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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Berliner Großflughafen Es brennt

 ·  Planungschaos und ausufernde Kosten am Hauptstadtflughafen - jetzt ist der Ärger groß. Aber Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit wusste, was er tat.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (17)

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Karl S. Walter

Niemand! Nie nich!

Und aus dem Hintergrund ertönt eine Fistelstimme, die mit sächsschor Färbung spricht: »Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu eröffnen.«

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David Winter

Wie der Junge mit dem Ball neben der eingeworfenen Glasscheibe ...

Es gab also 4 Sitzungen des Aufsichtsrats in 2011, insgesamt 18 Stunden? Wow, da hat sich jemand richtig reingehängt!

„[Wowereit] einer, der ausflippe, wenn er mit Schwierigkeiten konfrontiert werde, sagt einer. ‚Er schreit die Leute an, und die kuschen dann.‘ Wowereit habe nicht wissen wollen, was los ist.“

Das ist das politische Spitzenpersonal dieses Bundeslandes, der Mann gehört zur politdarstellerischen Crème de la crème dieser Republik. In ein paar Jahren, wenn man die irrsinnigen Summen vergessen haben wird, die der deutsche Steuerzahler für dieser vermurkste Renommierprojekt auf den Tisch legen durfte, wird der Mann mal bei seinen Kollegen im SPD-Vorstand anklopfen, ob man sich eventuell noch um diese Kanzlerkandidatur bewerben könne. Seine Umfragewerte werden steigen. Frauen finden ihn niedlich, obwohl er ja nicht zu haben ist, mancher Mann bewundert dieses berlusconihafte Talent zum Durchkommen.

Man träumt von Grundgesetzänderungen, Verantwortung, Haftung.

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Gerhard Storm

Verharmlosender Aufsichtsratschef Wowereit hat sich genug geleistet

Wer als Aufsichtsratschef u. maßgeblicher Politiker offensichtlich versagt hat, soll - eingedenk seiner eigenen hohen Anforderungen an ein politisches Amt/Diepgen lässt grüßen - rasch die Konsequenzen ziehen, um noch mehr Schaden aus dieser völlig aus dem Ruder gelaufenen Baumaßnahme abzuwenden.

Inwieweit die fehlende Professionalität der Gleichmacher-SPD beim Umgang mit Geld u. branchentypisch ausgefuxten Geschäftspartnern sich hier ausgewirkt hat, sei dahingestellt.

Aber kein Bundesland, u. erst recht nicht die Bundeshauptstadt, kann sich einen politischen Chef leisten, der nicht über das Format verfügt, als Aufsichtschef eines Unternehmens bei einem Großprojekt die eigene Verantwortung so zu unterschätzen.

Ungeachtet der juristischen Relevanz ist Wowereits Ruf arg geschädigt, wie der Großflughafen

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 08.07.2012 13:58 Uhr

Aber Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit wusste, was er tat.

Und er weiß es immer noch. Subventionsgelder verbraten.

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Claus Trophob

Dieser Flughafen ist ein politisches Projekt,

eine kleine Kaste Politiker hat sich durchgesetzt. Damit dieses, von ihnen gewollte Projekt durchgeführt werden kann, werden die Kosten politisch kleingerechnet, denn würden die ingenieurmäßig ermittelten Gesamtkosten vorher bekannt, gäbe es keine parlamentarische Zustimmung. Derartige Projekte werden zudem immer mit der Minimalausstattung projektiert, Änderungen, die dann das Projekt dahin bringen wo es planungsmäßig schon immer war, werden regelmäßig „als nicht vorhersehbar“ oder mit „neuen Sicherheitsvorschriften“ erklärt. Das dies schon vorher bekannt war, wird von verantwortlichen Politikern immer verschwiegen.
Ein ehemaliger S-H-Minister sagte in einem NDR-Interview: „Auf Grund meiner Kenntnisse, die ich als Referatsleiter einer Behörde gesammelt habe, rechne ich ihnen jedes Projekt gemehmigungsfähig“.
Da liegt der Hase im Pfeffer.

