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Mecklenburg-Vorpommern : Ex-Funktionär der Schweriner AfD-Landtagsfraktion verlässt Partei

  • Aktualisiert am

Matthias Manthei, ehemaliger Geschäftsführer der Landtagsfraktion der AfD in Mecklenburg-Vorpommern Bild: dpa

Nach der Bundestagswahl war Matthias Manthei aus der AfD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern ausgetreten. Jetzt kehrt er auch der Partei den Rücken – und vergleicht sie mit einer Mafia-Familie.

          Der frühere AfD-Fraktionsgeschäftsführer im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Manthei, hat seinen Austritt aus der Partei erklärt. „Das Projekt Alternative für Deutschland ist beendet“, schrieb der 45-Jährige am Sonntag in einer persönlichen Erklärung. Er warf der AfD vor, zur Plattform für Rechtsradikale geworden zu sein. „In der Partei haben sich zahlreiche frustrierte Menschen versammelt, die voller Hass gegen Andersdenkende sind, innerhalb und außerhalb der Partei“, schrieb Manthei.

          Für die radikalen Mitglieder sei die AfD keine Partei, die als Organisation im parlamentarischen System notwendig sei. „Es scheint eher als Ersatzfamilie zu dienen, wobei Familie im Sinne einer Mafia-Familie zu verstehen ist, die man nicht verlassen kann und in der man sich gegenseitig wirtschaftlich versorgt.“

          Manthei war bereits am Tag nach der Bundestagswahl zusammen mit drei weiteren Abgeordneten aus der AfD-Landtagsfraktion ausgetreten. Die vier Abtrünnigen gründeten die Fraktion „Bürger für Mecklenburg-Vorpommern“. Manthei, von Beruf Richter in Anklam, hatte seine politische Karriere in der CDU begonnen, war aber später aus der Partei ausgetreten.

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