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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Im Gespräch: Christian Lindner „Wir brauchen ein EEG-Ausstiegsgesetz“

 ·  Der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen FDP fordert mehr Markt in der Energieerzeugung und das Ende des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Den „Nein-Sager“ spielen wollen die Liberalen in Düsseldorf dennoch nicht - sagt Lindner.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (17)

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Jochen Wittkamp

Kompetenz in Energie - aber ohne die FDP!

Mit ihren Meinungsäusserungen in der FAZ disqualifizieren Brüderle und Lindner ihre Partei in allen energiewirtschaftlichen Fragen. Klar ist Strom aus erneuerbaren Quellen teuerer als "dreckiger" (d.h. emissionsbehafteter) Strom aus alten, abgeschriebenen Kohle- oder Ölkraftwerken. Das ist eben der Preis, den die Gesellschaft zwangsläufig zahlen muss, nachdem sie die Atmosphäre in den letzten Jahrhunderten bzw. Jahrzehnten mit diversen Schadstoffen vollgepustet hat und nun alle Mühe hat, die Auswirkungen (Klimawandel) in einem - wenn überhaupt - tolerierbaren Rahmen zu halten. Wenn man die Kosten zur Beseitigung der Emissionen den Verursachern zurechnen würde (was eigentlich nur Recht wäre), wäre Energie aus konventionellen Quellen erheblich teurer als z.B. Windstrom. Die FDP sieht da aber offensichtlich keinerlei Zusammenhänge. Hauptsache Wirtschaftwachstum, das wird schon alles richten....hat sich bei denen überhaupt mal jemand näher mit der Thematik beschäftigt???

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 13:42 Uhr
Jochen Wittkamp

Ist natürlich alles Zufall,..

...Herr Blum, dass gestern der wärmste Mai (global gesehen) bekannt gegeben wurde....
Am Besten, Sie schauen sich das mal in einem klimasensibleren Areal (z.B. den Alpen) selbst an: Wo Gletscher mal waren und wo sie jetzt enden.
Es gibt sehr wohl eine Korrelation zwischen CO2-Gehalt in der Atmosphäre und dem Temperaturanstieg, die ist sogar sehr deutlich sichtbar.
Der 100%ige Beweis, dass CO2-Emissionen zu einer Temperatursteigerung führen, steht tatsächlich noch aus. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber SEHR hoch.
Ihre Antwort erinnert mich an die Argumentation der Tabakindustrie: die hat auch jahrzehntelang behauptet, Rauchen führe nicht zu Krebs (der absolute Nachweis wäre ebenfalls noch zu führen).

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Dietmar Blum

Mit der Thematik beschäftigen

sollte sich der Herr Wittkamp, dann wüßte er, daß es keinerlei Korrelation zwischen CO2+ "Klimawandel" gibt, außer in der Gedankenwelt und den in den Rechenmodellen sog. "Klimaschützer"!
Einen wissenschaftlich, experimentell belastbaren Beweis für ihre Thesen sind sie allesamt bislang schuldig geblieben.

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Helmut Erb
Helmut Erb (HelmutErb) - 16.06.2012 15:47 Uhr

Nicht glaubwürdig

Was Lindner sagt, klingt liberal und gut. Was die FDP tut, ist keineswegs liberal, sondern - vor allem in der Energieversorgung - Planwirtschaft in Reinkultur.

Eine liberale Partei wird in diesem Land dringend gebraucht. Diese FDP braucht kein Mensch.

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 16.06.2012 13:55 Uhr

Sie wird schon wieder frech, diese FDP !

Keine Förderung des Solarstromes mehr, dadurch Zehntausend neue Arbeitslose, Ausstieg aus dem Erneuerbare-Energei-Gesetzes usw. Angeblich und gelogen: immense Kosten für neue Stromnetze. Und am Ende die Drohung mit Weiterführen der Atomstromindustrie oder mit exorbitant hohen Strompreisen, obwohl, wenn man alles zusammenrechnet, kein Strom so teuer ist, wie der Atomstrom.
Wir müssen sie abwählen, diese FDP! Und ganz besonders Herrn Lindner.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 09:20 Uhr
Dietmar Blum

Herr Wurtz,

was heißt "wir" müssen sie abwählen, diese FDP?
Allenfalls Sie persönlich...!
Ein Jeder, der nicht die grünrot eingefärbte Brille aufgesetzt hat, wird es nicht.

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Paul Banaschak

Es gibt ein großes Bedürfnis nach einer liberalen Partei, die in der politischen Mitte Anwalt des

gesunden Menschenverstands ist.
Dem ist ganz bestimmt so. Leider ist die FDP schon lange nicht mehr dieser Anwalt. Das ist fatal für den Wohlstand Deutschlands.

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Jan Frisch

Noch dümmer geht nicht!

