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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Betreuungsgeld Auch für berufstätige Eltern

 ·  Bundesfamilienministerin Schröder hat ihren lang erwarteten Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld vorgelegt. Es soll an alle Eltern ausgezahlt werden, die keine subventionierten Betreuungsplätze in Anspruch nehmen. Hartz-IV-Empfängern wird die Leistung direkt wieder abgezogen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (47)

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Maik Hintze
Maik Hintze (hinnse) - 31.05.2012 05:52 Uhr

Wo bleibt die volkswirtschaftliche Perspektive in dieser Diskussion?

Die Familienministerin ist kraft Ihres Amts nicht dafür zuständig, betriebswirtschaftliche Kennziffern gegeneinander aufzurechnen (ein Krippenplatz kostet 1000 EUR während Betreuungsgeld nur 10% kostet), sondern die volkswirtschaftlichen. Ein nicht arbeitender Elternteil erwirtschaftet auch keine Steuern, was selbst die Betreuung zu Hause etwas kosten lässt (sie kostet den Staat eben nicht "nichts"); außerdem fehlen die Betreuungsjahre auf der "Karriereleiter", sodass die gesamte folgende Zeit bis zur Rente dem Staat JEDES JAHR weniger Steuern einbringt. Ich will das nicht werten, sondern an dieser Stelle nur darauf hinweisen. Weiterhin zum Thema "ich fahre nicht Straßenbahn, ich gehe nicht in die Oper" und derlei Vergleiche: häusliche Kindererziehung bringt NATÜRLICH volkswirtschaftlichen Nutzen (genauso wie ein betreuter Krippenplatz), während ich doch sehr am volkswirtschaftliche Nutzen des Nicht-Besuchs einer Bibliothek oder der Oper zu zweifeln wage!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.06.2012 13:48 Uhr
Helga Zießler

Sie haben natürlich recht, Herr Hintze

Das alles hat vorwiegend volkswirtschaftliche Gründe.
Das Beispiel hochsubventionierter öffentlicher Verkehrsmittel und kultureller Einrichtungen habe ich auch nur angeführt, weil dadurch der ganze Widersinn der staatlichen Subventionietis klarer wird. Ist mir schon bewusst, dass beides nichts miteinander zu tun hat. Da es aber bei uns kaum noch etwas gibt, was nicht in irgendeiner Weise vom Staat alimentiert wird - von der Agrarwirtschaft bis zum Sonnenkollektor auf dem Privatdach - bemerken wir Bürger doch kaum noch diesen Irrsinn, der dahintersteckt.

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Robert Norman

Der wahre Grund ist geosozialer Natur

Über die tatsächliche Grundproblematik des Betreuungsgeldes wird nie offen gesprochen, es heißt immer nur "Fehlanreiz".
Fakt ist, dass es in den finanziell schwachen Bundesländern einen großen Teil Eltern gibt, die ihre Kinder nicht ordentlich erziehen können, da sie intellektuell und sozial dazu nicht in der Lage sind. Nichts anderes ist der Grund für den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, der Staat hat gesehen, dass er hier steuernd eingreifen muss um Sozialausgaben und Kosten für öffentliche Sicherheit und Strafvollzug in Zukunft zu verringern.
In den "reichen" Bundesländern gibt es genau dieses Problem in weit geringerem Ausmaß, da das Sozialgefüge wesentlich ausgeglichener ist. Somit geht es der CSU schlicht darum, ihrem Klientel wenigstens einen Teil der Kosten eines Betreuungplatzes (Kosten über 1.000 Euro pro Monat!) zu erstatten, damit die Sozialabgaben- und Steuerzahler im Süden nicht noch mehr an Gesamtdeutschen Transferbeitrag aufbringen müssen.

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Björn Howorka

Ideologie

Also was mir auffällt ist, dass den vermeintlich Linken immer Ideologie unterstellt wird.
Dabei ist es hier doch ganz offensichtlich so, dass die Konservativen mit aller Macht und leider auch Polemik ein Familienbild behalten/erhalten wollen. Es ist doch jedem selbst überlassen, wie er seine Kinder betreut. Und wenn sich die Gesellschaft in eine Richtung entwickelt, die diesen Menschen nicht passt, dass müssen Sie halt damit umgehen. Ging den Linken der 50er bis 80er Jahre ja auch nicht anders.

Und bitte nicht immer die Scheinargumente, dass es Kindern nur bei der Mutter - was ist eigentlich mit dem Vater? - gutgeht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.05.2012 06:10 Uhr
Maik Hintze
Maik Hintze (hinnse) - 31.05.2012 06:10 Uhr

Familienideologie

Ich stimme Ihnen, Herr Howorka, zu 100% zu! Ideologische (Schein-)Argumente lese ich hier fast nur von Befürwortern der häuslichen Erziehung. Dazu meine Meinung: 1. NIEMAND will mit der Krippe (oder dem Hort) die Familie ersetzen. Es geht um Ergänzung des häuslichen Sozialumfelds um eine Gruppe gleichaltriger, in der sich das Kind gewisse soziale Verhaltensweisen antrainieren kann, die es mit den Eltern nicht üben kann. 2. Eine Kinderkrippe ist kein Industriebetrieb, in der die Kinder nach morgendlicher militärischer Gymnastikübung zur Gartenarbeit angehalten werden, bevor sie nach dem halbstündigen Mittagessen (natürlich billiges Tiefkühl-Käfighühnchen mit Pommes) ihr Geschirr abwaschen müssen, um am Nachmittag sehnsüchtig dem Befreiungsschlag der Abholung durch die Eltern aus ihrer unverschuldeten Knechtschaft entgegenzufiebern, die als einzige die unschuldige Kinderseele verstehen können. Moderne Kinderkrippen sind keine Kindheits-Massenvernichtungslager!

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Sylvia Fox
Sylvia Fox (SylviaFox) - 30.05.2012 00:46 Uhr

Die ganze Umverteilerei in Deutschland

muss aufhören. Steuern senken statt Geld umverteilen. Jeder hat für das selbst gewählte Lebensmodell selbst zu sorgen. Eingriffe des Staates fördern nur Lebensmodelle, die nicht oder selten erfolgreich sind (z.B. Alleinerziehende) und bremsen Lebensmodelle, die eigentlich erfolgreich sind. Gleiche Chancen für alle, aber nicht Gleichmacherei. Selbstverantwortung ist es, was dem Leben Sinn verleiht. Der Staat entmündigt die Bürger durch Umverteilungsmaßnahmen. Zur Freiheit gehört die Möglichkeit zu scheitern.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 21:34 Uhr
Helga Zießler

Wunderbar, liebe Sylvia Fox!

Ich stimme Ihnen 100%ig zu. Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Herzlichen Dank!

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Georg Schuster
Georg Schuster (amwald) - 29.05.2012 23:04 Uhr

@Helga Ziegler

... bekommen sie auch die entfernungspauschale. in diesem sinne läuft Ihr einwand vollkommen ins leere. leider!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 21:31 Uhr
Helga Zießler

Okay -

aber das ist unwichtig. Ich wollte nur den Irrsinn aufzeigen, dass der Staat Müttern neuerdings Geld dafür zahlen will, dass sie eine der selbstverständlichsten menschlichen Aufgaben überhaupt erfüllen, nämlich selbst für ihre Kinder zu sorgen. Aber vielleicht soll das alles ja auch nur "zur Ankurbelung der Gebärfreudigkeit" dienen? Bedaure, aber ich traue den Politikern alles zu.

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Jonas Brinkmann

Weder Kita noch Betreuungsgeld

Staatlich finanzierte Kitas für unter Dreijährige sollten der absolute Sonderfall sein. Dann bräuchten wir auch kein Betreuungsgeld. Eltern, die beide unbedingt arbeiten möchten, werden die Betreuung selbst organisieren können (Nachbarschaft, Au-pair, Betreuungsperson, Kita etc.).
Diejenigen, welche die Kinder zu Hause erziehen möchten, müssen manchmal halt auf etwas Luxus verzichten zum Wohle der Kleinsten. Nur im Härtefall hilft der Staat aus, evt. bei der berühmten alleinerziehenden Schleckerverkäuferin. Eigenverantwortung war noch immer der beste Weg zum Glück.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 09:36 Uhr
Björn Howorka

Bitte ne Erklärung

"Diejenigen, welche die Kinder zu Hause erziehen möchten, müssen manchmal halt auf etwas Luxus verzichten zum Wohle der Kleinsten"

Wieso ist das zum Wohle der Kleinsten?

Und warum ist ab 3 Jahren das kein Problem mehr?

