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Für mehr Sicherheit : Amerika verlegt zusätzliche Soldaten nach Deutschland

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Amerikanische Soldaten steigen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr (Bayern) in einen Transporthubschrauber. (Archivbild) Bild: dpa

Über 30.000 amerikanische Soldaten sind bereits in Deutschland stationiert. Jetzt kommen weitere 1500 bis zum Jahr 2020 hinzu. Das soll vor allem die Nato und die europäische Sicherheit stärken. Die Verteidigungsministerin ist erfreut.

          Die amerikanischen Streitkräfte verlegen 1500 zusätzliche Soldaten nach Deutschland. Diese sollten „für die Stärkung der Nato und der europäischen Sicherheit im Einsatz sein“, teilte Amerikas Botschafter Richard Grenell am Freitag in Berlin mit. „Die Amerikanerinnen und Amerikaner sind entschlossen, das transatlantische Bündnis zu stärken, und Präsident (Donald) Trumps Zusage, die Verteidigungsfähigkeit der Vereinigten Staaten zu erhöhen, trägt erheblich dazu bei“, teilte er mit.

          Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die angekündigte Verlegung begrüßt. „Die US-Entscheidung die militärische Präsenz bei uns in Deutschland zu verstärken, ist ein willkommenes Zeichen für die Vitalität der transatlantischen Beziehungen“, erklärte die CDU-Politikerin am Freitag in Berlin. „Und sie ist auch ein Bekenntnis zur gemeinsamen Sicherheit.“

          Das Gros der Truppen ist rund um die Luftwaffenbasis Ramstein bei Kaiserslautern, die amerikanischen Hauptquartiere in Stuttgart und Wiesbaden sowie den Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Franken stationiert. Die Zahl der Truppen war seit der letzten Hochphase des Kalten Kriegs Mitte der 80er Jahre kontinuierlich gesunken. Waren 1985 in Westdeutschland noch über 246.000 amerikanische Soldaten stationiert, sank bis 2000 die Truppenpräsenz mit 70.000 auf weniger als ein Drittel. Bis 2017 halbierte sie sich abermals.

          Zuvor Spekulationen über Truppenabzug

          Äußerungen von Trump hatten zuletzt Fragen zur künftigen Rolle der Vereinigten Staaten in der Nato aufgeworfen. So hatte Trump beim Nato-Gipfel einen Alleingang Amerikas angedeutet, sollten die anderen Mitgliedsstaaten ihre Verteidigungsausgaben nicht erhöhen. Das amerikanische Verteidigungsministerium hatte aber einen Bericht zurückgewiesen, in dem über Überlegungen zu einem Truppenabzug aus Deutschland spekuliert wurde.

          Hintergrund waren zum einen die sich zuspitzenden Meinungsverschiedenheiten zwischen dem amerikanischen Präsidenten und der deutschen Kanzlerin. Zum anderen hatte Polen sich als Alternative ins Spiel gebracht und mit einer zwei Milliarden Euro schweren Förderung gelockt, sollten die Amerikaner eine Division ins Nachbarland verlegen.

          Waren die amerikanischen Einrichtungen in Deutschland lange das Rückgrat der westlichen Truppen in Mitteleuropa im Ost-West-Konflikt, nutzt Washington sie inzwischen als vorgeschobene Drehscheibe, Ausbildungslager und Kommandozentralen für die Einsatzgebiete in Afrika, Zentralasien und im Nahen Osten. Eine großflächige Verlegung in Nachbarländer gilt angesichts gewaltiger Kosten und der Mischung aus guten Land-, Luft- und Seewegen als unwahrscheinlich.

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