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CDU Unionsmänner für Frauenquote

 ·  Eine Reihe von CDU-Männern fordert die Einführung einer gesetzlichen Quote für Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft. Der Abgeordnete Wanderwitz sagte der F.A.S., die von Familienministerin Schröder vorgeschlagene „Flexiquote ist weiße Salbe“.

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In der Union wächst der Druck zur Einführung einer gesetzlichen Quote für Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft. Inzwischen fordern nicht nur Frauen, sondern auch eine Reihe von Männern eine Quote, die über die von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) vorgeschlagene Flexiquote hinausgeht.

„Die Flexiquote ist weiße Salbe“, sagte der CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.) „Selbstverpflichtung haben wir schon lange genug ohne Erfolg ausprobiert.“ Der geringe Frauenanteil in Führungspositionen von DAX-Unternehmen sei ein „untragbarer Zustand“, sagte der Vorsitzende der „Jungen Gruppe“ der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. „Wenn solche Missverhältnisse auftreten, sind wir als Gesetzgeber gefragt.“

Wanderwitz gehört ebenso wie zwei weitere Abgeordnete zu den Unterzeichnern der „Berliner Erklärung“, in der Politikerinnen aller Fraktionen eine Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte fordern. „Die Quote in Führungspositionen ist nicht nur ein Frauenthema. Auch Männer in der Union sind für die Quote“, sagte Wanderwitz. Er forderte, dass sich die Fraktion mit dem Thema befassen solle. „Wir brauchen ein Meinungsbild innerhalb der Union“.

Kauder droht gesetzlichen Eingriff an

Der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder hatte in einer Rede am Mittwoch vor Wirtschaftsvertretern damit gedroht, dass der Gesetzgeber tätig werden müsse, sollte sich die Situation nicht ändern. Er sei kein Freund von gesetzlichen Eingriffen, sagte Kauder. „Aber wenn sich gar nichts tut, bleibt nichts anderes übrig.“

Der CDU-Abgeordnete Jan-Marco Luczak sagte, es stimme einfach nicht, „dass alle Männer dagegen sind“. Jetzt müssten die jungen, modernen Männer „an die Front“. Luczak sprach sich gegenüber der F.A.S. für einen fraktionsübergreifenden Gruppenantrag zur Quote aus, wenn sich im Laufe dieses Jahres kein Ergebnis abzeichne. „Wir haben zehn Jahre auf Freiwilligkeit gesetzt. Das hat fast nichts gebracht“, sagte Luczak. Auch der CSU-Abgeordnete Josef Göppel forderte gegenüber der F.A.S. eine „gesetzliche Vorgabe“. Appelle zur Freiwilligkeit hätten über Jahre nichts gebracht, sagte Göppel.

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