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Torsten Milsch

Mehr als Bereuungs-Geld hift ein Eltern-Gehalt: Die Qualifikation der Eltern fordern und fördern

Die frühkindliche Erziehung und Bildung unserer Kinder ist unabdingbar an die Erziehung und Bildung=Qualifikation der Eltern geknüpft: Nur aufgeklärte, Empathie- und Dialogfähige Eltern udn Erzieher werden die wissenschaftlichen gut erforschten und fundierten Voraussetzungen zur optimalen Persönlichkeits-Entwicklung unserer Kinder auch erfüllen. Daher meine Forderung und Förderung von persönlichkeits-orientierter Weiterbildung für alle Eltern gene Zahlung eines Erziehungs-Gehaltes bei gleichzeitiger Erfolgs- und Effizienzkontrolle in supervidierten Eltern-Kind-Gruppen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 21:24 Uhr
Helga Zießler

"Bereuungsgeld" -

das ist wirklich eine besonders schöne und nachdenklich machende "Fehlleistung"!

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Helga Zießler

Wenn ich kein "öffentlich gefördertes" Verkehrsmittel benutze...

...also mit meinem Fahrrad oder meinem Auto ins Büro fahre, statt Bus oder Bahn zu benutzen - müsste ich nach dem Prinzip "Betreuungsgeld" dann nicht auch so etwas ähnliches bekommen, also vielleicht ein "Ersatzgeld"?? Das wäre doch nur gerecht!! Ich will schließlich auch etwas wiederbekommen von meinen mir zwangsweise abgenommenen Steuern... :- (

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 21:21 Uhr
Helga Zießler

Herr Pütz, Pardon

...aber von Sarkasmus haben Sie wohl noch nie etwas gehört?

"Kinder gehören die ersten 3 Jahre zur Mutter, basta!", schreiben Sie. Das ist 100%ig auch meine Überzeugung, die ich in diesem Forum auch schon oft vehement vertreten habe (können Sie nachlesen, wenn Sie mögen). Wo habe ich jetzt etwas anderes gesagt? Wo habe ich gefordert, dass Betreuungsgeld gezahlt werden müsse? Ich bin gegen diesen Wahnsinn! Wenn ich schließlich höhnisch das Busfahren anführe, so hat das nichts damit zu tun, dass ich für mich Sozialleistungen fordere, von denen ich "persönlich etwas habe". Ich will überhaupt keine Sozialleistungen, ich will, dass der Staat mir endlich von meinem Verdienst ausreichend Geld lässt, damit ich selbst über meine Lebensführung entscheiden kann statt von des Staates gnädiger Umverteilungsmaschinerie abhängig gemacht zu werden!

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Beate Dreher
Beate Dreher (Bedre) - 30.05.2012 00:23 Uhr

Autofahrten und Opernkarten

Diese Geistesblitze hatten wir ja nun schon ausreichend.Man mag von der Sache ja gerne halten,was man will,aber die Erbaermlichkeit dieser Vergleiche im Zusammenhang mit kleinen Kindern und Kosten -das ist m.E. nicht smart und modern,sondern nur peinlich.

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Norbert Pütz

Was hat denn Busfahren mit Kinderkriegen zu tun?

Sie wollen also nur solche Sozialleistungen, von denen Sie persönlich etwas haben?
Rechnen Sie: Ein Kitaplatz kostet 1200 € im Monat, Betreuungsgeld nur 10 % davon. Nach Ihrer Meinung dürften also die vielen Milliarden für Kitas nicht bezahlt werden, sondern müßten in Betreuungsgeld investiert werden. In Schweden macht man das und zahlt 600 E pro Monat, weil 20 Jahre Krippenideologie gezeigt haben, dass das verheerende Auswirkungen hat. Darum bin ich für das Betreuungsgeld! Kinder gehören die ersten 3 Jahre zur Mutter, basta! Emotional reifen Kinder bei der Mutter immer am besten, wenn es zwischen Eltern stimmt! Und emotional gereifte Kinder überholen andere in der Schule locker!

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roger mafli
roger mafli (mtume) - 29.05.2012 20:14 Uhr

Bundesfamilienministerin ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten

Man muss sich das mal vorstellen, die Hilfsbedürftige Mutter bekommt "nichts" und Ackermanns Frau erhält die volle Unterstüztung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 21:49 Uhr
Norbert Pütz

ein Einzelfall, verglichen mit den Millionen anders gelagerten Fällen!

Frau Ackermann wird keine Mühe damit haben, das Geld einer sozialen Einrichtung zu spenden, aber hundertausende erziehende Mütter werden die finanzielle Anerkennung, die nur gerecht ist gegenüber denen, die als doppelverdiener ihre Kinder in Kitas stecken und den Staat dafür mit 1200 € pro Monat belasten. Da liegt das eigentliche Problem! Und Kinder sind nirgendwo besser aufgehoben als bei einer liebenden Mutter. Das kann eine Betreuerin nie; und wenn es mal ein Kind geschafft hat, die häusliche Trennung zu verschmerzen und sich an eine Betreuerin gewöhnte, ist diese plötzlich an einem Tag nicht mehr da, Mutterurlaub, Heirat, Ortswechsel etc.... Wie sollen Kinder das bloß aushalten?!

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Josef Hauser

Elterngeld nur bei nachgewiesener Erziehungsleistung zahlen.

Die Politiker sprechen doch von "Erziehungsleistung". In der Tat sollte diese Leistung auch kontrolliert werden. D.h. Rückzahlung von Betreuungs- und Kindergeld, wenn die Kinder straffällig werden oder die Schule verweigern.

Das empfehlen übrigens auch G. Heinsohn und Buschkowski.

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 29.05.2012 19:38 Uhr

Und wie wird das Ganze finanziert?

Grundsätzlich scheint mir dieser Gesetzesentwurf besser und gerechter zu sein als das bisher diskutierte Modell. Es ist sicher grundsätzlich auch wichtig, Eltern finanziell zu unterstützen.
Was mir hier im Artikel aber schlichtweg fehlt - und was vermutlich noch nicht mal die Bundesregierung weiss - ist die Frage der Finanzierung. In Zeiten, wo alle Welt vom Sparen spricht muss Deutschland trotz sprudelnder Steuereinnahmen noch neue Schulden aufnehmen. Bisher wohlgemerkt ohne Betreuungsgeld. Wie also soll das finanziert werden?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 21:52 Uhr
Norbert Pütz

Rechnen

denn ein Kitaplatz kostet 1200 Euro pro Monat. Wenn Sie also sparen wollen, dann lieber 150 Euro Betreuungsgeld zahlen.

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roger mafli
roger mafli (mtume) - 29.05.2012 20:26 Uhr

Wer braucht schon Männer ...

... um Frauen zu diskriminieren ... :-)

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Stefan Pohl

Das ist hier ausnahmsweise …

… nicht die vorrangige Frage. Denn das, was die Eltern hier bekommen, sind nur zehn bis fünfzehn Prozent von dem, was ein KiTa-Platz den Steuerzahler kostet. Die Eltern erbringen also die Leistung, die eine KiTa erbringen würde, nicht nur deutlich hochwertiger (in den meisten Fällen zumindest), sondern auch zu einem Bruchteil der Kosten. Die Frage nach den Kosten, so berechtigt diese grundsätzlich ist, hätte man eher vor Beschluß des Krippenausbaus stellen sollen. Das Betreuungsgeld begrenzt ja nur den dadurch entstandenen Schaden. Die gesellschaftlichen Folgekosten der DDRisierung der Erziehung sind ja sowieso nicht zu beziffern.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 29.05.2012 19:02 Uhr

"Für „Hartz IV“-Empfänger wird das Geld zwar ausgezahlt,

aber wie auch das Elterngeld und Kindergeld von den Sozialbezügen vollständig wieder abgezogen."
Es betrifft mich zwar nicht, aber irgendwo stimmt etwas in Politiker-Hirnen nicht. Einer nicht berufstätigen gutsituierten Ehefrau und Mutter, behält sie ihr Balg zuhause, wird das Betreuungsgeld ausgezahlt, der arbeitslosen Verkäuferin (auch Mutter) von Schlecker aber nach Auslauf der Arbeitslosenunterstützung nicht. Erstere kann sogar einen Kitaplatz einklagen und sich bei dessen Nichtvorhandensein eine Entschädigung ausbezahlen lassen, was macht aber die Hartz IV-Bezieherin? Die guckt in die Röhre, denn selbst wenn sie Entschädigung zugesprochen bekäme, würde diese ja gleich wieder "verrechnet". Und damit sänken ihre Chancen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Wer hat, dem wird gegeben, mittlerweile frisst sich das BRD-Asozialsystem von der Bankenebene bis ganz nach unten durch.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 19:23 Uhr
Cornelia  Holtmann

Sehr geehrter Herr Bussenius,

die Hartz-IV-Familien erhalten natürlich höhere staatliche Leistungen als die Familien, die ihren Lebensunterhalt durch ihre Arbeit bestreiten. Darüber hinaus "schenkt" der Staat den Besserverdienenden durch höhere Freibeträge nichts, er nimmt ihnen über die Steuer nur weniger von dem Geld weg, das sie als Einkommen für ihre Arbeit erhalten. Die Besserverdienenden finanzieren durch ihre Steuern all die Leistungen, die der Staat so gern verteilt. Die Geringverdiener zahlen in der Regel ja kaum Einkommenststeuern.

