23.11.2003 · Der Machtkampf zwischen der Opposition in Georgien und Präsident Schewardnadse hat mit der Erstürmung des Parlaments einen Höhepunkt erreicht. Nachfolgend eine Chronik wichtiger Ereignisse in der jüngsten Zeit.
Der Machtkampf zwischen der Opposition in Georgien und Präsident Eduard Schewardnadse hat mit der Erstürmung des Parlaments einen Höhepunkt erreicht. Nachfolgend eine Chronik wichtiger Ereignisse in der jüngsten Zeit:
- 2. November - Parlamentswahl in Georgien. Die Opposition berichtet von Betrugsfällen zu Gunsten der Parteien, die Schewardnadse unterstützen.
- 3. November - Die Wahlkommission veröffentlicht vorläufige Ergebnisse, die auf einen Sieg der Schewardnadse-Parteien hindeuten.
- 4. November - Einem Aufruf der Opposition zum Protest gegen das offizielle Ergebnis vor dem Parlament folgen tausende Menschen. Die Kundgebung geht rund um die Uhr weiter und dauert schließlich fast eine Woche.
- 9. November - Schewardnadse trifft sich mit Oppositionsführern. Fortschritte gibt es nicht. 18. November - Anhänger Schewardnadses demonstrieren vor dem Parlament.
- 20. November - Die georgische Wahlkommission erklärt das Ergebnis für gültig, wonach die Schewardnadse-Anhänger die Mehrheit gewonnen haben. Oppositionsführer in der Provinz beginnen mit einem Marsch nach Tiflis. Die amerikanischen Regierung spricht von massivem Wahlbetrug. Die Wahlen gäben nicht den Willen des georgischen Volkes wieder, erklärt das amerikanische Außenministerium.
- 21. November - Auch der georgische Sicherheitschef spricht von Betrug bei der Wahl.
- 22. November - Schewardnadse ruft das neu gewählte Parlament zusammen und lehnt einen Rücktritt ab. Oppositionsanhänger stürmen das Parlamentsgebäude und vertreiben die Abgeordneten und Schewardnadse. Dieser verhängt den Ausnahmezustand und spricht von einem Putsch.
- 23. November - Der russische Außenminister Igor Iwanow trifft in Tiflis ein, um zwischen den beiden rivalisierenden Gruppen zu vermitteln. Schewardnadse erklärt seinen Rücktritt.