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Affäre Wulff Im Schatten der Wahrheit

 ·  Christian Wulff unterschrieb das dritte Darlehen für sein Haus erst, als die Öffentlichkeit schon von seinem Privatkredit erfahren hatte.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (169)

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Helmut Smith
Helmut Smith (fmsus) - 03.01.2012 10:20 Uhr

Vergeben, aber nicht vergessen

Auch wenn der Lichtkegel im Moment auf Herrn Wulff fällt - er ist nicht der einzige Politiker der blind vor Macht ist und sich selbst überschätzt. Längst ist bekannt, wer gemeinsam vom Buffet speist - sich gegenseitig die Geburtstage ausrichtet oder wer wem einen Batzen günstiges Kapital leiht.

Frau Merkel wiegt sich in Sicherheit...noch - die Dame glaubt sich wohl sicher. Mal sehen, ob das Wahlvieh diese Affäre nach dem ganzen Zirkus richtig zuordnen kann.

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Gerd Görtz
Gerd Görtz (GGoertz) - 02.01.2012 22:50 Uhr

Ehrensold überdenken.

Ich habe mich lange zurückgehalten mit der Bemerkung, dass es hinsichtlich der Bezüge "Jacke wie Hose" ist, wenn er bleibt.
Deswegen sollten auch Klein-, Mini- und Hungerrentner mit langen Einzahlungszeiten zusätzlich zu ihrer mickrigen Hungerrente eine Ehrenrente von sagen wir 500,-€ erhalten, damt das Ehrenabstandsgebot einigermassen eingfehalten werden kann.

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Closed via SSO

Man muss das arithmetisch sehen

Nachdem mit Dr. zu Guttenberg und Schnipp-Schnapp-Mappi zwei Polittalente des deutschnationalen Flügels der CDSU abgetreten sind, ist jetzt ein Wirtschaftslieberaler des Merkel-Flügels dran. Die winzelige Vergünstigung beim Hauskaufkredit ist lachhaft, das Lavieren hinterher dagegen weniger.

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Karl S. Walter

Das Amt des Präsidenten schützen.

Es ist an der Zeit, das höchste repräsentative Amt unserer Demokratie vor weiterem Missbrauch und schwerster Beschädigung durch den derzeitigen Amtsinhaber Christian "Salami" Wulff zu bewahren.

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Alexander Fischer

Zeit für ein wenig Verschwörungstheorie

Wir wissen ja nun alle, dass Merkel Wulff damals als Konkurrenz ausschalten wollte.
Das hat geklappt.
Frau Merkel ist gut Freund mit Frau Springer, kann also über diesen Weg das eine oder andere einfädeln.

Wulff, ungeschickt und wohl auch von Merkel unbeliebt, wird nun von den Medien demontiert, und jetzt denkt das Volk auch: Was für ein Depp.

Merkel hat also die Konkurrenz aufs Altenteil geschoben, und nun aller Welt gezeigt, dass er wirklich nur ein Grüssaugust zu Merkels Gnaden war.

Gefahr ausgeschaltet.

Eine Sache noch: In Verbindung mit dem Titel von Wulffs Buch "Besser die Wahrheit" stellt sich die Frage, ist das ein genialer Zufall, oder verfügt Frau Merkel über einen viel besseren Humor als alle dachten? :D

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Hartmut Rencker

Der Fisch stinkt vom Kopf

Unbequeme Fragen sind mir lieber als bequeme Antworten, sagte einmal Bundespräsident Heinemann. Diese Kultur ist längst untergegangen. Ablenken, Abtauchen, Eitelkeiten, Unfehlbarkeitsanspruch, Bürgerferne sind die Eigenschaften der vom Firmengeld ferngelenkten Politikerkaste. Ausnahmen muss man mit der Laterne suchen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.01.2012 20:14 Uhr
Michael Krispin

Was hat der Angriff des BP auf die Pressefreiheit mit nörgelei zu tun?