Und wenn Sie schon die Mütter ins Spiel bringen, die sich einen "wohlhabenden Mann geangelt haben", so verweise ich auf die Mütter ohne Ausbildung und oft sogar ohne Schulabschluss, die so schnell wie möglich Kinder bekommen, um sich aus dem staatlichen Transfersystem maximale Leistungen zu sichern.

Die Verantwortung für Kinder sollte der übernehmen, der auch in der Lage ist, Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 29.05.2012 21:39 Uhr

@ Cormelia Holtmann

Sie: "Kinder sollen eben nicht zu einer zusätzlichen Einkommensquelle für die werden, die nicht in der Lage sind, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen."
Aber nach Ihnen ist wohl ein Zusatzeinkommen für Mütter gerecht, die sich einen wohlhabenden Mann geangelt haben, der ihnen Tennisstunden samt Lehrer und dazu noch eine Kinderbetreuerin bezahlt? Sozialleistungen sind dort angebracht, wo soziale Notstände herrschen, nirgendwo sonst, das gilt für Kindergeld, Elterngeld, Betreuungsgeld, Wohngeld etc.. Unser Sozialsystem ist pervers, es fördert die am meisten, die über das höchste Einkommen verfügen. Das fängt bei Steuerfreibeträgen weit über den üblichen Kindergeldsätzen an und endet bei steuerlich geförderten Internaten und Privatuniversitäten. Unser Sozial- und Steuersystem ist das Werk von Kapitaleignern, die erst einmal an sich selbst denken, dann nochmal an sich selbst und 1x im Jahr vielleicht an andere, aber dies auch nur vielleicht.

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Stefan Pohl

Es liegt im Wesen von »Hartz IV«, daß

es nur eine Notsicherung ist für den Fall, daß alle anderen persönlichen und sozialen Sicherungsseile bereits gerissen sind. Es widerspräche diesem Grundsatz, Hartz IV zu gewähren, wenn es andere Einkünfte, welcher Art auch immer, gibt und würde das System wahrscheinlich auch zum Zusammenbruch bringen.

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Cornelia  Holtmann

Sehr geehrter Herr Bussenius,

Kinder sollen eben nicht zu einer zusätzlichen Einkommensquelle für die werden, die nicht in der Lage sind, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.

In längst vergangenen Zeiten wurde ein Heiratswilliger von seinem künftigen Schwiegervater gefragt, ob er denn in der Lage sei, eine Familie zu ernähren. Kein Mensch würde es heute wagen, eine solche Frage zu stellen. War die Frage so absurd?

Fast jeder kann heute natürlich in die Situation kommen, auf Sozialleistungen angewiesen zu sein, und ich nehme es vielen ab, unter dieser Situation zu leiden. Tatsache ist aber auch, dass es häufig gerade in den Familien, die oft schon seit Generationen allein von staatlicher Unterstützung leben, eine recht große Kinderzahl gibt (jede Sozialarbeiterin wird das bestätigen können, Sie kennen auch bestimmt die Stellungnahmen von Herrn Buschkowsky).

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Siebo M. H. Janssen

Verfassungswidrig...

Die ideologische Borniertheit von Frau Schröder muss ja nun nicht weiter wundern und dass ihr Verständnis von der Gleichberechtigung der Frau nicht über den heimischen Herd hinausreicht...geschenkt! Alles andere wäre eine Revolution gewesen, aber das Schröder die Chuzpe hat den Hartz IV-Empfängern das Betreuungsgeld direkt wieder abzuziehen zeigt einmal mehr wessen Geist diese Regierung (oder zumindest Frau Schröder) ist: der Erfüllungsgehilfe der Wohlhabenden und Besserverdienenden unabhängig von ihrem gesellschaftlichen Beitrag...frei nach dem Motto: Krieg den Hütten, Macht den Palästen...
Davon abgesehen halte ich diese Ungleichbehandlung für einen Verstoss gegen Art. 3 GG...bin gespannt was das BVerfG dazu sagt! Konsequent und richtig ist daher die Forderung: Keine Herdprämie für niemanden!

