http://www.faz.net/-gpf-7btme

Bayern startet Kampagne : Bislang kaum Anträge auf Betreuungsgeld

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Am 1. August wird das Betreuungsgeld eingeführt. Trotzdem sind bislang so gut wie keine Anträge eingegangen. Bayern verschickte deshalb fast vollständig vorausgefüllte Formulare an berechtigte Familien.

          Wenige Tage vor Einführung des Betreuungsgeldes sind offenbar erst wenige Anträge auf die neue Familienleistung eingegangen. Wie das Magazin „Spiegel“ am Sonntag vorab berichtete, zählte Thüringen bislang keinen einzigen Antrag, Mecklenburg-Vorpommern kommt auf nur 44 Anträge. Auch in Rheinland-Pfalz „kann von einem Ansturm keine Rede sein“, sagt eine Mainzer Regierungssprecherin.

          Ein Grund für das geringe Interesse ist offenbar, dass die SPD-geführten Ministerien in den jeweiligen Bundesländern nicht für die von der schwarz-gelben Koalition durchgesetzte Leistung werben mögen, die ab 1. August bezogen werden kann. „Wir lehnen das Betreuungsgeld nach wie vor ab und tun unsere Pflicht, aber mehr nicht“, sagte die rheinland-pfälzische Regierungssprecherin dem Magazin. Aus dem Thüringer Sozialministerium hieß es demnach, „warum sollten wir extra für eine Sache werben, der wir skeptisch gegenüber stehen?“

          Die geringe Zahl der Anträge zeige, „dass das Betreuungsgeld an den Bedürfnissen der meisten Familien vorbeigeht“, sagte die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), dem „Spiegel“.

          Werbekampagne in Bayern

          In Bayern setzt hingegen das Sozialministerium von Christine Haderthauer (CSU) auf eine Werbekampagne: 55.000 Haushalte erhielten einen Flyer, ein Info-Telefon wurde eingerichtet, zudem wurden die berechtigten Familien angeschrieben. Bis Ende voriger Woche erhielten laut „Spiegel“ 2755 Haushalte im Freistaat fast vollständig ausgefüllte Anträge. Rund 500 Anträge seien schon zurückgeschickt worden, sagte eine Ministeriumssprecherin.

          Das Betreuungsgeld soll an Eltern gezahlt werden, die ihre kleinen Kinder nicht in eine staatlich geförderte Kita geben. Vorgesehen ist eine Zahlung von zunächst 100 Euro, später 150 Euro im Monat.

          Quelle: AFP

          Weitere Themen

          Mexiko-Stadt in Trümmern Video-Seite öffnen

          Nach Erdbeben : Mexiko-Stadt in Trümmern

          Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat Mexiko erschüttert. Es starben mindestens 220 Menschen. Millionen Haushalte waren ohne Strom, dutzende Gebäude wurden beschädigt oder zerstört.

          Kein Rezept gegen die AfD

          Die Linke im Wahlkampf : Kein Rezept gegen die AfD

          Die Linke hat ein strategisches Problem: In manchen Regionen Deutschlands tritt sie als Volkspartei an – und versinkt dabei im politischen Establishment. Besonders deutlich wird das in ihren brandenburgischen Hochburgen.

          Topmeldungen

          Streit in der AfD : Kein Wort, zu niemandem

          Kurz vor der Bundestagswahl kann auch die AfD keinen Skandal mehr gebrauchen. Wie der Vorsitzende Jörg Meuthen verhindern will, dass Äußerungen von Frauke Petry weitere Kreise ziehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.