21.02.2011 · Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat die Niederlage ihrer Partei bei der Wahl in Hamburg eingestanden. Sie machte unter anderem die Personalwechsel der Vergangenheit verantwortlich: Der Rückzug des damaligen CDU-Bürgermeisters Ole von Beust habe „viele Wähler sicherlich enttäuscht“.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
In Berlin kapieren die CDU-lerInnen die Wahlniederlage von Hamburg doch gar nicht. Sie glauben gar, Hartz IV wäre daran schuld. Die CDU scheitert inzwischen daran, dass man christlich und demokratisch nun einmal nicht unter einen Hut bringen kann. Christlich heißt Nächstenliebe, ist persönlich, geduldig, engagiert, selbstlos. Demokratisch heißt Fernstenliebe, Zwangsverbrüderung, ist lamentierend, parlamentarisch, parteiisch und korrumpiert.
Die CDU als Partei hat keine Zukunft. Personell wird sie immer fadenscheiniger, programmatisch ist sie entlarvt. Die Demokratie gehört nun einmal dem Sozialismus. Sie läßt sich weder liberal-verfassungsmäßig beschränken noch dauerhaft christlich-menschlich gestalten. Kollektivistische Ideologien haben nun einmal eine Eigendynamik. Die kommt selbst im idealen Schweizer Modell immer deutlicher zu tragen. Die Lösung heißt nicht basisdemokratischer zu werden, sondern von Grund auf wieder neu - im Rückgriff auf jahrhundertealte Erfahrungen - Letztentscheidungsrechte sachlich und förmlich so zu gestalten, dass sie den Betroffenen dienen, Nichtbetroffene fernhalten und ihre Anwendungen selbst im kommunikativem Wettbewerb stehen. Dazu gilt es (juristische) Parallelgesellschaften nicht nur zu denken.
Verantwortung? Bei Merkel und Mappus Fehlanzeige.
Bei allen ist es ein regionales, ein ausschließlich Hamburger Ergebnis. Ist es das wirklich? Die deutsche Gesamtlage soll keine Rolle gespielt haben? Weil die SPD die absolute Mehrheit gewinnen konnte? Im Bund führt Rot/Grün eindeutig vor Schwarz/Gelb. In den Ländern, in denen dieses Jahr gewählt wird, sieht es für die CDU nicht wesentlich besser aus. Wenn das zum Trend wird, ist für die CDU Ende 2013 endgültig Schluß. Das ist die bittere Wahrheit für die CDU. Die Bürger dagegen können aufatmen.
bei der nächsten Wahl ihr Kreuzchen bei den "Sonstigen" zu machen. Das wäre ein Denkzettel, der im jeweiligen Parlament auch ernst genommen würde.
Aber es gab auch gute Nachrichten: Mutti wurde hoffentlich deutliche gemacht, dass sie Erfahrung in NRW kein Einzelfall war. Die Deutschen wollen keine zweite sozialdemokratische Partei. Und: Die Grünen sind nicht mehr in der Regierung und können ihre irren Gesellschaftsprogramme fürs erste nicht durchdrücken. Schließlich: Die FDP ist wieder da. Sie bildet ja derzeit das einzige (schwache) Korrektiv zur Sozial"demokratie" in der BRD.
Ich fordere alle Nichtwähler auf,
bei den kommenden Wahlen wählen zu gehen und ihren Wahlzettel ungültig zu machen, da dies die einzige Möglichkeit ist, den Parteien ihr Missfallen zu zeigen. Wer nicht wählen geht wird den "Zufriedenen" zugerechnet, denn daß Parteien die steigende Zahl von Nichtwählern als Kritik an ihrer Politik zur Kenntnis nehmen ist mehr als unwahrscheinlich. Dazu sind unser "Volksvertreter ohne ausreichende Wählerschaft" viel zu selbstherrlich und arrogant.
@ Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1): "Und so will man Wahlen gewnnen?" Haben
Sie schon mal darüber nachgedacht, dass es bei der Politik der Frau Dr. Merkel genau darum nicht geht? Wahlen für die CDU gewinnen ist nicht ihr Ziel. Dies mag das Ziel des unglücklich und unfähig agierenden Chr. Ahlhaus gewesen sein, aber die Kanzlerin hat andere Ziele.
Ein weiterer Sargnagel in der Karriere von Mutti...
.. aber sagen darf und will ihr das keiner im Umfeld. Fast jede Landtagswahl ist auch ein Indikator für die jeweilige Bundesregierung. Als nächstes fällt BW im März, und RP wird den Beck-Bart wohl behalten. CDU-Granden - aufwachen...ach, in der CDU gibt es ja gar keine konfliktfähigen Charaktere mehr mit eigener Meinung.
