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SPD Nahles bringt Wowereit als Kanzlerkandidaten ins Spiel

31.08.2011 ·  SPD-Generalsekretärin Nahles hat den Berliner Bürgermeister Wowereit als möglichen Kanzlerkandidaten ins Gespräch gebracht. Parteichef Gabriel warnt vor einer verfrühten Kandidaten-Diskussion - und verweist auf sein Vorschlagsrecht.

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Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat sein Vorschlagsrecht für die SPD-Kanzlerkandidatur 2013 betont. Er werde dieses Recht als Parteivorsitzender wahrnehmen, sagte Gabriel der Oldenburger Nordwest-Zeitung. Eine Entscheidung werde wahrscheinlich im Frühjahr 2013 fallen. Gleichzeitig warnte der SPD-Chef vor einer Kandidaten-Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt. „Die Menschen wollen Antworten haben auf die Euro-Krise“, sagte er. „Deshalb ist es klug, dass sich die SPD gegenwärtig nicht mit Personalfragen beschäftigt, die erst in zwei Jahren anstehen.“

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles brachte den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit als möglichen Kanzlerkandidaten ins Gespräch. Wenn Wowereit die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 18. September gewinne, wäre das sein dritter Sieg in Folge, sagte Nahles der „Berliner Morgenpost“ . Gabriel habe bereits gesagt, „dass jeder Ministerpräsident in der SPD geeignet ist für Höheres. Dem stimme ich zu“, sagte Nahles.

Steinbrück in Umfragen vorn

Gabriel gilt - neben dem ehemaligen Finanzminister Peer Steinbrück und dem Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier - als möglicher Kanzlerkandidat der SPD bei der Bundestagswahl 2013. Vor allem Steinbrück ist einer aktuellen Umfrage zufolge so beliebt wie nie. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Magazins „Stern“ ist der frühere Bundesfinanzminister der Politiker, dem die Bürger zurzeit am meisten vertrauen. Gabriel rangiert deutlich hinter Steinbrück und auch hinter Steinmeier.

Bei der Umfrage konnten die Befragten Punkte von 1 („kein Vertrauen“) bis 100 („sehr hohes Vertrauen“) vergeben. Steinbrück erhielt im Schnitt 58 Punkte und damit einen Punkt mehr als im Ranking Mitte Juni. Er liegt damit zum ersten Mal auf Platz 1 vor Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die 57 Punkte bekam (-2). An dritter Stelle folgt SPD-Fraktionschef Steinmeier mit 55 Punkten (-1). Finanzminister Wolfgang Schäuble und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (beide CDU) kamen auf je 52 Punkte, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf 47 Punkten (-2). Gabriel geben die Deutschen 44 Vertrauenspunkte.

Er liegt gleichauf mit dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer (44 Punkte, -2). Größte Verlierer sind Grünen-Fraktionschefin Renate Künast (41 Punkte, -3) und FDP-Chef Philipp Rösler (37 Punkte, ebenfalls -3). Am Ende der Skala stehen Linke-Fraktionschef Gregor Gysi (33 Punkte, -1) und als Schlusslicht Guido Westerwelle (FDP). Der wegen seiner Haltung im Libyen-Konflikt umstrittene Außenminister kommt auf 30 Punkte (-1).

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