http://www.faz.net/-gpf-9cuaw

Ominöse Befragungen : Asylbehörde warnt vor falschen Mitarbeitern

  • Aktualisiert am

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Amtsanmaßung. Bild: dpa

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge soll es zu Befragungen durch Personen gekommen sein, die sich als Mitarbeiter ausgegeben haben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

          Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat vor falschen Mitarbeitern gewarnt, die Flüchtlinge befragen. „In der jüngsten Vergangenheit haben sich mehrfach Personen als Mitarbeitende des Bundesamtes ausgegeben und zu einem Gespräch gebeten, in dem sie AsylantragstellerInnen intensiv befragt haben“, heißt es auf der Internetseite der Nürnberger Behörde. Das Bamf habe deswegen Strafanzeige erstattet, teilte eine Sprecherin am Montag mit. Zuerst hatten die „Rheinpfalz“ und „Spiegel Online“ über den Fall berichtet.

          Die Befragungen seien teilweise unter dem Vorwand geführt worden, es gehe um eine zweite Anhörung. Das Bamf betont jedoch, dass seine Mitarbeiter keine Hausbesuche machen. Um wie viele Fälle es konkret geht und wo diese auftraten, teilte die Bamf-Sprecherin nicht mit; sie verwies auf die Staatsanwaltschaft in Landau in der Pfalz (Rheinland-Pfalz).

          Nach deren Angaben hatte die Bekannte eines Asylbewerbers Ende Mai Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft ermittele wegen Amtsanmaßung. Die Hintergründe des Vorfalls seien unklar, hieß es. Es gebe Hinweise, dass sich möglicherweise zwei ähnliche Fälle in Berlin und in Baden-Württemberg ereignet haben sollen, sagte die Sprecherin.

          Weitere Themen

          Söder will CSU-Chef werden

          Seehofer-Nachfolge : Söder will CSU-Chef werden

          Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will Horst Seehofer als CSU-Chef beerben. Er sei bereit, sich in den Dienst der Partei zu stellen. Aussichtsreiche Gegenkandidaten sind nicht in Sicht.

          Topmeldungen

          Vorbild für viele Nachwuchs-Politiker: Juso-Chef Kevin Kühnert

          Juso-Mitglied über die SPD : „Kevin Kühnert finde ich sensationell“

          Auf dem Weg zur Uni liest er Sitzungsanträge, im Bett schon die Zeitung von morgen: Silas Gottwald ist Juso-Mitglied – und glaubt noch immer an seine SPD. Ein Gespräch über Motivation, Vorbilder und die Zukunft der Sozialdemokratie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.