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CSU Entscheidung über Stoibers Kandidatur erst im November

11.01.2007 ·  Die Entscheidung über eine weitere Spitzenkandidatur Edmund Stoibers soll nun doch nicht in Kreuth, sondern auf dem CSU-Parteitag im November fallen. Stoiber ließ durchscheinen, sein Amt womöglich doch vor 2013 abzugeben.

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Die Entscheidung über eine weitere Spitzenkandidatur des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber soll auf dem CSU-Parteitag Ende November fallen. Darin seien sich Stoiber und der CSU-Fraktionsvorsitzende Joachim Herrmann einig, sagte Herrmann am Donnerstag nach einem Gespräch mit dem Ministerpräsidenten.

Damit verzichtet die Landtagsfraktion nach dem Wirbel um Stoibers Kandidatur auf das Vorhaben, Stoiber bereits auf der Klausurtagung in Wildbad Kreuth kommende Woche zum Spitzenkandidaten für 2008 zu küren. Dessen ungeachtet werde die Fraktion in Kreuth unmissverständlich deutlich machen, dass sie zu Stoiber stehe und mit ihm an der Spitze weiter eine erfolgreiche Politik für die Menschen in Bayern gestalten wolle, sagte Herrmann. Gleichwohl solle in Kreuth auch offen über die jüngsten Fehler Stoibers diskutiert werden. „All das muss offen auf den Tisch“, so Herrmann.

Doch nicht bis 2013?

Stoiber ließ nach massivem Druck aus den eigenen Reihen die Möglichkeit anklingen, im Fall eines Wahlsiegs bei der Landtagswahl 2008 sein Amt als Ministerpräsident doch schon vorzeitig abzugeben. Zwar gelte das Mandat „immer für eine Legislaturperiode“, sagte Stoiber der Zeitung „Münchner Merkur“, doch schränkte er ein: „Ich kenne selbst meine Verantwortung für Bayern und meine Partei.“ Am Donnerstag sagte Stoiber in München, dazu gehöre „natürlich auch, dass ich zum richtigen Zeitpunkt gemeinsam mit meinen Parteifreunden meinen Beitrag für eine verantwortungsvolle Zukunft in den Ämtern an der Spitze des Landes und der Partei leisten werde“.

Noch am Dienstag hatte Stoiber es ausgeschlossen, nach einem Sieg bei der Landtagswahl vorzeitig sein Amt an einen Nachfolger weiterzugeben. Zudem gestand er Fehler im Umgang mit seiner Kritikerin Gabriele Pauli ein. (Siehe auch: Stoiber will in Bayern bis 2013 regieren)

Laut einer Forsa-Umfrage für den Sender n-tv rechnet trotz der Querelen weiter eine Mehrheit von 54 Prozent der Deutschen damit, dass Stoiber im kommenden Jahr als Spitzenkandidat der CSU antritt. In Bayern sagen das sogar 65 Prozent. Knapp zwei Drittel aller Bundesbürger meinen allerdings, Stoiber habe den richtigen Zeitpunkt für seinen Rücktritt als Ministerpräsident bereits verpasst. In Bayern sind laut der Umfrage 54 Prozent dieser Ansicht.

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