Sehr geehrter Herr Bähr,
es ist richtig von Amt und Würde zu reden, aber dann muss die Person, die so ein Amt auskleidet auch an sich selbst höchste Ansprüche stellen.
Denken Sie bitte zurück unter welchen Umständen Herr Wulff zum BP gewählt wurde.
Da fing die Beschädigung des Amtes doch schon an, wenn auch nicht in erster Linie durch ihn Ich hätte sicher auch ja gesagt zu so einem Angebot. Mal abgesehen davon, dass Herr Wulff nun wirklich nicht auffällig wurde durch sein tun in Amt, jedenfalls in meiner Wahrnehmung, wäre ein Rücktritt jedenfalls auch in dieser Hinsicht nicht schlimm.
Die BILD Zeitung bestätigt nun, dass Herr Wulff als oberster Hüter des Grundgesetzes aber eben dieses mit Füssen getreten und unter Androhung von Strafmaßnahmen nun jegliches Augenmaß verloren hat und versucht Zensur mit seiner Amtsmacht im Rücken auszuüben. Nörgelei?
Mit Anstand seinen Hut nehmen (leider) hat nur Frau Käßmann in der letzen Zeit geschafft, wg. Peanuts im Vergleich zu Wulff.

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Lena Waider
Lena Waider (lenada) - 02.01.2012 19:59 Uhr

Danke

Schöner kann man es fast nicht sagen.

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Klaus-Henning Bähr

Irrtum: Der Fisch stinkt in ganzer Länge!

Es drängt sich zunehmend der Eindruck auf, dass hier eine Gemeinde verdrossener Nörgler und selbsternannter Saubermänner ihren Frust ablässt, ungeachtet der Kollateralschäden, die diese peinliche Schlammschlacht für den inneren Frieden in unserem Land und für sein Ansehen in der Welt anrichtet. Vermutlich ist es den Herren Stammtischstrategen, die hier offensichtlich den Ton angeben, auch gar nicht darum zu tun, dass ihre Tiraden irgendeinen Nutzen nach sich ziehen, wenn es ihnen selbst nur guttut. Ich jedenfalls schäme mich für dieses Theater, das einer demokratischen und zivilisieren Gesellschaft unwürdig ist.

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Christa Förster

Deutsche Neidhammelgesellschaft !

Seid doch mal ehrlich - es geht doch nicht in Wirklichkeit um Wulff ! Erstens geht es um Neid, zweitens geht es um Neid, und drittens - um seine Parteizugehörigkeit ! Es ist schon sehr erstaunlich - als ein gewisser Genosse Beck auf Kosten des ZDF seinen Geburtstag mit 700 ! Gästen "feierte", da war das Thema schon nach wenigen Tagen durch - waren ja auch bloß etwa 200.000 € aus der GEZ-Kasse ! Alles pure Heuchelei - panem et circenis sozusagen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.01.2012 19:36 Uhr
Lena Waider
Lena Waider (lenada) - 02.01.2012 19:36 Uhr

Wulff macht sicherlich einen ziemlich reservierten Eindruck,

was nicht untypisch für Niedersachsen ist. Ein Mann des Volkes ist er gewiss nicht. Die Schlammschlacht gegen ihn verstehe ich dennoch nicht, und ich finde sie widerlich. Mittlerweile ist nicht nur das Amt des Bundespräsidenten beschädigt worden, sondern die Demokratie insgesamt.

Gemäß Wikipedia hat sich Wulff als Ministerpräsident von Anfang an durch eine rigorose Sparpolitik ausgezeichnet. Er hat also bereits vor vielen Jahren mit etwas begonnen, was jetzt sowieso kommen wird. Bei der Porscherettung hat er gleichfalls viel Weitsicht bewiesen.

Ich bin alles andere als ein Wulff-Fan. Seine Partei ist nicht meine Partei. Die Hetze gegen ihn, dieses penetrante sich über ihn erheben, was auch hier im Forum zu erkennen ist, kann ich jedoch überhaupt nicht nachvollziehen. Und ja, dafür scheint mir Neid eine wesentliche Motivation zu sein.

