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Berliner SPD Stöß gewinnt Abstimmung um Landesvorsitz

 ·  Jan Stöß ist neuer Vorsitzender der Berliner Sozialdemokraten. Der Sprecher der Berliner SPD-Linken setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen den bisherigen Landesvorsitzenden Michael Müller durch.

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© dpa Ausgestochen: Jan Stöß (vorne), sitzend dahinter Klaus Wowereit und Michael Müller

Jan Stöß ist zum neuen Vorsitzenden der Berliner SPD gewählt worden. In einer Kampfabstimmung setzte sich der Vertreter der Parteilinken am Samstag auf einem Parteitag knapp gegen den bisherigen SPD-Chef Michael Müller durch. Auf Stöß, der den Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg führt, entfielen 123 der 225 abgegebenen Stimmen. Für Müller, der zugleich Senator für Stadtentwicklung ist, stimmten 101 Delegierte. Es gab eine Enthaltung.

Vor der Abstimmung hatte Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit vor einer „inneren Zerstörung“ in der SPD gewarnt. Mit der Wahl des Parteilinken Stöß dürfte das Regieren für Wowereit in der rot-schwarzen Koalition schwieriger werden.

Die mehrheitlich linke Berliner SPD akzeptiert das Regierungsbündnis mit der CDU nur als notwendiges Übel. Stöß hat angekündigt, die SPD inhaltlich weiter nach links zu rücken und „den Senat auch mal anzutreiben“.

Stöß hatte bereits die vorangegangenen Nominierungsrunden in den Kreisverbänden sieben Mal, der Amtsinhaber nur fünf Mal für sich entschieden. Vor dem mit Spannung erwarteten Wahlgang warben beide Kandidaten nochmals in Bewerbungsreden um die Gunst der Delegierten.

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