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Nahles’ Kampfansage : „Ab morgen kriegen sie in die Fresse“

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Die neue Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag: Andrea Nahles stimmt sich und ihre Partei auf eine harte Oppositionsarbeit ein. Bild: TRUEBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Was erwartet die künftigen Regierungsparteien im neuen Bundestag? Wohl eine kämpferische SPD. Die Parolen dafür hat Andrea Nahles schon mal geübt.

          Die neu gewählte Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag Andrea Nahles hat sich und ihre Partei auf ihre zukünftige Aufgabe in der Opposition eingestimmt. Auf die Frage, wie sie sich nach dem Ausscheiden aus der Regierung unter Angela Merkel fühle, antwortete Nahles: „Ein bisschen wehmütig. Und ab morgen kriegen sie in die Fresse.“

          Zuvor ist Andrea Nahles von der SPD-Fraktion mit knapp 91 Prozent und nur 14 Gegenstimmen zu ihrer Vorsitzenden gewählt worden. Sie löst damit den vorhergehenden Fraktionschef Thomas Oppermann ab, der für den Posten nicht wieder angetreten ist.

          Nach der Sitzung der SPD-Abgeordneten sprach Andrea Nahles von einer „Ehre“, als Fraktionsvorsitzende gewählt zu sein und kündigte eine leidenschaftliche Oppositionsarbeit an. „Ich bin sehr dankbar für diesen Vertrauensbeweis. Das ist für mich der Beginn eines Erneuerungsprozesses der SPD", sagte Nahles. Sie ist die erste Frau auf dem Posten des SPD-Fraktionschefs.

          Das alles diene aber nur einem Zweck: Bei der nächsten Bundestagswahl möchte die SPD wieder in Regierungsverantwortung kommen. Zuerst müsse die SPD laut Nahles aber ihre Wahlniederlage aufarbeiten. Die Wahl Andrea Nahles zur Fraktionschefin ist der Versuch der SPD sich auch personell zu erneuern.

          Nach den herben Wahlverlusten bei der vergangenen Bundestagswahl hat die SPD sich sehr schnell für eine Arbeit in der Opposition und gegen eine Beteiligung an einer Neuauflage einer großen Koalition mit den Unionsparteien entschieden. Mit 20,5 Prozent hat die Partei ihr bis dahin schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl eingefahren.

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