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Aktualisiert: 04.01.2017, 17:00 Uhr

Bundesanwaltschaft sicher Amri ist der Attentäter von Berlin

Der 24 Jahre alte Tunesier ist mit großer Wahrscheinlichkeit für den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz verantwortlich. Hatte er Helfer?

© dpa Die vom Bundeskriminalamt veröffentlichten Fahndungsfotos von Anis Amri, dem Attentäter von Berlin

Die Bundesanwaltschaft hält den 24 Jahre alten Tunesier Anis Amri für den Täter des Lastwagen-Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt vom 19. Dezember. „Nach unseren Erkenntnissen, nach all dem, was wir zusammengetragen haben, gehen wir davon aus, dass Anis Amri den Anschlag begannen hat“, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler, am Mittwoch in Karlsruhe. Nun werde ermittelt, ob jemand etwas von den konkreten Anschlagsplänen Amris gewusst und ob es Helfer gegeben habe. Amri war am 23. Dezember bei einem Schusswechsel mit Polizisten in Mailand auf der Flucht erschossen worden.

Die Bundesanwaltschaft gab außerdem weitere Details zum aktuellen Ermittlungsstand bekannt. Amri sei demnach direkt nach dem Anschlag von einer Kamera am Bahnhof Zoo aufgezeichnet worden. Es sei davon auszugehen, dass der Mann auf dem Video Amri sei, sagte Köhler. Er sei sich der Aufzeichnung offenkundig auch bewusst gewesen.

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Der Mann habe den erhobenen Zeigefinger in Richtung Kamera gezeigt – ein Gruß, der von Anhängern der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannt ist. Amri soll zuvor einen Lkw in den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz gesteuert haben. Zwölf Menschen starben bei dem Anschlag, mehr als 50 wurden verletzt.

Nach der Durchsuchung der Unterkunft eines Kontaktmannes von Anis Amri am Dienstag habe die Berliner Justiz Haftbefehl gegen den 26 Jahre alten Tunesier  erlassen – allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Anschlag, sondern weil der Mann in der Hauptstadt des Sozialbetrugs verdächtigt werde. Die Verdachtsmomente im Hinblick auf ein Treffen des Mannes mit Amri am Vorabend des Berliner Anschlags reichten nicht für einen Haftbefehl der Bundesanwaltschaft wegen Mitwisserschaft aus, sagte Köhler.

© reuters Bundesanwaltschaft: Mitwisserschaft bei Berlin-Anschlag nicht erwiesen

Waffe aus Italien bei Berliner Anschlag verwendet

Die Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte auch, dass die in Italien bei Anis Amri gefundene Waffe bei dem Anschlag in Berlin verwendet wurde. Das hatte die italienische Polizei am Mittwochmorgen bekannt gegeben. Der tödliche Schuss auf den polnischen Lkw-Fahrer sei am Parkplatz des Lastwagens am Friedrich-Krause-Ufer erfolgt, sagte die Sprecherin.

Der Fahrer habe zu dem Zeitpunkt auf dem Beifahrersitz gesessen. Dies habe unter anderem die Untersuchung von Schmauchspuren ergeben. Eine am Lkw sichergestellte Hülse passe zu der in Italien entdeckten Waffe. Der Sprecherin zufolge befand sich zum Tatzeitpunkt keine dritte Person in der Fahrerkabine.

© Twitter

Bei dem Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin wurde der polnische Lkw-Fahrer erschossen. Amri wurde wenige Tage danach von Polizisten in Sesto San Giovanni bei Mailand bei einer Routinekontrolle getötet. Zuvor hatte er auf die Beamten geschossen.

Quelle: wahlrecht.de
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