniela Schadt im F.A.S.-Interview: „Das kann man so lassen.“

© dpa Ein Paar, aber ohne Trauschein: Daniela Schadt mit Bundespräsident Joachim Gauck beim Neujahrsempfang in Schloss Bellevue

Die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, Daniela Schadt, bleibt bei ihrer Haltung, Gauck nicht heiraten zu wollen. In ihrem ersten großen Interview seit der Wahl Gaucks zum Präsidenten sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, sie könne die Debatte über ihren Familienstand nachvollziehen, weil sie wisse, dass das für manche Menschen wirklich ein Problem sei. „Aber es gilt weiter, was ich immer gesagt habe: Es ist ungewöhnlich, es ist für einige ein Affront, von uns allerdings nicht so gemeint, da wir ja kein bestimmtes Rollenmodell propagieren möchten“, sagte Schadt. „Aber da die Familie damit leben kann und da wir damit leben können, glaube ich, kann man das so lassen.“ Joachim Gauck ist nach wie vor mit der Mutter seiner Kinder verheiratet, lebt aber seit langem in einer Beziehung mit Schadt.

Auf die Frage, wie es sei, nach einer jahrelangen Fernbeziehung und einem beruflich eigenständigen Leben zusammenzuziehen und den bisherigen Job aufzugeben, sagte die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten: „Es ist kein Modell, das ich zur allgemeinen Nachahmung empfehle. Ein eigenständiges Leben ist schon sehr schön.“ Doch sei es bei ihr „eine sehr spezielle Situation“ gewesen. „Ich hätte doch nicht weiter bei der ,Nürnberger Zeitung‘ sitzen und am Wochenende nach Berlin fahren können“, sagte die ehemalige Journalistin der F.A.S.

Das Interview mit Daniela Schadt lesen Sie am Sonntag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Rückkehr von Olympia in Rio Deutschland sagt danke

Das deutsche Olympiateam genießt in Frankfurt den Walk of Fame, die Präsentation auf dem Römer und den Eintrag ins Goldene Buch. Bundespräsident Gauck findet lobende, aber auch nachdenkliche Worte. Mehr Von Achim Dreis, Frankfurt

23.08.2016, 17:37 Uhr | Sport
Nachruf Alt-Bundespräsident Walter Scheel ist gestorben

Der ehemalige Parteichef der Liberalen, späterer Außenminister und Bundespräsident Walter Scheel ist tot. Nachdem er bereits seit Jahren gesundheitlich angeschlagen war, starb er nun im Alter von 97 Jahren. Mehr

24.08.2016, 20:24 Uhr | Politik
Zum Tode Walter Scheels Ein großer Kämpfer für die Freiheit

Deutschland hat Walter Scheel viel zu verdanken, betont der FDP-Vorsitzende Lindner. Bundespräsident Gauck lobt seinen Einsatz für die Freiheit. Nicht nur das politische Berlin zeigt sich betroffen vom Tod des früheren Bundespräsidenten. Mehr

24.08.2016, 16:16 Uhr | Politik
Krankenhaus in Indien Mann mit 40 Messern im Magen

Ein ungewöhnlicher Patient ist in einem Krankenhaus in Indien aufgetaucht: Er klagte über Bauchschmerzen und hatte keinen Appetit mehr. Nach erfolgreicher Operation stellte Chirurg Jitendra Malhotra die Diagnose: 40 verschluckte Messer im Magen. Mehr

23.08.2016, 14:12 Uhr | Gesellschaft
Zwangsheirat 14 Jahre und schon Ehefrau

Die Zwangsheirat ist inzwischen auch in Deutschland kein seltenes Phänomen mehr. In Bielefeld wird unbegleiteten minderjährigen Mädchen geholfen, die Kinderehen eingehen mussten. Mehr Von Marlene Grunert, Bielefeld

23.08.2016, 15:16 Uhr | Politik

Unter der türkischen Fahne

Von Berthold Kohler

Keine Loyalitätskonflikte? Es steht zu befürchten, dass Aydan Özoguz, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, in vielen Fällen recht hat. Mehr 494