Mir gefallen deshalb die sehr ausgewogenen Beiträge von Klaus-Henning Bähr hier im Forum sehr gut. Warum bekommt die Redaktion so etwas nicht hin?

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Andreas Donath
Andreas Donath (adoc) - 02.01.2012 17:10 Uhr

Voll daben ist auch vorbei!

"Erstens geht es um Neid, zweitens geht es um Neid, und drittens - um seine Parteizugehörigkeit !"

Nein, werte Frau Förster, um letztere geht es definitiv nicht. Ich war lange Mitglied der CDU, einige Zeit auch in hauptamtlicher Funktion, und bezeichne mich als wertebewussten Konservativen. Wegen Leuten wie Wulff bin ich ausgetreten, die sich in den Partei-"Mauschelrunden" hochgearbeitet haben, bei denen stets die auf der Strecke blieben, die etwas vom Leben verstanden und Berufserfahrung hatten. Und wegen Typen wie Wulff (und seiner Chefin) mag ich diese Partei auch nicht mehr wählen und muss sehnsüchtig auf eine wählbare Alternative warten (vielleicht Herrn Henkel und die Freien Wähler?), da ich mich von FDP, SPD, Grünen oder gar der Linken ganz und gar nicht vertreten fühlen würde. Neidisch bin ich im Übrigen auch nicht - wer etwas leistet, sollte auch angemessen bezahlt werden. Wer aber sein Amt beschädigt, sollte den Hut nehmen - es geht hier um Anstand, Moral und Integrität.

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Holger Gebhard

Neidisch auf was?

Das müssen Sie schon genauer sagen. Neidisch auf seine Frau oder dass er in Maschmeyers Villa Urlaub machen darf oder dass er billige Kredite bekommt oder dass er in einem Schloss wohnen darf? Oder darauf dass er so viel Geld bekommt, dass man sich fragen muss, warum er noch am Kredit sparen muss? Ich bin gewiss kein CDU-Wähler aber gerade beim Präsidentenamt ist mir die Parteizugehörigkeit ziemlich egal. Wichtig wären herausragende menschliche Eigenschaften, wie etwa seinem Gewissen verpflichtet zu sein wie es z.B. Herr Bosbach gezeigt hat.
Das Neid-Argument wird auch von Herrn Westerwelle gern genutzt um unverschämt hohe Gehälter zu rechtfertigen.

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Klaus-Henning Bähr

Semper aliquid haeret

Wie Bundestagspräsident Lammers zu Recht beanstandet hat, geht es den an der Schlammschlacht um den Bundespräsidenten beteiligten Medien nicht allein um Aufklärung, sondern vor allem um Mehrwert aus der Vermarktung von Sensationen. Der notwendige Partner in diesem üblen Spiel ist das Publikum, das seine Frustration angesichts der nicht wenigen Herausforderungen der globalisierten Welt und der dabei empfundenen vermeintlichen Ohnmacht gern "der Politik" und "denen da oben" anlastet und jede Nachricht begierig aufnimmt, durch die es sich darin bestätigt sieht. Da machen sich natürlich böswillige und schlüpfrige Gerüchte und Unterstellungen besser als eine sachliche Berichterstattung, die zu Gunsten der Ergebnisse eine rechtsstaatlichen Klärung von Vorwürfen auf Vorverurteilungen verzichtet. Eines sollte klar sein: Wie immer die Sache ausgeht: Semper aliquid haeret - es bleibt immer etwas hängen, auch an unserem Gemeinwesen und an uns allen!

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Renee Claude
Renee Claude (recla) - 02.01.2012 11:33 Uhr

(Patt)ex-Präsident

Das, was an uns hängen bleibt, ist dieser Bundespräsident. Hoffentlich nicht "semper", sondern nur vorübergehend, schnell vorübergehend am besten.