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Johann Graf
Johann Graf (hagra) - 08.07.2012 13:28 Uhr

@Dietmar Blum

Sie haben recht! Man fragt sich nur, wussten die Berliner Wähler, was sie taten, als sie bei ihm ihr Kreuzchen machten! Mit nur Schick- und Schwulsein hat noch keiner erfolgreich ein Land regiert. Aber es geht ja auch so: der Länderfinanzausgleich und der Bund werden es schon richten, sein Lebenswerk, der "wowi-airport" wird schon gebaut.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 13:23 Uhr
Dietmar Blum

Herr Graf,

ich habe mittlerweile den Eindruck, daß in Berlin und bei den Berlinern alles möglich ist:
schräg sein ....und nach uns die Sintflut!

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Peter Maria Reinike

Berliner Schwadroneure...

Mich würde wirklich mal interessieren, wie das die Generalplanung um GMP sieht, die gekündigt wurde, sich aber aus rechtlichen Gründen nicht äußern kann.

Und wenn schon GMP und das Begleitbüro JSK Schwierigkeiten mit diesem Chaos Projekt hatten, die immerhin eine lange Erfahrung mit Großprojekten dieser Art haben, wie will die Flughafengesellschaft dies nun stemmen und welchem Spezialistenstamm?

Wer schafft es denn nun die Gewerke zu koordinieren, was eine gehörige Einarbeitungszeit erfordert, und wie will der Aufsichtsrat des Politikgeschachers dies nun verantwortlich kontrollieren, was er bis jetzt nie geschafft hat? Und Wowereits dreiste Teflonstrategie, verantwortlich sind immer andere?

Die Kapazitätenvorgabe ist ein Irrsinn, geschah auch 1927. Berlin ist zudem die einzige Hauptstadt Europas, die wirtschaftlich schlechter dasteht als das Land selber. Geschadet hat das bis jetzt der Landesregierung nicht die Bohne. Man fragt sich, ob Berlin dies wirklich verdient hat?

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Jürgen Spiegel

Als Berliner bin ich froh,

dass es Wowereit doch noch „erwischt“ (wenn auch nicht gründlich genug)! – Berlin ist nicht mit ihm gleichzusetzen, und nichts ist damit, dass dieser stadtnahe Flughafen auch noch als dessen Lebenswerk daherkommen könnte. Wowereit hat noch weniger als Diepgen „gespannt“, was der ermittelte Drehkreuzfavoritenstandort Sperenberg wirtschaftlich für die Region hätte bringen können. Er weiß nicht zu fragen: Wo bleibt bei Schönefeld die interkontinentale Lufthansa?, kann man zum Standort Schönefeld nach der Gerichtsverschärfung noch Ja sagen? Kann man Fraport, das weltweit beteiligt ist und bei Sperenberg dabei sein wollte, ziehen lassen? Wie ist das zu nehmen, wenn Air Berlin Chef Hunoldt angesichts der Nachtflugbeschränkungen zu Schönefeld äußert: „Bräuchte nicht gebaut zu werden“? – Wie ich das sehe, kommt der Flughafenneubau für Berlin LEIDER zu früh. Berlin muss erst sein angestammtes Flächenstaat-Niveau, das es unter Wowereit verloren und vergessen hat, zurückhaben.

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Siegfried Kellner

..und wen wundert es.

Der Fall war doch "eigentlich" schon für die Politiker erledigt.
Vor einigen Wochen haben sich Wowereit und Platzeck im Fernsehen für die Mißwirtschaft "ENTSCHULDIGT". damit ist für deren Verständnis der Fall erledigt und der Steuerzahler darf den Pfusch bezahlen.

Aufschlußreich ist der Satz, in diesem Artikel :
"Der Aufsichtsrat ist komplett politisch besetzt."

Da fragt man sich, wieviele Tantiemen wurde denn von diese unfähigen Politikern "abgepumpt" und für was eigentlich ?
Warum werden Sie denn nicht für ihre Pflichtverletzungen vor Gericht gestellt und zum Schadenersatz heran gezogen..... ???

