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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Hintergrund Ritual am 1. Mai

 ·  Krawalle zum 1. Mai sind nicht nur in der Hauptstadt Berlin ein trauriges Ritual. Auch in anderen Städten wie Hamburg, Leipzig oder Frankfurt kam es zu Straßenschlachten.

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Krawalle zum 1. Mai sind nicht nur in der Hauptstadt Berlin ein trauriges Ritual. Auch in anderen Städten wie Hamburg, Leipzig oder Frankfurt kam es in den vergangenen Jahren am Maifeiertag zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten. Dort entzündeten sich die Krawalle zuweilen auch an Aufmärschen von rechten Gruppen.

In der Hauptstadt begann die Reihe der Ausschreitungen am 1. Mai 1987, als sich im Bezirk Kreuzberg 900 junge Menschen rund zwölf Stunden lang Straßenschlachten mit der Polizei lieferten. Sogar „ganz normale Bürger“ beteiligten sich während des schwersten Ausbruchs von Gewalt seit Jahren an Plünderungen von Geschäften.

Ausmaß geringer

Zwei Jahre später türmten in den Bezirken Kreuzberg und Neukölln rund 2000 Randalierer Barrikaden auf und warfen Steine auf Polizisten. Fast 350 Beamte erlitten Verletzungen. In den Folgejahren erreichten die Krawalle nicht mehr dieses Ausmaß, konnten aber auch mit massivem Polizeieinsatz nicht gänzlich verhindert werden.

Häufig begannen die Krawalle schon in der Nacht zum 1. Mai. So randalierten im vergangenen Jahr in Hamburg 60 bis 80 jugendliche Punks und Autonome am Vorabend des 1. Mai. Im Jahr 2000 waren die Auseinandersetzungen in der Hansestadt noch heftiger: Bei den Krawallen im als sozialen Brennpunkt geltenden Schanzenviertel wurden alleine 130 Randalierer vorübergehend festgenommen.

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Von Klaus-Dieter Frankenberger

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