14.11.2006 · Die guten Nachrichten über die große Koalition in Berlin verbreiten sich langsamer als die Skepsis der Bevölkerung. Gegenüber dem Vormonat verlieren in der aktuellen Allensbach-Umfrage Union und SPD weiter an Vertrauen bei den Bürgern.
Die guten Nachrichten über die große Koalition in Berlin verbreiten sich langsamer als die Skepsis der Bevölkerung. Gegenüber dem Vormonat hat die Absicht der Bürger weiter abgenommen, die Regierungsparteien zu wählen.
In der Sonntagsfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach stimmten 31,2 Prozent der Befragten (Vormonat 31,6) für die Union und 30,1 Prozent (Vormonat 30,4) für die SPD. FDP und Linkspartei konnten dagegen an Zustimmung gewinnen (jetzt 13,3 beziehungsweise 10,2 Prozent), die Grünen sind zwar noch bundesweit betrachtet die zweitstärkste Oppositionspartei, haben jedoch gleichfalls an Vertrauen verloren.
Der Allensbacher Monatsbericht widmet sich in der Mittwochausgabe der Frankfurter Allgemeine Zeitung mit dem Thema der Akzeptanz von Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Unter dem Titel „Das Ende von Humboldts Universität“ berichten Professor Dr. Elisabeth Noelle und Dr. Thomas Petersen von viel Respekt, aber auch wenig Verständnis für die Wissenschaft. 61 Prozent der Bevölkerung sprechen sich für Forschungsverbote auf einzelnen Feldern aus und nur knapp ein Fünftel lehnt solche Verbote ab.
Diese Analysen kann man sich anden Hut stecken!
Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)
- 14.11.2006, 20:16 Uhr