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F.A.Z. exklusiv : Deutschen werden christliche Wurzeln wichtiger

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Ein großes Kreuz zum Reformationstag steht in Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt) auf der Festwiese. Bild: dpa

Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag der F.A.Z. zeigt: Immer mehr Menschen hierzulande wollen, dass Deutschland zeigt, es sei ein christliches Land. Bei den Kirchen kommt das jedoch nicht an.

          Eine wachsende Zahl von Deutschen meint, dass Deutschland stark durch das Christentum und christliche Werte geprägt sei. Dieser Ansicht stimmten in einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach 63 Prozent der Befragten zu. Vor fünf Jahren waren es nur 48 Prozent. 56 Prozent äußerten die Ansicht, Deutschland solle auch in der Öffentlichkeit deutlich zeigen, dass es ein christliches Land sei. Fast einhellig wird mit 85 zu vier Prozent der Vorschlag abgelehnt, einen christlichen Feiertag zu streichen und stattdessen einen islamischen Feiertag einzuführen.

          Die Bedeutung des christlichen Glaubens in der Gesellschaft hat jedoch laut der Umfrage in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen. Der Anteil der Konfessionslosen an der Gesellschaft steigt, während gleichzeitig auch unter den Kirchenmitgliedern immer weniger regelmäßig einen Gottesdienst besuchen. Nur noch 32 Prozent von ihnen gehen laut der Umfrage wenigstens ab und zu in die Kirche.

          Die gesamte Studie, Hintergründe und Grafiken gibt es von 20 Uhr an bei F.A.Z. Plus, im E-Paper – oder morgen am Kiosk.

          Seit das Institut für Demoskopie Allensbach 1986 in Westdeutschland zum ersten Mal danach gefragt hat, woran die Deutschen glauben, ist auch die Zustimmung zu zentralen christlichen Glaubenssätzen stark zurückgegangen. Der Anteil jener, die daran glauben, dass es eine überirdische Macht gibt, ist jedoch fast unverändert geblieben: Vor 31 Jahren waren es 49 Prozent, nun sind es 48 Prozent. Und in zwei Fragen ist der Glaube seither sogar gewachsen: An die Existenz von Engeln glaubten damals 22 Prozent, heute sind es 30 Prozent. Noch deutlicher fällt der Anstieg beim Glauben an Wunder aus: von 33 auf 51 Prozent

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