VG

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Claudia Otlo

und noch eine weitere Förderung im Förderungsdschungel

Warum führt man nicht einfach ein Erziehungsgeld für alle Kinder in Abhängigkeit des Kindesalters und der Qualifikation des Erziehers (min Niveau Tagesmutter, höheres Niveau: Erzieher) ein. Dieses Erziehungsgeld ist dann sozialabgabenpflichtig. Im Gegenzug streicht man: Elterngeld, Betreuungsgeld, Ehegattensplitting, kostenlose Krankenmitversicherung von Ehegatten, Rentenansrüche, usw.
Eltern können dann selbst frei entscheiden, wer das Geld für die Erziehung bekommt. Auch das Problem, das es in Deutschland zuwenig Erzieher gibt, sollte sich dann selbst erledigen, denn Frauen, die mit Kindererziehung ihren Familienunterhalt verdienen wollen, müssen mehrere Kinder erziehen.

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Paul Banaschak

sehr gut, dass es Hartzler direkt wieder abgezogen wird

denn die haben genug Zeit, sich um ihre Kinder zu kümmern. Denen sollte sogar ein recht hoher Betrag für die Kita einbehalten werden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 00:13 Uhr
Beate Dreher
Beate Dreher (Bedre) - 30.05.2012 00:13 Uhr

Herr Banaschak,

Sie können ja gar nicht an sich halten;Hartzler,die,denen:Hochmut kommt vor dem Fall.
Beate Dreher

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Thomas Böhm

Eine Schande für die Union

Die die haben denen wird gegeben! Warum sind die Gemeinden nicht in der Lage, genug Betreuungsplätze für Kleinkinder zu schaffen? Weil viele Bürgermeister nur mit dem Mundwerk für Kinder da sind. Für ihre Prachtbauten, die dann dreimal so teuer werden wie veranschlagt, haben sie doch auch Geld. Zuerst wird doch überall bei Sozial- und Jugendeinrichtungen gespart. Die Unionspolitiker tun sich da immer besonders hervor.
Als Ausgleich dafür sind sie bei Banksubventionen besonders großzügig!

Wenn man jungen Frauen, die keine Arbeit finden, keinen Zuschuß gewährt, bestraft man die unschuldigen Kinder. Angeblich sollen sie doch gefördert werden durch den Bürokratiedschungel von Frau von der Leyen. Das ich nicht lache! Die CSU/CDU fördert mit diesem Gesetz ganz offen die Zweiklassengesellschaft! Sie outet sich als unsoziales Parteienbündnis.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 17:24 Uhr
Norbert Pütz

Wer hat, der gebe dem, der nichts hat

sagte Jesus. Von Zwang aber hat er nicht gesprochen! Ein Kommunist und ein Kapitalist unterhalten sich: "Angenommen", sagt der Kapitalist, "ich gebe Dir die Hälfte meines Geldes. Du aber ruhst dich aus und verbrauchst alles. Ich dagegen arbeite und investiere. Nach einem Jahr bist du wieder arm und ich reich. Was dann?"
"Ach", sagt der Kommunist, "das ist ganz einfach. Dann teilen wir eben wieder"!

Es ist immer leicht zu fordern, aber bevor man einen Kuchen verschenken kann, muss man ihn backen!
Die Frage ist nicht, warum die Gemeinden nicht genug ausgeben (die sind sowieso hoch verschuldet!), sondern die Frage ist, warum die Superreichen vom Geld besessen sind und die Mütter lieber arbeiten gehen wollen (obwohl es finanziell oft nicht nötig ist), statt die ersten Jahre bei ihren Kindern zu sein!
Wir leben in einer rücksichtslos vom Mamon verblendeten Gesellschaft.

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Norbert Pütz

Linksideologische Kritiker sind schlecht beraten

Die ganze Kritik am Betreuungsgeld ist sachlich falsch. Kinder gehören die ersten drei Jahre zur Mutter, basta! Die emotionale Reifung ist tausendmal wichtiger als sog. Bildung im Hort, darauf weisen Psychologen immer wieder hin! In Skandinavien hat man nach 20 Jahren negativer Erfahrung die Krippenpolitik zugunsten von Betreuungsgeld in Höhe von 600 Euro im Monat längst aufgegeben! Ein Krippenplatz kostet 1000 € im Monat, Betreuungsgeld nur 10 % davon. Können SPD, GRÜNE, FDP, GEW, DGB und andere extrem Linke nicht rechnen, wenn sie das Geld lieber in Kitas stecken wollen und sind sie ideologisch so verblendet, dass sie nicht wissen, was für Kinder das Beste ist? Auf keinen Fall die Kita bis zum 3. Geburtstag!
Außerdem wollen wir keinen (sozialistischen) Einheitsstaat, der Eltern alles vorschreibt und Eigeninitiative und Einsatz (von Müttern) nicht belohnt! Wahlfreiheit statt staatlicher Einbahnstraße! Die ganze grünrote Hysterie zeigt nur die ideologische Verblendung!

