http://www.faz.net/-gpf-7ryj6

CDU-Generalsekretär : Tauber will AfD-Überläufer „nicht geschenkt“ zurück

  • Aktualisiert am

Will der AfD offenbar keine Brücken bauen: CDU-Generalsekretär Peter Tauber, hier im Europawahlkampf Bild: dpa

Mit deutlichen Worten grenzt Peter Tauber seine Partei von der Alternative für Deutschland ab. Nicht konservativ, sondern „reaktionär“ sei die AfD. Abgewanderten Ex-CDU-Mitgliedern weine er keine Träne nach.

          Der CDU-Generalsekretär Peter Tauber würde die zur rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) abgewanderten Parteimitglieder „nicht geschenkt“ zurücknehmen wollen. „Ich habe den Eindruck: Dort, wo AfDler von uns kommen, will sie von uns keiner geschenkt zurück“, sagte Tauber der „Berliner Zeitung“ und distanzierte sich damit deutlich von der AfD. Es handele sich bei den zur AfD gewechselten Menschen vielfach um Leute, „die wenig diskussionsfähig waren, die immer alles besser wussten“. „Die müssen dann eben eine neue Heimat finden“, sagte Tauber.

          Der CDU-Generalsekretär zeigte sich überzeugt, dass Konservative in seiner Partei weiter gut aufgehoben sind. „Die AfD ist nicht konservativ, sie ist reaktionär“, sagte Tauber, dessen Partei sich bereits wiederholt von der eurokritischen Konkurrenz distanziert hat. Diese führe rückwärtsgewandte Angstdebatten: „Alles was sie europapolitisch fordert, ist meilenweit weg von der Union.“ Tauber äußerte die Erwartung, dass sich die AfD nicht langfristig als Partei halten werde. „Ich glaube, dass sie auf Dauer den Weg der Piraten gehen und verschwinden wird“, sagte der CDU-Generalsekretär.

          Weitere Themen

          Schluss für Peter Tauber Video-Seite öffnen

          CDU- Generalsekretär : Schluss für Peter Tauber

          Der 43-Jähtrige gibt demnach seine Führungsrolle schon Ende Februar auf. Ein Nachfolger könnte die Vorsitzende der Christdemokraten , Angela Merkel, schon bald benennen. Der Rücktritt hat auch private Gründe.

          Topmeldungen

          Moderator Frank Plasberg mit seinen Gästen

          TV-Kritik: „hart aber fair“ : Ein Fall für den Presserat

          Die Fälle, über die Frank Plasberg in seiner Sendung über eine überlastete Justiz diskutiert, sind schrecklich. Noch schrecklicher aber ist es, einem sogenannten gesunden Rechtsempfinden Vorschub zu leisten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.