@ Volker Kulessa (solelite): "Merkel muß weg". Diese Klebstoffgeneration von
Politikern ist sehr schwer aus den Ämtern zu entfernen. Dass es in HH mit der "grünen Mafia" der CDU so hervorragend geklappt hat, die aus der Regierungsverantwortung zu schmeißen, ist schon ein kleines Wunder. Die Verursacher des Desasters, der Noch-Bürgermeister Ahlhaus und sein Parteichef und Noch-Fraktionsvorsitzender haben ihre Achtersteven offensichtlich mit Klebstoff bestrichen, so sehr hängen die an ihren Führungspositionen. Keine Einsicht in eigenes Fehlverhalten und Versagen.
Der Nachfolger des Quitsches (Nicht-Hamburger) Ahlhaus hat jedenfalls bei einem Scheitern seiner Mission keine Ausrede mehr. Macht er schlechte Politik für Hamburg, ist er ebenso schnell weg vom Fenster, wie die CDU und sein Vorgänger.
in Presse und Fernsehen immer noch als konservativ ghandelt, jedoch ihr Fundament hat sie längst verloren.
Die Union - mit MERKEL, SEEHOFER, RÖTTGEN - hat die Wahl immer linker zu werden und damit die besseren Sozialdemokraten und Grüne zu sein, den kürzeren ziehen, oder den in Nichtwählertum und Resignation Geflüchteten bürgerlichen und konservativen Wähler wieder eine Stimme zu geben.
Hamburg läßt grüßen!
Na da staunt man aber über derartig schnelle Analysen
Und der Eiertanz der CDU geht ja weiter: Egal ob der Verteidigungsminister oder die Arbeitsministerin, wie man mit denen Vertrauen zurück gewinnen will, darf einen gespannt machen. Die Personalpolitik der Kanzlerin und ihre Wirtschafts-und Finanz-Politik sind ja nun wirklich keine Schmuckstücke. Die Superleistung der Arbeitsministerin mit der "Hartz4-Reform" wird von allen Leistungsträgern der Gesellschaft als Zumutung empfunden werden. Auch hier hat man wieder Geld ausgegeben, was man nicht hat. Und über den Verteidigungsminister sind genug Worte gewechselt. Die ganze Aufmerksamkeit ist schon zuviel des Guten. Und so will man Wahlen gewnnen?
Herr Trummler, noch fließt die Elbe in die Nordsee!
In Ihren Visionen scheint Olaf Scholz, gemeint Elbe, direkt in den Indischen Ozean
zu münden. Man sollte Scholz zumindest ein halbes Jahr dienen lassen, um zu
neueren Erkenntnissen zu gelangen. Hamburg ist nicht Stuttgart oder Magdeburg!
Wen meinen Sie eigentlich als "weibliche Nietentruppe": Kauder oder eher Pofalla?
Aber abgesehen von der Gender-Frage haben Sie im Grunde natürlich Recht: Merkel hat CDU ruiniert, so wie Schröder die SPD.
Trotzdem hat die Partei eine feste Basis und kann sich nach ein paar Jahren in der Opposition erholen. Vorausgesetzt natürlich, dass die gesamte Merkel'sche Truppe, ob M oder W, aus der Politik, in der sie nix taugt, weggejagt wird. Übrigens verstehen das auch diese Personen selbst, und jede/r von ihnen bereitet sich schon einen warmen Pöstchen in einem Vorstand für die Zeit vor, wenn ihre totale Regierungsunfähigkeit für da ganze Volk offenbar wird.
Wenn dies so einfach zu erklären wäre Frau Merkel und Wasserträger,
dann können Sie ja ganz entspannt das Ergebnis in Baden- Württemberg abwarten.
Auf Ihre merkelgefärbte Kommentierung bin ich schon heute sehr gespannt.
Eventuell begreifen Sie, zusammen mit Ihren Jasagern, gute Leute sind Ihnen inzwischen ja alle abhanden gekommen, bzw.stellen sich selbst ins Abseits, heute bereits, was den grandiosen Wahlsieg von Scholz, nicht von SPD!!!! die müssen ebenfalls noch viel lernen und begreifen, ausgemacht hat: Ehrlichkeit im Auftreten und in der Aussage davor und danach, so überzeugend dass es glaubhaft wirkt. Klar, beweisen muss Scholz das noch, ich glaube ihm: er wird es. Leider haben wir in BW (noch) keinen Politiker vom Schlage Scholz, und deshalb ist zu befürchten, dass die Partei der Nichtwähler ihr Ergebnis wesentlich verbessern wird!!! Leider! und absolut nicht gut für's Ländle.
