Home
http://www.faz.net/-gpg-156oh
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Sonntag, 19. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bundestagswahl Union verliert bei Umfragen

06.03.2009 ·  Mit 32 Prozent steht die Union laut einer dimap-Umfrag so schlecht da wie seit November 2006 nicht mehr. Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger forderte Bundeskanzlerin Merkel derweil auf, „die Uniform der Kanzlerkandidatin“ anzuziehen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (24)

Die Union verliert laut einer Umfrage bei den Wählern an Zustimmung. Im am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap erreichten CDU und CSU noch 32 Prozent. Das waren zwei Prozentpunkte weniger als im Vormonat und der schlechteste Wert seit November 2006.

Die SPD legte um zwei Punkte zu und kam auf 27 Prozent. Die FDP gewann gegenüber dem Vormonat einen Prozentpunkt und kam auf 17 Prozent. Dies ist der beste Wert, der je für die FDP im ARD-Deutschlandtrend gemessen wurde.

Oettinger fordert Merkel zur Schärfung des CDU-Profils auf

Die Grünen erreichten unverändert elf Prozent. Die Linke verlor einen Prozentpunkt und kam auf zehn Prozent. Damit ergäbe sich mit 49 zu 48 Prozent ein knapper Vorsprung von Union und FDP vor SPD, Grünen und Linkspartei. Infratest dimap hatte den Angaben zufolge von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1500 Wahlberechtigte telefonisch befragt.

Auch dem neuen ZDF-Politbarometer zufolge rutschten CDU und CSU bei der sogenannten Sonntagsfrage von 38 auf 37 Prozent ab. Dagegen legte die FDP im Vergleich zum Februar von 13 auf 15 Prozent zu. Damit ergibt sich eine schwarz-gelbe Mehrheit von 52 Prozent. Die SPD verschlechterte sich den Angaben vom Freitag zufolge von 25 auf 24 Prozent. Die Linkspartei und die Grünen könnten jeweils wie im Februar mit zehn Prozent rechnen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel aufgefordert, im Wahlkampf stärker zur Profilierung ihrer Partei beizutragen.

„Merkel soll Uniform der Kanzlerkandidatin anziehen“

„Angela Merkel muss irgendwann die Uniform der Kanzlerin in den Schrank hängen und die Uniform der Kanzlerkandidatin und Parteivorsitzenden anziehen“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“. Als geeigneten Zeitpunkt für den Wahlkampfstart nannte er Mitte August.

Oettinger verlangte von Merkel zugleich, auch dem wirtschaftsliberalen und dem konservative Flügel gerecht zu werden. „Wenn wir ein gut vorbereitetes Wahlprogramm haben, das auch die Vorstellungen des wirtschaftlichen und konservativen Flügels berücksichtigt, haben wir beste Chancen“, sagte er. Dann werde auch das Bild Merkels ein anderes sein. „Niemand wird sie als Kompromisskanzlerin der Großen Koalition wahrnehmen“, so Oettinger.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel