Das glückliche Händchen, das die Union beim Aussuchen eines Bundespräsidenten gleich mehrfach bewiesen hat, kommt natürlich nicht von ungefähr: CDU und CSU üben den sicheren Griff seit jeher schon bei der Auswahl der Wahlmänner und -frauen.
Natürlich ist es jetzt müßig, darüber zu spekulieren, welchen Gang die deutsche Geschichte genommen hätte, wären im Jahre 2004 mehr Angehörige der Bundesversammlung dem Beispiel einer bayerischen Fürstin gefolgt, die spontan für die Kandidatin der Konkurrenz stimmte. Derart ausgebremst werden wollen die Herren des Verfahrens, die Parteien, aber nicht noch einmal, weswegen sich fünf von ihnen schon vor dem ersten Wahlgang einigten, wie er ausgehen soll.
Deswegen kann die SPD jetzt ganz entspannt einen Komiker in den Reichstag schicken und die CDU sich endlich zu ihrer über Jahrzehnte verheimlichten Liebe zum Feminismus bekennen. Es gebe da einen Grundkonsens, hören wir aus dem Munde der freigebigen Frauenministerin. Wenn das mal kein Wink für die erwählten Wahlfrauen ist, für die Gegenkandidatin zu stimmen.
Klasse, Herr Kohler
Lutz von Peter (LutzBrux)
- 29.02.2012, 09:24 Uhr
Zu Alice Schwarzer ...
Michael Leh (Michael007)
- 29.02.2012, 09:15 Uhr