Home
http://www.faz.net/-gpg-u6h4
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Allensbach-Umfrage Opposition schlägt kein Kapital aus CSU-Querelen

24.01.2007 ·  Die Parteienlandschaft ist über den Jahreswechsel weitgehend stabil geblieben. Der Machtkampf in der CSU hat sich in den jüngsten Umfragen des Allensbach-Instituts noch nicht niedergeschlagen. Die Union konnte sogar leicht zulegen.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (0)

Die deutsche Parteienlandschaft ist über den Jahreswechsel weitgehend stabil geblieben. Der Machtkampf an der Spitze der Union hat sich in den jüngsten Zahlen des Instituts für Demoskopie Allensbach, welche die Zweitstimmen-Wahlabsicht (“Sonntagsfrage“) in Deutschland erfassen, noch nicht niedergeschlagen.

Zwar hat die Union insgesamt leicht zugelegt (jetzt 34,7 Prozent, im Vormonat 33,6 Prozent) und die SPD ebenso leicht verloren (jetzt 29,8, Vormonat 30,4), aber bei den kleineren Parteien FDP, Grüne und Linkspartei ist auf das ganze Land bezogen praktisch keine Änderung festzustellen.

Deutliche Verschiebungen gibt es jedoch in der Bewertung der Außenpolitik der Bundesregierung im Vergleich zu früheren Standortbestimmungen der deutschen Bevölkerung. Diesem Thema ist der Allensbacher Monatsbericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus Anlass der deutschen EU-Präsidentschaft gewidmet.

Die Bürger wünschen sich mehr Zurückhaltung der Bundesregierung in der Welt. Hatten vor fünf Jahren lediglich 29 Prozent eine Selbstbeschränkung in der internationalen Politik gefordert, so sind es nun 52 Prozent. Waren vor fünf Jahren noch 41 Prozent dafür, dass Deutschland mehr Verantwortung in der Welt übernimmt, so teilen jetzt lediglich 30 Prozent diese Einstellung. Einschneidende Veränderungen hat auch die Frage nach dem „besten Freund Deutschlands“ hervorgebracht. Nannten 1950 noch 50 Prozent die Vereinigten Staaten, so tun dies jetzt lediglich 21 Prozent. Allerdings ist diese Zahl dennoch fast doppelt so hoch wie im Februar 2003. Wechselhaft ist die Einschätzung Frankreichs als bester Freund Deutschlands. Jetzt halten 30 Prozent Frankreich für den besten Freund _ so wie vor vier Jahren auch, aber 2005 hatten 42 Prozent der Leute Frankreich an dieser Stelle genannt. (Siehe auch: Allensbach-Analyse: Ein Hauch von Isolationismus in Deutschland)

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen