Home
http://www.faz.net/-gpf-75v3k
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

CDU Erika Steinbach gewinnt Kampfabstimmung

Erika Steinbach hat sich in einer Kampfabstimmung als Bundestagskandidatin der CDU in Frankfurt durchgesetzt. Die 69 Jahre alte Präsidentin des Bundes der Vertriebenen gewann gegen zwei jüngere Mitbewerber.

© Wonge Bergmann Erika Steinbach

Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach hat sich in einer Kampfabstimmung als Bundestagskandidatin der CDU in Frankfurt durchgesetzt. Die 69 Jahre alte Politikerin schlug am Samstag bei einer Delegiertenversammlung zwei jüngere Mitbewerber aus dem Feld. Sie kann damit zum siebten Mal im Wahlkreis Frankfurt II antreten. Steinbach erhielt in einer Stichwahl 83 von 148 gültigen Stimmen, der 55 Jahre alte örtliche Kulturpolitiker Thomas Dürbeck 65. Der 30 Jahre alte Vorsitzende der Frankfurter Jungen Union, Ulf Homeyer, war bereits in einem ersten Wahlgang ausgeschieden.

Steinbach sprach anschließend von einem „schönen Ergebnis“, das sie als Vertrauensbeweis empfinde. Sie sitzt seit 1990 im Bundestag und hat den Wahlkreis mehrfach auch direkt gewonnen. In ihrer Vorstellungsrede hatte Steinbach den Wert von Ehe und Familie betont und härtere Strafen für Angriffe auf Polizisten gefordert. „Passen wir uns nicht an, sondern engagieren wir uns für unsere Werte“, sagte die zum konservativen Flügel der Partei zählende Steinbach. Dazu gehöre für sie auch die selbstverständliche Liebe zum Vaterland.

Die erneute Kandidatur der prominenten Abgeordneten war in der Frankfurter CDU umstritten, weil viele Mitglieder von ihrem altersbedingten Rückzug ausgegangen waren. Auch war der Vorwurf mangelnder Präsenz vor Ort laut geworden. „Es ist wichtig, dass wir die Generationen nicht gegeneinander treiben“, sagte Steinbach. Sie gehöre zu einem Prozent der Bundestagsabgeordneten im Alter von über 65 Jahren, während diese Gruppe 16 Prozent der Bevölkerung stelle.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Raphael Gross Judenfeindschaft ist keine Phantasie von Museumsdirektoren

Am Sonntag schließt das Jüdische Museum für etwa zwei Jahre. Der Direktor hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Stadt 50 Millionen Euro für die Renovierung und einen Anbau zahlt. Nun verlässt er die Stadt. Mehr

18.07.2015, 11:11 Uhr | Rhein-Main
IS-Extremisten vertrieben Kurdische Milizen haben IS-Extremisten aus Kobani vertrieben

Nach Informationen der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte haben kurdische Milizen die IS-Extremisten aus der Stadt Kobane an der türkischen Grenze vertrieben. Die Kämpfer der kurdischen Miliz kontrollierten wieder die gesamte Stadt. Mehr

28.06.2015, 11:50 Uhr | Politik
Afghanistan Taliban-Chef für Friedensgespräche mit Kabul

Der flüchtige Taliban-Anführer Mullah Omar bezeichnet in einer Online-Audioerklärung Friedensverhandlungen als legitim, wenn sie das Ende der Besatzung Afghanistans zum Ziel hätten. Mehr

15.07.2015, 08:44 Uhr | Politik
Notstand ausgerufen Hochwasser bedroht Zehntausende in Brasilien

Hochwasser hat im Westen Brasiliens Tausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Mehr als 18.000 Gebäude stehen unter Wasser. Der Strom in vielen Stadteilen ist abgeschaltet. Mehr

03.03.2015, 16:41 Uhr | Gesellschaft
Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe Trainer, Lehrer und Begleiter

Immer mehr Flüchtlinge kommen auch nach Hessen - neben Unterkünften ist auch das Personal knapp. Doch viele Ehrenamtliche helfen in sehr unterschiedlichen Projekten. Was treibt die Helfer an, die Geflüchteten zu unterstützen. Mehr Von Stefan Toepfer und Johanna Heidrich, Rhein-Main

28.07.2015, 10:10 Uhr | Rhein-Main

Veröffentlicht: 19.01.2013, 16:35 Uhr

Verlassene Mehrheit

Von Reinhard Müller

Hessen schichtet Lehrer für den Deutschunterricht von Einwanderern um. Schwarz-grün muss aufpassen, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung nicht abgehängt fühlt. Sonst ist kein Staat mehr zu machen. Mehr 20 86