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Michael Müller
Michael Müller (echt) - 08.07.2012 10:50 Uhr

Planer feuern ist extrem sinnlos

Wenn man während der Bauausführung Planer und Bauüberwacher feuert, ist das extrem sinnlos. Der neue Planer und der neue Bauüberwacher werden alle Schuld auf die Vorgänger schieben. Die werden den Nachfolgern die Schuld geben und verfügen dazu auch über alle relevaten Unterlagen. Die Baufirmen werden das Blaue vom Himmel an Absprachen mit den alten Planern behaupten. Allein die geordnete Übergabe an den neuen Planer wird ca. 2 Monate dauern.

Professioneller wäre es gewesen, den alten Planer und den alten Bauüberwacher das Projekt zu Ende führen zu lassen und ihn dann zu verklagen. Um zwar wenn er die Projektdokumentation übergeben hat. Er muss ohnehin über eine Haftpflichtversicherung verfügen, es läuft also nicht weg. Wenn man ihm so eine Minihaftpflichversicherung von 2,5 Millionen Euro abgenommen hat, dann war man schön blöd.

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Peter Slater

Ein weiteres Beispiel sozialdemokratischer Verantwortungslosigkeit in Sachen Steuergelder ...

... und genau deswegen ist es so, wie es ist, das namlich in sozialdemokratisch regierten Bundeslander industrieller, sozialer und wirtschaftlicher Chaos pur herrscht und wenn sie mir es nicht glauben, das sehen sie sich mal die haushaltspolitische Lage in Berlin, Brandenburg, Pommern, aber wir konnen auch einBlick nach Westdeutschland werfen ... Die Christdemokraten haben grosse wirtschaftspolitische Fehler gemacht und wurde dafur abgewahlt und jetzt kommt da ein Sozialdemokrat, der in den Land - und Bundestagen rummschreit und die CDU zur Verantwortung ziehen will, was da beim Flughafen passiert, nur hat er durch seine Arroganz und Drohgebarden selbst dazu beigetragen, das die letzten ubrig gebliebenen Steuergelder weiter verschwendet werden mussen und da er und seine Stadt - und Landesparlament in Berlin Brandenburg regiert, muss diese rot/rot/grune Regierung fur dieses derzeitige Disaster zur Verantwortung gezogen werden ... Hat Steinmeier Wowereit zum Rucktritt aufgefordert ???

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.07.2012 12:30 Uhr
Béatrice Marignac

Sozial-, Christ-, Freidemokraten - alles das gleiche!

Verengen Sie Ihren Blick nicht auf Berlin/Brandenburg! Überall das gleiche: Mappus in Baden-Württemberg läßt sich von einem Spezi, zufällig Chef von Morgan Stanley, einen Megadeal zum viel zu teuren Rückkauf der EnBW Aktion aufscwatzen, am Parlament vorbei. Und was war mit der Bayerischen Landesbank? Und wieder die Sozis: Rheinland-Pfalz und Nürburgring. Nee, diese Politiker schaffen peu à peu die Demokratie ab!

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Bernd Heinz

Warum nur...

..werde ich das blöde Gefühl nicht los, dass man diesen Text auch für eine andere Großbaustelle im Süden der Republik verwenden könnte:

Zitat: ...dass die Beteiligten von vornherein wussten, wie unrealistisch die Planung war: „Man startet mit einem unrealistischen Zeitplan und einer Planungssumme, von der man weiß, dass sie zu niedrig ist. Man vertraut darauf, dass es irgendwann kein Zurück mehr gibt und niemand einen halbfertigen Flughafen stehen lässt.“

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.07.2012 13:45 Uhr
Rudi Meergans

wie kommt das bloß?

ich verstehe da immer nur bahnhof!

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Dietmar Blum

Wußte

RB Wowereit je, was er tut?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.07.2012 13:06 Uhr
Susanne Mayer-Moazezi

Ja, er weiß es

Ich befürchte, Herr Wowereit weiß sehr genau, was er tut. Seine Ignoranz und Überheblichkeit kennen offensichtlich keine Grenzen.

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