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BSI zur Internetsicherheit : Gefahr durch Cyber-Angriffe wächst weiter

  • Aktualisiert am

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). (Archivfoto) Bild: dpa

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt in seinem jährlichen Lagebericht vor einer neuen Qualität von Online-Attacken. Betroffen seien nicht nur private Rechner.

          Nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wächst die Bedrohung durch Cyber-Angriffe in Deutschland. Die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg von Angriffen auf digitalisierte Infrastrukturen steige, da sich die Anzahl der Angriffspunkte erhöhe, die Infrastrukturen immer komplexer würden und die Datenmengen sich vervielfachten, heißt es in dem am Donnerstag von BSI-Präsident Arne Schönbohm und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) veröffentlichen BSI-Lagebericht. 

          „Vorfälle und Schwachstellen wie WannaCry, NotPetya, eFail und Spectre erschüttern die Grundfesten der weltweiten IT-Sicherheitsarchitekturen und heben die Gefährdungslage im Cyber-Raum auf eine neue Ebene,“ heißt es im Lagebericht. Besonders betroffen sind sogenannte Kritische Infrastrukturen, sprich Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das Gemeinwesen. Zwischen dem 1. Juli 2017 und dem 31. Mai 2018 erreichten das BSI 145 Meldungen über Vorfälle in diesem Sektor.  

          Dem BSI zufolge finden auch tägliche Cyber-Angriffe auf Regierungsnetze statt. Dabei handelt es sich sowohl um ungezielten Massenangriffen als auch gezielte Angriffskampagnen. E-Mails mit Schadprogrammen zählen dabei zu den am häufigsten detektierten Angriffen. Pro Monat seien durchschnittlich 28.000 solcher E-Mails in Echtzeit abgefangen worden, bevor sie die Postfächer der Empfänger erreichen konnten.

          Die Anzahl an Schadprogrammen stieg dem BSI zufolge auf mehr als 800 Millionen. Pro Tag kämen rund 390.000 neue Varianten hinzu. „Bekannte Schadsoftware-Familien werden fortlaufend verändert, weiterentwickelt und mit zusätzlichen Schadfunktionen ausgestattet“, heißt es in dem Bericht. Es gebe eine hohe Dynamik bei der Weiterentwicklung von Programmen und Angriffswegen.

          Im Vergleich zum Vorjahr seien 2017/ 2018 neue große Ransomware-Wellen ausgeblieben. Dabei handelt es sich um Schadprogramme, die den Zugriff auf Daten und System blockieren und zur Freischaltung meist ein Lösegeld fordern. Ransomware müsse trotzdem weiterhin als massive Gefährdung eingestuft werden, schreibt die Cybersicherheitsbehörde.

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