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Überarbeitung in Asylbehörde : 2017 fast 100.000 Überstunden beim Bamf

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Außenansicht vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg Bild: dpa

Die Bamf-Mitarbeiter sind trotz des Rückgangs der Flüchtlingszahlen auch 2017 noch völlig überlastet gewesen. Die Linke kritisiert, der Innenministerium setze auf einen „Kollaps“ der Mitarbeiter.

          Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) haben die Mitarbeiter im vergangenen Jahr fast 100.000 Überstunden geleistet. 2017 wurden 96.728 Überstunden angeordnet und ausbezahlt, wie das Bundesinnenministerium auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion erklärte, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag. Das war ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als es beim Bamf 115.166 Überstunden gegeben hatte.

          Der aktuelle Gleitzeitstand, der über der Kappungsgrenze von 40 Stunden liegen, beträgt demnach 83.822 Stunden. Als erstes hatten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland über die Antwort des von Horst Seehofer (CSU) geführten Innenministeriums auf die Linken-Anfrage berichtet.

          Die stellvertretende Linken-Fraktionsvorsitzende Susanne Ferschl kritisierte die hohe Zahl der Überstunden beim Bamf scharf. Die Arbeit der Bamf-Mitarbeiter werde „seit Jahren systematisch sabotiert“.

          „Die Beschäftigten schuften bis über die eigene Belastungsgrenze und das CDU/CSU-geführte Innenministerium setzt aus politischen Gründen bewusst auf deren Kollaps.“ Dadurch werde das ohnehin schon stark eingeschränkte Recht auf Asyl „gezielt ausgehebelt“ und das Vertrauen in bestehende Institutionen beschädigt.

          Das Bamf ist in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen geraten, insbesondere wegen der Affäre um mutmaßlich unrechtmäßig erteilte Asylbescheide in der Bremer Außenstelle der Behörde.

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