20.08.2012 · Die CDU-Landesverbände ringen darüber, wer für die bisherige Stellvertreterin Angela Merkels, Annette Schavan, in der Partei aufrücken soll. Die Saar-CDU bringt Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer ins Gespräch. Beste Chancen aber werden Julia Klöckner zugesprochen.
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Während mein Sohn ein auwendiges wissenschaftliches-math Studium
der Ingenieurwissenschaften absolviert, darf sich dafür in
Kürze Bätschler nennen.
Frau Dr. Schavan hat demgegenüber über ein völlig
belangloses theol. Thema promoviert und habilitiert und kann sich so den
Dr. und Prof.-Titel umhängen.
Unfair und ganz mies rücksichts- und verständislos. . Wann
verschwindet die Schlechtleisterin und die im wesentlichen gute
Selbstdarstellerin endlich in der Versenkung der Geschichte.
"...es sei heutzutage unumgänglich, dass auf eine Frau eine
Frau folgt"
Bei solchen Aussagen fällt es einem schon schwer, noch sachlich zu
antworten. Als nächstes wird einem dann wohl erklärt, dass
diese Forderung natürlich auch für die Vorsitzende gilt und
die CDU bis in alle Ewigkeit nur noch von Frauen geführt werden
darf ?
Inzwischen sind von 5 (co-)Vorsitzenden der CDU drei Frauen, darunter
auch die Vorsitzende, die ja besonderes Gewicht hat. Bei etwa 25%
weiblichem Mitgliederanteil in der CDU ist das eine ausgesprochen
üppige Repräsentanz für Frauen, finde ich. Meiner Meinung
nach sollten, um hier wieder eine gewisse
Verhältnismäßigkeit herzustellen, die bislang von
Schavan und v.d.Leyen besetzten Stellvertreterposten von Männern
besetzt werden, z.B von Strobl und von MacAllister. Ein Mysterium, wie
es überhaupt zu der gegenwärtigen Situation kommen konnte.
in welche Richtung will die CDU ?
Na ja, es scheint hier eher um pokern als um ringen zu gehen.
Die Frage ist, in welche Richtung die Gesamt-CDU gehen will. Bleibt sie
auf dem eingeschlagenen, harten, neoliberalen Weg, der Gegner gerne
diffamiert, wie Strobl z.B. Walter Sittler in Sachen S 21 diffamiert
hatte oder geht die CDU einen kooperativen, sozialen Weg, für
welchen Julia Klöckner stehen könnte.
Selbige würde ich befürworten.
Allerdings halte ich es für Schwachsinn zu erklären, dass auf
eine Frau in einem Amt immer auch eine Frau als Nachfolgerin gelten müsse.
Männer können genauso gut das Amt im
Bildungs-Wissenschaftsministerium besetzen wie eine Frau.
Aber die CDU wird es schon richten. Klöckner wäre die idale
Konkurrentin mit Erfolgsaussichten gegen Kurt Beck.
Wiederwärtiger als das Geschachere ist nur...
der Satz, dass "auf eine Frau eine Frau folgt". Wer soetwas
von sich gibt, der unterstellt, dass Posten die mit Frauen besetzt sind
eigentlich besser mit Männern zu besetzen sind, aber weil da halt
vorher schon eine Frau drauf war, man das auch besser so lässt,
weil die Frauen sonst ja eh keine Chance hätten. Liebe
Feministinnen, Frauenrechtler und anderes "G'schwerl" aus
Deutschland, ihr habt es geschafft, dass knapp 50% der Bevölkerung
als Minderbemittelte abgestempelt werden, denen man nur wegen der Quote
auch mal einen Posten gönnen muss und wenn dann mal ein solcher
Posten "wegen der Quote" besetzt wurde, man das auch umbedingt
so lassen sollte.
Frauen, die glauben sie kommen nicht vorran wegen irgendwelcher
Glassdächer sind die echten Warmduscher und Selbstbemitleider
unserer Zeit. In der Menge der Fälle ist es wie hier: Es gäbe
bessere Personen (neutral!) als sie selbst, aber das will man nicht
wahrhaben. Dass die CDU sowas macht ist sowieso erbärmlichst...
Kramp-Karrenbauer spielt in der CDU links außen
Über Julia Klöckner weiß ich eher wenig. Positiv sei vermerkt, daß sie sich gegen die Verwendung von Anglizismen gestellt hat (wenn auch mit der überflüssigen, politisch korrekten Beschwichtigung, es ginge ihr nicht um "Deutschtümelei"). Kramp-Karrenbauer dagegen verkörpert die zeitgeistlastige Links-CDU. Bei Thilo Sarrazin entdeckte sie 2010 "Gedankengut aus der NS-Zeit", schmähte dessen Anhänger als "Bodensatz in der Gesellschaft" und sagte in einem FAZ-Interview zum NSU-Terror wörtlich: "Wir müssen uns alle gemeinsam entschuldigen!" Bleibt die Frage, ob Kramp-Karrenbauer ihre Phrasen aus opportunistischer Anbiederung an Rot und Grün oder echter Überzeugung absondert. Verglichen mit ihr wirkt Merkel wie eine Säulenheilige des Konservatismus! Wie die CDU mit solchem Personal künftige Regierungen stellen will, bleibt ihr Geheimnis.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.08.2012 22:27 UhrWas Julia Klöckner angeht ...
.. so kann ich Ihnen weiterhelfen .... ehemalige Weinkönigin,
Chef-Redakteurin bei einer Wein-Postille und ansonsten gelernte Lehrerin
(mit einem Fächerkanon, der schon früh für die
Politik-Karriere prädisponierte: Internationale Politik,
Agrarpolitik sowie Sozialethik, Wirtschafts- und Bioethik. (Quelle:
Wikipedia). Ihre Magisterarbeit „Struktur und Entwicklung der
europäischen Weinbaupolitik“ möchte ich nicht weiter
kommentieren ....
Frau Schavan würde mit einer Lehrerin, die mit den
"Studienschwerpunkten" Sozialethik, Wirtschaftsethik und
Bioethik reüssierte, eine würdige Nachfolgerin im CDU-Vorstand
haben; der Schwerpunkt Bioethik qualifiziert Frau Klöckner dann
auch gleich noch zur Nachfolge als Ministerin des BMBF.
Ich möchte wetten, dass das durchschnittliche CDU-Mitglied nicht
mal weiss, was für eine Qualifikation ein CDU-Vorstandsmitglied
eigentlich haben sollte ... Ethik mit Weinkenntnis dürfte für
die meisten CDU-Wähler durchaus hinreichender Grund sein, sie zu wählen