Anstieg Staatsverschuldung wg. Bankenrettung: 232,2 Mrd - aber Ole sei schuld
... wenn niemand mehr den politischen Arm der Bankenlobby wählt.
( Für die sogenannte "Euro-Rettung" ( Variante der Bankenrettung ) dürfen Sie getrost ein Mehrfaches der o.g. 232,2 Mrd zusätzlich ansetzen ).
Asmussen, Ackermann, Landowsky, Nonnenmacher, Fuchs, Gribkowsky, W.Schmidt, A.Wieandt -um nur einige zu nennen - sind die wirklichen Totengräber der Union.
@ Horst Trummler: Richtige Analyse - falsche Konsequenz
Werter Herr Trummler, Ihre Analyse des trostlosen Zustands der ehemaligen Volkspartei CDU ist richtig. Doch die Konsequenz daraus, die Sie andeuten, ist definitiv falsch. Sie hoffen offenbar darauf, dass ein CDU-Kandidat, der den Menschen das alte, leicht konservativ eingefärbte Lebensgefühl wieder vermitteln würde, die Krise der Union heilen könnte (35 % der Wählerstimmen). Sie deuten auch an, dass Sie dann die CDU weiterhin wählen würden. Die CDU ist aber nicht mehr heilbar. Sie hat ihre Rolle in der Geschichte gehabt. Seit geraumer Zeit hält sie die Volksschichten, die ihr mal zugetan waren, nur noch hin und von besseren Alternativen ab. Die hiesigen Christdemokraten haben sich inzwischen so deplaciert wie vor ca. 15 jahren die italienischen Christdemokraten. Ein kritischer, selbstbewußter Bürger von rechts oder meinetwegen aus dem bürgerlichen Lager verweigert dem beliebigen Unions-Sammelsurium von Ideen, Schnapsideen und Banalitäten in Zukunft seine Stimme.
@ Horst Trummler: Richtige Analyse - falsche Konsequenz
Werter Herr Trummler, Ihre Analyse des trostlosen Zustands der ehemaligen Volkspartei CDU ist richtig. Doch die Konsequenz daraus, die Sie andeuten, ist definitiv falsch. Sie hoffen offenbar darauf, dass ein CDU-Kandidat, der den Menschen das alte, leicht konservativ eingefärbte Lebensgefühl wieder vermitteln würde, die Krise der Union heilen könnte (35 % der Wählerstimmen). Sie deuten auch an, dass Sie dann die CDU weiterhin wählen würden. Die CDU ist aber nicht mehr heilbar. Sie hat ihre Rolle in der Geschichte gehabt. Seit geraumer Zeit hält sie die Volksschichten, die ihr mal zugetan waren, nur noch hin und von besseren Alternativen ab. Die hiesigen Christdemokraten haben sich inzwischen so deplaciert wie vor ca. 15 jahren die italienischen Christdemokraten. Ein kritischer, selbstbewußter Bürger von rechts oder meinetwegen aus dem bürgerlichen Lager verweigert dem beliebigen Unions-Sammelsurium von Ideen, Schnapsideen und Banalitäten in Zukunft seine Stimme.
"Es gehe nun darum, Vertrauen zurückzugewinnen."
Dann müssen "Köpfe rollen", und nicht nur in Hamburg.
das Wahlergebnis ist auch eine KLATSCHE für Frau. M., aber sie merkt es nicht. Und in der CDU merkt es offenbar auch niemand. Muß man also in BW am 27.3.11 versuchen die CDU aufzurütteln. Schade für Mappus.
Ein solcher Landtagstssunami(HH) wird in Bezug auf die kommenden
2011er Wahlen nicht spurlos an Merkel vorbeigehen!
Na dann ist ja alles in Butter.
Guttenberg ist nicht so schlimm, Hamburg ist ja typisch SPD Land, an der Bundespolitik hats keinesfalls gelegen, Schwamm drüber, wird schon. Fehlt nur noch, daß das Ergebnis ein Erfolg für die CDU ist? Vielleicht ist ja alles ein Erfolg für die CDU, bei dem die Öffentlichkeit vom eigentlichen Desaster, der EU-Ausbeutung Deutschlands abgelenkt wird?
Das ganze erinnert mich irgendwie an die letzten Tage des Untergehers ...
Nein, kein typisch hamburgisches Ergebnis, sondern das ....
.... typische Ergebnis einer Partei die ein sehr großes Problem hat - und die Spitze dieses Problems heißt: ..................... M E R K E L !!!!!!!