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Erwin Wink

SalamiTaktik analog Guttenberg

Der Umgang mit der Wahrheit scheint einem Politiker im Blut mitgegeben worden zu sein. Nur das bereits in den Medien eh Bekannte zuzugeben ist KEINE Aufklärung! Meines ERachtens gehört Wulff genauso vom politischen Geschehen weg, wie auch Guttenberg wegbleiben sollte!
Weg gehören dann aber auch die 199 Tsd. Euro "Belohnung" bis zum Lebensende für den kurzen Job als Bundespräsident!!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.01.2012 11:23 Uhr
Tobias Steiner

Guttenberg

Ich möchte den Baron an dieser Stelle nicht in Schutz nehmen. Aber Guttenberg hat jedenfalls nur des Ruhmes und der Macht wegen agiert. Wulff hingegen will sich zusätzlich noch am Steuerzahler bereichern.

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bernd ullrich

Schwupp! Am Ende hat Gabriel den schwarzen Peter.

Journalismus versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen. Wenn man im Dunkeln tappt, ist es dann gestattet auf Vorgaenge hinzuweisen, die moegliche Taten anderer betreffen. Darf man sie zur Bewertung einer anderen Tat als moralische Skala benutzen.
Hier geht es nicht um politische Schuldzuweisungen nach dem Motto, die sind alle gleich. Aktuell steht ein Bundespraesident und sein Umfeld in der Beurteilung, hat er oder hat er nicht richtig gehandelt.

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Uwe Spieweck
Uwe Spieweck (hukopom) - 02.01.2012 10:08 Uhr

Wulff im Schafspelz oder Der doppelte Krischan

Das Einzige was Herrn Wulff auszeichnete, war die Tatsache, daß er der reputierlichste (UND entbehrbarste) Farblose war, der gegen Gauck aufbietbar war. Nun hat er sich, was man in so einem Fall ja nie tun darf, als Katholik im negativsten Sinne geoutet (unter frdl. Mithilfe der 4. Gewalt - die Opposition erscheint hier, sogar der sonst oberpopulistische Gabriel, aus noch(!) nicht verständlicher Motivation als Totalausfall. In Abwandlung seines Mainstream-Blabla scheint er hier "der festen moralischen Überzeugung, daß Chuzpe zu Deutschland gehört". So recht er damit großenteils leider hat - er sollte sich SOFORT ans Pult setzen und seinen Rücktritt in einem Zweizeiler erklären und sich inkognito absetzen (dürfte ihm ja nicht schwerfallen). Und er verschone uns AUCH JETZT von einem Statement bezüglich seiner Un-Person (womöglich a la Dr. Guttenberg). Ah nein, eine Erklärung ist er dem deutschen Volk noch schuldig: die Verzichtserklärung auf seinen lebenslangen Ehrensold.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.01.2012 15:04 Uhr
Karl S. Walter

Oppositionsmotivation

Vielleicht liegen in niedersächsischen Staaskanzleikellern neben Wulffs Leichen auch solche anderer (Ex-)Ministerpräsidenten herum? Schröders und/oder Gabriels? Der Politischen Klasse sollte man parteiunabhängig nicht mehr über den Weg trauen. Schon gar nicht, wenn eine Opposition offenbar ihren Aufgaben nicht nachkommt ...

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Rainer Jürgen Haußmann

@ Frau Lena Waider: Vielen Dank, wir wissen, was ein variables Darlehen ist . . .

aber was wir nicht wissen, wie man als Kreditnehmer an ein derartiges Darlehen zu Einkaufskonditionen der Bank rankommt.

Außerdem wissen wir nichts konkretes, trotz Entbindung vom Bankgeheimnis und Offenlegung der Unterlagen.

Es ist ja ehrenwert, wenn Sie Wulff verteidigen, aber dann doch bitte sachlich und stichhaltig.

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Michael West

Der Doppelagent

Er kassierte, mittlerweile offensichtlich, von zwei Seiten. Geliefert hat er aber wohl nur für den nicht öffentlichen Teil.

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Karl S. Walter

Im Schatten: die Wahrheit.

Und wieder ein Scheibchen eingestandene Ungradlinigkeit. Seh' ich mir ne Salami an, dann denk ich an Wulffs Christian. Gute Güte, welch ein peinlicher Mensch.

