Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will im Fall einer Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl im kommenden Jahr auch in der Opposition weitermachen. „Wenn ich mich dafür entscheide, 2013 anzutreten, dann stehe ich auch für die komplette Amtszeit zur Verfügung - ob mich die Bevölkerung als Ministerpräsident will oder in der Opposition“, sagte Seehofer der „Süddeutschen Zeitung“ vom Dienstag.
Der bayerische SPD-Spitzenkandidat Christian Ude reagierte prompt: Er freue sich „auf Seehofer als Oppositionsführer“, sagte der Münchner Oberbürgermeister am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk.
Seehofer: Konsequenz nach Kritik an Röttgen
Seehofer hatte den vor wenigen Wochen in Nordrhein-Westfalen gescheiterten CDU-Spitzenkandidaten Norbert Röttgen scharf kritisiert, weil der damalige Bundesumweltminister seine Zukunft im Falle einer Wahlniederlage offen gelassen hatte. Entsprechend stellte der CSU-Vorsitzende jetzt klar, dass er seine Rolle nach der Landtagswahl so annehme, wie es die Bürger an den Urnen entscheiden. „Ich meine das ernst“, sagte er in dem Zeitungsinterview.
Seehofer setzte sich damit allerdings auch von Ude ab, der nach der Wahl nur als Ministerpräsident weitermachen möchte. Er stünde - wie die früheren CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber nach ihren gescheiterten Kanzlerkandidaturen - nicht als Oppositionsführer zur Verfügung. „Das ist bei mir ebenso.“
Berlin darf er nicht!
Hermann Erb (sorbas17)
- 20.06.2012, 08:28 Uhr
Herr Ude sollte sich nicht zu früh freuen...
Martin Arzberger (ArzbergerTS)
- 19.06.2012, 13:45 Uhr
Taktik kann er, ebenso die Wende auf dem Absatz
Michael Radloff (melursus)
- 19.06.2012, 13:31 Uhr