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Anschläge vor G-20-Gipfel : Krawalltourismus

Die Anschläge auf die Bahn treffen die Infrastruktur und damit viele. Sollte das eine Botschaft zum G20-Gipfel in Hamburg sein, so ist es die übliche: Gewalt.

          Ist das ein Vorglühen zum G-20-Gipfel in Hamburg? Zwölf Anschläge auf die Bahn haben bisher niemanden verletzt, aber zu zahlreichen Verspätungen geführt. Das ist ein Angriff auf die Infrastruktur und betrifft viele. Sollte das eine Botschaft zum Treffen in der Hansestadt sein, so ist es die übliche: Gewalt. Denn um die Unterdrückten dieser Erde geht es den von Gipfel zu Gipfel ziehenden Krawalltouristen offenkundig nicht.

          Genau sowenig wie es denjenigen, die angeblich gegen die Europäischen Zentralbank demonstrierten, um deren Politik ging – sie wollten die Frankfurter Innenstadt verwüsten und Polizisten in ihren Fahrzeugen anzünden. Daraus hat man zeitweise den Schluss gezogen, nur noch fernab von Metropolen zu tagen. Nun also Hamburg. Es ist klar, dass internationale Gewalttäter, die selbst von der Globalisierung profitieren, weder Ort noch Agenda internationaler Treffen bestimmen dürfen. Ebenso müssen friedliche Demonstrationen sichtbar bleiben. Themen gibt es genug. Es sollte aber auch klar sein, dass Straftäter mit Strafverfolgung rechnen müssen. Doch das war leider bisher die Ausnahme.

          Verkehr : Bundesweite Brandanschläge auf Kabel der Deutschen Bahn

           

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“, „Staat und Recht“ sowie Frankfurter Allgemeine Einspruch.

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          Quelle: F.A.Z.

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