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Christian von Boetticher CDU hatte früh Hinweise auf minderjährige Freundin

20.08.2011 ·  Schon lange vor der Nominierung Christian von Boettichers als Spitzenkandidat hatte die Führung der CDU in Schleswig-Holstein Hinweise auf dessen Verhältnis zu einer Minderjährigen.

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In der Führung der schleswig-holsteinischen CDU lagen schon lange vor der Nominierung Christian von Boettichers als Spitzenkandidat für die Landtagswahl Hinweise auf dessen Verhältnis zu einer Minderjährigen vor.

Landesgeschäftsführer Daniel Günther sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Ich habe das erste Mal von dem Gerücht, dass Christian von Boetticher eine minderjährige Freundin habe, gehört, als mich ein Mitglied der Jungen Union im Februar darauf angesprochen hat.“ Allerdings zog Günther zunächst keine Konsequenzen. Es seien nur vage Gerüchte gewesen. Der Geschäftsführer sagte, er habe den Mann aus der Jungen Union nach Details gefragt. „Er konnte beziehungsweise wollte mir keine nennen. Daraufhin habe ich die Sache nicht weiterverfolgt.“

Ein Mitglied der Jungen Union Plön soll Kontakt zu dem jungen Mädchen gehabt und von ihr Anfang des Jahres auch Teile der elektronischen Kommunikation erhalten haben, die Boetticher mit der Schülerin unterhielt. Das sagten mehrere CDU-Mitglieder der Sonntagszeitung.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen sagte der F.A.S., dass er erst viel später Informationen bekommen habe: „Mich erreichten die ersten Gerüchte über von Boettichers Beziehung zu einer Sechzehnjährigen am 13. Juli dieses Jahres. Vorher habe ich davon nichts gewusst und auch nichts darüber gehört.“ Carstensen bestritt, dass er Kenntnis durch E-Mails hätte haben können, die in der Staatskanzlei vorlägen. „Die Behauptung, ich hätte alles aus einem E-Mail-Verkehr erfahren können, der in der Staatskanzlei bekannt gewesen sei, ist falsch. Hier gab und gibt es keine derartigen Mails.“

Landesgeschäftsführer Günther sagte, er habe sich in dieser Angelegenheit an von Boetticher gewandt, als die Gerüchte immer dichter wurden. Er sprach am 28. Juli, also zwei Wochen nachdem Carstensen schon Bescheid wusste, mit dem damaligen Spitzenkandidaten für die Wahl im kommenden Jahr. Von Boetticher habe ihm geantwortet, das sei seine Privatsache, er werde darüber weder ihm noch anderen Personen – auch nicht Journalisten – Auskunft geben.

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