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Auswärtiges Amt Fischer erwägt Bildung einer Historikerkommission

12.04.2005 ·  Im Streit über die Gedenkpraxis des Auswärtigen Amtes erwägt Außenminister Fischer (Grüne), eine unabhängige Historikerkommission einzusetzen. Dafür gebe es im Personalrat viel Sympathie.

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Im Streit über die Gedenkpraxis im Auswärtigen Amt erwägt Außenminister Joseph Fischer (Grüne) nach Angaben von Staatssekretär Klaus Scharioth, eine unabhängige Historikerkommission einzusetzen.

„Wir müssen auch die Geschichte des Auswärtigen Amtes in der Nazidiktatur systematisch aufarbeiten“, sagte Scharioth am Montag abend dem ZDF. „Ich weiß auch, daß Außenminister Fischer dies genauso sieht.“

„Es besteht Nachholbedarf“

Im Personalrat des Auswärtigen Amtes gebe es für eine solche Kommission viel Sympathie. Dieses Thema werde auch ein wichtiger Punkt auf der Personalversammlung in der kommenden Woche sein, sagte Scharioth. Die politische Debatte zeige, daß in dieser Frage Nachholbedarf bestehe.

Neben der Visa-Affäre hat die Entscheidung Fischers für zusätzliche Unruhe im Auswärtigen Amt gesorgt, den Tod früherer Diplomaten nur noch nachrichtlich zu melden und sie in der Mitarbeiter-Zeitung des Ministeriums nicht mehr mit Nachrufen zu ehren. Anlaß war der Nachruf auf einen wegen NS-Kriegsverbrechen verurteilten früheren Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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