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Bildergalerie Der Aufstieg der Angela Merkel

10.10.2005 ·  Von der ostdeutschen Physikerin über „Kohls Mädchen“ zur CDU-Vorsitzenden und schließlich zur voraussichtlich ersten Bundeskanzlerin Deutschlands: FAZ.NET zeigt den politischen Weg Angela Merkels in einer Bildergalerie.

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Von der ostdeutschen Physikerin über „Kohls Mädchen“ zur CDU-Vorsitzenden und schließlich zur voraussichtlich ersten Bundeskanzlerin Deutschlands: FAZ.NET zeigt den politischen Weg Angela Merkels in einer Bildergalerie.

Wenn Angela Merkel demnächst ins Kanzleramt einzieht, wird sie in mehrfacher Hinsicht bundesdeutsche Geschichte schreiben. Die 51 Jahre alte CDU-Vorsitzende wird nicht nur die erste Frau, sondern auch die jüngste Amtsinhaberin in der Riege der deutschen Bundeskanzler sein. Der bisher jüngste Kanzler bei Amtsantritt war Helmut Kohl (CDU), der 1982 mit 52 Jahren Helmut Schmidt ablöste.

Sie empfahl die Abnabelung von Kohl

Merkel wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg geboren und wuchs im brandenburgischen Templin auf. 1978 schloß die Pfarrerstochter ihr Physikstudium in Leipzig ab und wechselte an die Ostberliner Akademie der Wissenschaften, wo sie in der Quantenchemie forschte und promovierte. Nach dem Fall der Mauer trat Merkel dem „Demokratischen Aufbruch“ bei, wurde dessen Sprecherin und schließlich Vize-Pressesprecherin der letzten DDR-Regierung. Sie zog 1991 für den Wahlkreis 15 (Stralsund, Nordvorpommern, Rügen) in den Bundestag ein. Bei der diesjährigen Bundestagswahl am 18. September gewann Merkel ihren Wahlkreis mit 41,3 Prozent direkt.

Bildergalerie: Angela Merkel

1991 wurde Merkel unter Bundeskanzler Helmut Kohl (SPD) Frauenministerin und mußte mit der Titulierung „Kohls Mädchen“ leben. 1994 übernahm sie das Amt der Umweltministerin. Im Zuge der CDU-Spendenaffäre brach sie jedoch mit ihrem politischen Ziehvater Kohl. Nach der Wahlniederlage der Union 1998 machte sie der neue CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble zur Generalsekretärin. In dieser Funktion empfahl Merkel ihrer Partei in einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ Ende 1999 die Abnabelung von Kohl.

Ihre Machtbasis wuchs

Auf vielen Regionalkonferenzen gewann Merkel die Sympathie der Parteibasis. Im April 2000 wurde sie auf dem Essener Parteitag zur Parteivorsitzenden gewählt. Als solche versöhnte sie die Partei wieder mit Kohl, wenngleich er bis heute die Namen der Spender für sich behält. Anfang 2002 verzichtete Merkel zugunsten des CSU-Vorsitzenden Edmund Stoibers auf die Kanzlerkandidatur der Union.

Nach der knapp verlorenen Wahl vor drei Jahren sicherte sich Merkel auch den Fraktionsvorsitz und damit eine Machtbasis, die ihr im ersten Anlauf noch gefehlt hatte. Angela Merkel ist mit dem Chemieprofessor Joachim Sauer in zweiter Ehe verheiratet. Sie hat keine Kinder.

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