N. b. geht es nicht an, dass der Sozialdemokrat Gabriel den ungradlinigen Schnorrer und Salamitaktiker Wulff im Amt halten möchte mit der lachhaften Begründung, ein zweiter Präsidentenrücktritt in so kurzer Zeit riefe womöglich eine Staatskrise hervor. Das kann doch wohl kein Kriterium sein. Hier wird Gabriels mangelndes Format deutlich sowie ein verächtliches Rechts- und Moralverständnis, das Angehörige der Politischen Klasse wie Wulff und Gabriel hegen.

Die niedersächsische Sozialdemokratie scheint offenbar ihrerseits heftig Leichen im Keller zu haben. Sonst ließe sie sich die Verschleierungs- und Blockadetaktik der CDU nicht so sang- und klanglos gefallen.

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Klaus Michael Strauss

"Rettung" von Porsche?

Die realwirtschaftliche Substanz von Porsche als erstklassiger Autobauer und in der Branche führender Entwickler war doch wohl nie gefährdet?
Es handelte sich um einen feindlichen Übernahmeversuch mit Gegenfinanzierung im Stil glorreichen Investmentbankings. Mit zur Spekulation verführtem Eigentümerkreis.

Die Übernahmeangebote hätten sich überschlagen, einige Milliardäre wären ärmer gewesen. Und notfalls hätte der deutsche Staat eine grandios bessere Beteiligung bekommen als bei allen Bankenrettungen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.01.2012 20:11 Uhr
Lena Waider
Lena Waider (lenada) - 01.01.2012 20:11 Uhr

Ja klar, es wäre dann vielleicht kein deutsches Unternehmen mehr gewesen ...

... nur so mal zum Nachdenken im neuen Jahr.

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Regine  Berger

Vielen Dank für die Vorarbeit, Herr Bundespräsident!

Als Stuttgarterin, die auch noch Kredite abzubezahlen hat, werde ich mich mit der BW Bank ins Benehmen setzen und um einen gleichen Zinssatz bitten, der mir Dank Ihrer Vorarbeit sicher gewähret wird. Oder muss ich sonst noch etwas tun?
Beste Grüsse
Himmel-Hoelle

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.01.2012 16:53 Uhr
Lena Waider
Lena Waider (lenada) - 01.01.2012 16:53 Uhr

Erstens würde ich Ihnen nicht raten, ...

einen solchen Kredit anzunehmen, denn er ist nur in der Form, wie ihn die Medien darstellen, günstig. Die entscheidende Information ist, dass der Zins variabel ist. Er hätte jederzeit auch auf 8% ansteigen können (z. B. hätte er im Oktober 2008, als Wulff sein Haus kaufte, wohl dort gelegen, denn der Euribor stand auf über 5% und nicht bei 0,4% als Wulff den Kredit bei der BW-Bank bekam).

Zweitens könnten Sie sich bei der Gelegenheit als Stuttgarterin bei Wulff für die Rettung von Porsche bedanken. Das Land Niedersachsen ist maßgeblicher Anteilseigner von VW. Wulff hätte in 2009 nur sagen müssen: "Die Rettung Porsches liegt nicht in unserem Interesse und ist zu teuer. Deshalb: Nein - kein Einstieg von VW bei Porsche."

Ganz nebenbei hat Wulff hierbei auch der BW-Bank einen Milliardenverlust erspart, denn die ist Porsches Hausbank. Auch dafür könnten Sie sich als Stuttgarter Sparerin bedanken.

Und gleich darauf könnten Sie noch sagen: Ach ja, dafür gönne ich ihm den Kredit. Oder?