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.05.2012 06:40 Uhr
Maik Hintze
Maik Hintze (hinnse) - 31.05.2012 06:40 Uhr

Missverständnis

Ich weiß nicht, worin der Zusammenhang zwischen nicht Rechnen können und linker Ideologie bestehen sollte. Außerdem ist Ihre Rechnung - weil betriebswirtschaftlich geführt - zu kurz gedacht. Kinderbetreuung zu Hause kostet den Staat eben mehr als nur das Betreuungsgeld, es fallen noch Opportunitätskosten an (Steuerausfälle, ggf. Langzeitsarbeitslosigkeit etc.). Ich will das nicht werten, möchte aber klarstellen, dass es nichts mit beschränktem mathematischen Verständnis zu tun hat, für einen Ausbau der Krippen zu sein. Sie betonen wiederholt, "Kinder gehören die ersten drei Jahre zur Mutter". Welche Studie belegt das? Außerdem heißt ja der Besuch der Krippe nicht, dass die Kinder die ersten drei Jahre ihre Mutter nicht mehr sehen. Sie kommen ja nicht ins Straferziehungslager oder die Kaserne! Emotionale Reifung ist sehr wichtig, einverstanden, aber kann denn "sog. Bildung im Hort" schaden? Mann will ja nicht "sog. Bildung im Hort" STATT emotionaler Reifung, sondern BEIDES ZUSAMMEN.

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Björn Howorka

Einheitsstaat???

"Außerdem wollen wir keinen (sozialistischen) Einheitsstaat, der Eltern alles vorschreibt und Eigeninitiative und Einsatz (von Müttern) nicht belohnt!"

Mit dem was Sie wollen hätten wir dann halt den konservativen Einheitsstaat der 50er Jahre. Ihnen erscheint das besser, anderen aber nicht. Und damit müssen Sie halt leben...

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Helga Zießler

Herrn Pütz und denen, die ihm zustimmen

kann ich mich nur anschließen.
Da ich persönlich jede Art von Subventionierung ablehne, plädiere ich dafür, dass unsere Politiker endlich ihr Versprechen wahr machen, eine große Steuerreform auf den Weg zu bringen, die den Bürgern merkbar mehr Geld zur persönlichen Verfügung lässt. Unsere derzeitige Besteuerung grenzt doch hart an Raubrittertum!
Allerdings ist mir klar, dass das ein frommer Wunsch bleiben wird. Das wird nie geschehen. Wir haben uns schon viel zu lange daran gewöhnt, dass wir wie Untertanen behandelt werden, beziehungsweise wie unmündige Kleinkinder, die sich nicht selber helfen und nur an der führenden Hand der Politiker laufen können.

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Cornelia  Holtmann

Ich stimme Ihnen vollkommen zu, Herr Pütz.

Und auch die beste Kita kann einem Kind nicht die Aufmerksamkeit geben, derer es bedarf. Die individuelle Zuwendung eines Erwachsenen, für den das Kind nicht eines von vielen ist, ist für seine Entwicklung von entscheidender Bedeutung.

Und besonders traumatisch wird ein Kind eine Situation erleben, die in Kitas nicht selten und auch gar nicht zu vermeiden ist: Es hängt in besonderer Weise an einer Erzieherin, die sich besonders herzlich um dieses Kind gekümmert und auch eine persönliche Bindung zu ihm aufgebaut hat. Das Kind muss erleben, dass die - aus unterschiedlichsten Gründen (Schwangerschaft, Ende eines Praktikums, Umzug) - von einem auf den anderen Tag nicht mehr kommt. Der frühe Verlust einer Bezugsperson hat natürlich fatale Auswirkungen auf seine seelische Entwicklung.

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Paul Banaschak

Herr Pütz, sie haben völlig recht - und gerade die sozialistischen Länder haben gezeigt

wie miserabel staatliche Betreuung ist.

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Michael Schubert
Michael Schubert (mfromg) - 29.05.2012 16:29 Uhr

Ich will das auch, ich fahre nie Straßenbahn

Jetzt scheint es ja schon Geld zu geben, wenn man vom Staat kein Geld nimmt, das will ich auch,
ich verspreche auch, dass ich nie mehr Strassenbahn fahre und ich geh auch nicht mehr ins Schwimmbad;-)

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 09:48 Uhr
Björn Howorka

Und,

wenn andere das anders machen wollen als Sie, dann lassen Sie die doch...

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Helga Zießler

Sie haben völlig recht Herr Schubert!

An diesem wahnwitzigen "Betreuungsgeld" kann man bestens erkennen, was für ein grandioser Irrsinn alle diese staatlichen Subventionierugen sind. Jeder, der sie nicht in Anspruch nimmt, müsste doch gerechterweise auch solche "Ersatzzahlungen" bekommen - ob es nun um den Nicht-Besuch von (hochsubventionierten) Einrichtungen geht wie Theater , Oper und Museen geht, um die Nicht-Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Büchereien oder den ebenfalls mit Steuergeldern geförderten deutschen Film im Kino, den man nicht sehen will. Und wer nicht an einer deutschen Uni studiert, müsste auch eine Ausgleichzahlung erhalten. An diesen Beispielen wird klar, wie mit unserem Steuergeld umgegangen wird. Vielleicht sollte man gegen diese Ungleichbehandlung beim Verfassungsgericht klagen?

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Norbert Pütz

Sie vergessen, dass Kitas ein einseitiges Programm sind

wenn der Staat nur Kitas finanziert, dann gehen Mütter die selbst betreuen, leer aus.
Ich wäre dafür, aus besagten Gründen die Kitas von den Eltern, die sie nutzen, finanzieren zu lassen, dann brauchen wir auch kein Betreuungsgeld. Wenn der Staat aber die schlechte Lösung mit Kitas finanziert, dann muss er auch die Leistung von erziehenden Müttern anerkennen, wenn es ausgewogen und gerecht sein soll! Dabei sind 150 Euro im Monat nur ein Minimallohn! Wir sollten endlich Müttern mehr Prestige und finanzielle Anerkennung zollen, wenn Sie die ersten Jahre bei ihren Kindern bleiben. Das ist wichtiger als Kitas zu finanzieren!

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Michael Schubert
Michael Schubert (mfromg) - 29.05.2012 17:53 Uhr

wer hat was von weg mit Staatsfinanzierung für Kitas gesagt.....

Es geht doch bei dieser Leistung keineswegs um das Kindeswohl. Das müssen sie doch schon gemerkt haben. Die CSU versucht, damit ihre koventionell ausgerichtete Wählerschiht zu mobilisieren. Das hat sie ja schon mit der unseligen Mehrwertsteuergeschichte bei dne Hotelies gemacht. Kein vernünftiger Mensch hat ein Problem, wenn jemand seine Kinder selber erziehen möchte und soe nicht in die Kinderkrippe schickt. Dass es aber jetzt Prämien dafür gibt, wenn man staatliche Leistungehn NICHT in Anspruch nimmt, ist angesichts unserer Haushaltssituation und des ewigen Gejammers über "kein Geld" ein Unding.
Wenn sie das geld für die Finanzierung von Kitas genommen hätten, wäre ich voll damit einverstanden....

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Norbert Pütz

Ich habe keine Kleinkinder, also weg mit Staatsfinanzierung für Kitas !!

Das ist doch Ihre Logik, nicht wahr! Also alle staatlichen Leistungen abschaffen, von denen Sie nichts haben! Sehr weitherzig gedacht oder kurzsichtig? Solche Sprüche ähneln den laienhaften Schlagworten von "Herdprämie" und "Bildungsverhinderungsprämie". Das ist natürlich dummes Gerede, denn eine Betreuerin kann die Liebe einer Mutter nie ersetzen und emotionale Bildung (die ein gut gereiftes Kind allemale zum schulischen Überholer macht) ist in den ersten Lebensjahren immer wichtiger als Wisssensvermittlung! Die gute alte Familie war noch immer jedem Hort haushoch überlegen, wenn es zwischen den Eltern stimmt. Der materialistischen Kurzsichtigkeit von Eltern sollte man die Erinnerung zukommen lassen, dass Liebe, Dankbarkeit und Zufriedenheit die besten Pillen sind, die Ärzte Eltern im Interesse der Kinder verschreiben können! Der "Abschiebehaft" in den Rangierbahnhof Krippe mit immer neuen Betreuern sollte man mit noch höherem Betreuungsgeld von 500 € monatlich den Abschied geben!

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Jahrgang 1968, politischer Korrespondent für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

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