Herr Lindner sagte: "Aber die durch das EEG garantierte Vergütung in Verbindung mit dem Einspeisevorrang von alternativer Energie, das ist nicht mehr zeitgemäß. "
Angesichts von 160GW/h Windstrom, der allein im letzten Jahr nicht in das Netz eingespeist werden konnten, (wenn man es in Euro umrechnet wird die Wut noch größer - ca. 32mio Euro bei 20c/Kw/h, die vor allem kleinen Investoren fehlen!) ist diese Aussage von Herrn Lindner so ziemlich das dümmste und schädlichste, was ein einzelner Mensch von sich geben kann.
Die derzeitige Energiepolitik besteht schließlich darin, den 4 großen Monopolisten den anstrengungslosen Wohlstand zu garantieren, von dem der Ex-FDP Chef Westerwelle einst faselte - allerdings in Bezug auf die 8 Mio Harzt IV Empfänger, die keineswegs dank staatlicher Garantien jährliche Milliardengewinne einfahren.

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Veit Wittmann
Veit Wittmann (vemit) - 16.06.2012 13:03 Uhr

WIEDER mehr Wettbewerb?

Schade, dass selbst überdurchnittlich intelligent wirkende Politiker es für nötig befinden, Ihre Ziele in verdummend klingende Parolen zu hüllen. Wo genau war denn in der bisherigen Großkonzernstromerzeugung samt regionaler Monopole der Wettbewerb, der nun "wieder" herbeigeführt werden soll. Das ist so absurd, dass es schon wieder lustig ist.

Keine Frage, dass erneuerbare Energien nicht ewig subventioniert werden können, aber in punkto Wettbewerb, wenn auch staatlich gefördert, ist die Lage seit Bestehen der EEGs nun wahrlich deutlich besser geworden als zuvor. Vom Kleinstbetreiber bis zu - zuvor fast ausgestorbenen - unabhängigen, mittelgroßen Stadtwerken gibt es jetzt Wettbewerb zu den Großkonzernen, an den vorher nicht zu denken war.

Es spricht nichts dagegen, über Energiesubventionen zu reden, aber bitte ohne derart unsinnige Parolen. Es gibt genügend sinnvolle Argumente für und wider das EEG.

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Nils Büngener

Die Stimme der wirtschaftlichen Vernunft

Sehr wortgewaltig, der Herr Lindner. Ist es nicht die Spitze der Naivität, bei einer Rekordverschuldung des Staates Steuersenkungen zu fordern ? Wir wissen schon, das refinanziert sich wieder durch höhere Konjunktur. Die alte konservativ-liberale Taktik, den Staat bis zu seiner völligen Handlungsunfähigkeit zu verschulden um dann umzuverteilen kennt man nicht nur aus Deutschland (Kohl, Reagan, 2xBush).

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Andreas Pätzold

Was beinhaltet denn das EEG?

"Mit dem EEG erhalten Anlagebetreiber 15 bis 20 Jahre lang eine festgelegte Einspeisevergütung für ihren erzeugten Strom, und Netzbetreiber werden zu dessen vorrangiger Abnahme verpflichtet (§ 21 und § 8 Abs. 1 EEG vom 25. Oktober 2008). Die Vergütungssätze sind nach Technologien und Standorten differenziert und sollen einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen ermöglichen. Der für neu installierte Anlagen festgelegte Satz sinkt jährlich um einen bestimmten Prozentsatz (Degression). Durch diese stetige Degression wird ein Kostendruck im Sinne einer gewollten Anreizregulierung erzeugt: Anlagen sollen effizienter und kostengünstiger hergestellt werden, um langfristig auch ohne Hilfen am Markt bestehen zu können."
Quelle Wikipedia
Insofern ist ein Ausstieg im EEG durch die Degression schon eingebaut. Wenn der Preisverfall von EE-Anlagen schneller stattfindet als ursprünglich geplant sind m.E. Kürzungen ok. Je eher sich das EEG selbst abschafft desto besser.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 22:46 Uhr
Georg Hartmann

Die Sonne schickt keine Rechnung

auch die Ölquellen verzichten darauf REchnungen zu schicken. Dieser schöne verführerische Satz verbirgt die ´Tatsache, dass man bei der Energiewende einfach darauf gesetzt hat, möglichst schnell große Energiekapazitäten zu schaffen, ohne auf die Speicherungsproblematik und die Schwierigkeiten bei der Verteilung des STromes einzugehen. Immer noch heißt es auch hier im Forum, dass gigantische mengen an strom photovoltaisch erzeugt wurden - aber wie steht es mit der Verteilung und mit den Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint, z.B. nachts? Und um diese großen kapazitäten zu generieren hat man z.T. traumhafte Renditen garantiert. Vermutlich ist Deutschland führend in der pro Kopf - Installation von PV- Anlagen, aber: Wenn Tomaten pro Kilo 25.- € kosten würden und unter allen Umständen von den Verbrauchern abgenommen werden müßten, wäre Deutschland vermutlich WEltmeister im Tomatenexport