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Andreas Donath
Andreas Donath (adoc) - 01.01.2012 14:21 Uhr

Ein guter Tag

"Heute ist ein guter Tag zum Sterben" - fast alle kennen wohl die witzige Werbung eines bekannten Schokoriegel-Herstellers mit einem greisen Indianer, der alles für den feierlichen Einzug in die ewigen Jagdgründe vorbereitet hat, dann aber im letzten Moment den schmackhaften Schokoriegel gereicht und auf einmal wieder pure Lust am Leben bekommt. Nun, keiner will irgendwen sterben sehen, aber im übertragenen Sinne könnte man sagen: Heute wäre ein guter Tag zum Rücktritt, werter Herr Wulff. Keiner wird Ihnen mehr den heiß ersehnten Schokoriegel reichen, Sie jedoch könnten zahllosen Mitbürgern einen höchst erfreulichen, erleichterten Neujahrstag bescheren. Das wäre doch ein würdiger Abgang. Denken Sie darüber nach - ein paar Stunden verbleiben ja noch.

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Bernd Hoffmann

Die Quantifizierung der Wahrheit

Ich sehe hier 3 Teilaspekte:1. War das Handeln von Wulf legal? Hier müssen die zuständigen Instanzen entscheiden, wobei ein wichtiger Punkt der Nachweis von Vorteilen wäre, die nicht nur Wulff genossen sondern auch umgekehrt als Dank für die Zuwendung seinem Kreditgeber unter Ausnutzung der Macht seines Amtes gewährt hat. 2. War das Handeln politisch korrekt ( selbst wenn an der Rechtmäßigkeit keine Zweifel bestünden )? Dass Spitzenpolitiker Freunde in der Industrie haben, ist ja weder ungewöhnlich noch "verboten", selbst ein Mann ohne Tadel wie Johannes Rau machte da keine Ausnahme. Dennoch erfordern diese ein hohes Maß an Sensibilität, um jeden Anschein (!) der Verquickung persönlicher und politischer Interessen zu vermeiden. 3. Umgang mit der Wahrheit? Es ist immer schlecht, als angeschossener Politiker nur das zuzugestehen, was nicht mehr geleugnet werden kann. Solange er aus der Sache nur mit einem "Freispruch 2. Klasse" herauskommt, sollte er aus Respekt vor dem Amt zurücktreten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.01.2012 14:30 Uhr
Heinz Rehbein

Das sehe ich auch so, denn

er wird nie über einen Freispruch 2. Klasse hinaus kommen, analog dazu wie er durch sein Wahlergebnis 3. Klasse hineingekommen ist (wurde).

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Marco Zeino
Marco Zeino (Zeini) - 01.01.2012 11:42 Uhr

Ein Indikator für die politsche Klasse

Die Affäre Wulff ist das letzte Theaterstück in dem sich die Krise der bundesrepublikanischen Politik zeigt. Es gibt keine Menschen mehr die aus Überzeugung in die Politik gehen, wie die Kriegsgeneration, sondern nurmehr aalglatte Berufspolitiker, die grundsätzlich nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Wulff ist ein Prototyp. Harmloses Schwiegersohngesicht für die Wahlplakate und in vorauseilendem Gehorsam vor den linken Medien politisch überkorrektes aber hirnloses Zeug babbeln bis hin zur Verleugnung seines eigenen Volkes, aber hinter der Fassade zeigt sich ein verkommenes Bild. Wulff beschödigt nicht nur das Grüßaugustamt, er wird zur immer weiter schreitenden Politikverdrossenheit beitragen. Bei mir zumindest. Wenn schon der Bundespräsident keinerlei Hemmungen hat, sich derartig zu benehmen (wäre die jetzige Angelegenheit vorher aufgekommen hätte er nicht Präsident werden können), wie müssen sich dann im Rang niedrige Politiker erst benehmen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.01.2012 13:02 Uhr
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Pater Filuzius

Das Stichwort "harmloses Schwiegersohngesicht" hat mich an Wilhelm Buschs Bildergeschichte von der "Frommen Helene" erinnert. Pater Filuzius ist natürlich nicht der Schwiegersohn, aber er versteht es, mit frommer Miene und gen Himmel erhobenen Augen darüber hinwegzutäuschen, dass er es faustdick hinter den Ohren hat. Der Vergleich mit Wulffs Weihnachtsrede drängt sich auf, die von Kitsch geradezu troff, aber denn doch in krassem Gegensatz zur tatsächlichen Schläue des Redners steht.

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Jahrgang 1963, Leiter des Büros der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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