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Andreas Pätzold

@ H. Banaschak

Das können sie nicht dem EEG anlasten. Ich zitier hier mal H. von Hirschhausen, Energieexperte und Prof. an der TU Dresden in einem Interview auf der Webseite des manager-magazins: "von Hirschhausen: Mangelnder Wettbewerb ist ein wichtiger Grund dafür, dass die Strompreise vergleichsweise hoch sind und vor allem kaum auf veränderte Signale reagieren... Unsere Schlussfolgerung lautet daher: Der Wettbewerb in Deutschland funktioniert nicht ausreichend."
Nicht nur grosse Stromkonzerne investieren in "diesen Mist" sondern auch deutsche Versicherungsgesellschaften. Kann ebenfalls beim manager-magazin nachgelesen werden. Die Allianz-Versicherung z.B betreibt europaweit 37 Windparks. Es kann gut sein dass Sie auch dort investiert sind ohne es zu wissen.

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Paul Banaschak

Aha, deshalb steigen die Ausgaben für Solar- und Windenergie stetig stärker an, als geplant.

Und deshalb halten vor allem die grossen Stromkonzerne, die sich ja auch in Windparks und grossen Solaranlagen engagieren und kräftig verdienen, sehr viel von diesem Mist.

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Tim Sonder
Tim Sonder (timbo_em) - 16.06.2012 12:15 Uhr

Haltet den Dieb!

Herr Lindner war Generalsekretär einer der Parteien, die vor einem Jahr Hals über Kopf une gegen jede Menge parteiinterne Widerstände die deutsche Energiepolitik beerdigt haben. Und jetzt will er sich aus der Verantwortung stehlen und ruft laut "Haltet den Dieb!"? Die Regierung verfügte lange genug über eine Mehrheit im Bundesrat um die offensichtlichen und gravierenden Mängel des EEG zu beseitigen und wenigstens einen Hauch an Marktwirtschaft ins Spiel zu bringen.

Und wie kann es ohne Nachfrage stehen bleiben, dass Herr Lindner, der bisher jede Rettungsmilliarde federführend abgesegnet hat, sich nun Sorgen macht, dass der ausgeglichene Haushalt 2014 am Betreuungsgeld scheitert. Sind ausländische Banken (bspw. erhielt die EFG Eurobank des griechischen Milliardärs Latsis massiv Steuergeld - 4,2 Mrd. zur Rekapitalisierung und 31 Mrd. als Kredit; einfach nach "Rettung für einen griechischen Oligarchen" suchen) jetzt wichtiger als die deutschen Bürger?

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Kay Schmelzer

-Ausstieg aus Gesetz hört sich schon mal gut an

Aber was wir wirklich brauchen ist viel weniger Gesetz denn davon haben wir (Volk) mehr als genug.
EEG Gesetz oder Schornsteinfegerhandwerkgesetz mehr schwachsinn geht nicht..
Das EEG hat nicht dazu geführt das Grüne Energie billiger wurde sondern das alle Energie Teuerer wurde und Konzerne die Milliarden einsackten
mit dem Ergebniss das nun ein neues Gesetz, das Leitungsbaubeschleunigungsgesetz mit dem Einspruchsverkürzungsgesetz das Grundgesetz im Menschenrechtsgesetz über das Demokratiegesetz ausgehebelt hat mit dem Planfestellungsgesetz das Emisionschutzgesetz nicht in Einklang zu bringen sei mit Recht auf Selbstbestimmungsgesetz der Europäischen Gleichheits und Landesentwicklungsgesetz
Außer acht gelassen habe ich das Wertabschöpffunggesetz und die Steuergesetze

Klar, oder, ...versteht keiner :-)
Ich gehe davon aus das die Gesetzesschreiber da auch schon lange nicht mehr durchblicken
Wir bräuchten nur noch ein Gesetz das tausende andere Gesetze ../... § 0-50000 entfällt Gesetz

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Horst Ziegler

Zustimmung.

Was Lindner fordert, dass ist für eine breite liberale Wählerschaft konsenzfähig. Geht Lindner diesen Weg weiter und kann er diese Politikrichtung maßgeblich fördern, dann gelingt es der FDP wieder, Wähler zu aktivieren, die aus Frust entweder nach Rechts oder Links abgewandert sind. Mehr "Markt und weniger Verschuldung" ist in der Bürgerschaft durchaus relevant.

Jedenfalls die "Geld-Druck-Politik" eines Obama oder eines Hollande sollte die FDP nicht mittragen.

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Schon gar nicht dem Chef

Von Berthold Kohler

Alles und nichts zu wissen war immer eine Spezialität der CSU. Der SPD ist es selten gelungen, ihr daraus einen Strick zu drehen. Mehr 4 13