Home
http://www.faz.net/-h7u-6xb0d
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wer wird Kanzlerkandidat? V Die SPD lernt dazu

30.01.2012 ·  Die Ergebnisse der Klausurtagung des SPD-Vorstands haben es in sich: Die Kanzlerin ist nicht die Gegnerin der SPD. Die Troika will bis zur Wahl zusammenbleiben. Die SPD will nichts versprechen. Was ist los?

Von Jasper von Altenbockum
Kolumne Bilder (2) Lesermeinungen (2)
© dpa

Nicht gegen die Kanzlerin einer ach so aussichtslosen Koalition Wahlkampf führen zu wollen ist nicht gerade ein Zeichen von Stärke. Doch wer aus der SPD-Troika sollte Frau Merkel auch das Wasser reichen können?

Keiner von ihnen hat das Zeug zu einem ebenbürtigen Kanzlerkandidaten: Steinmeier ist kanzlerfähig, aber ein Wahlkämpfer ist er nicht; bei Gabriel ist es umgekehrt, er wäre wohl der beste Wahlkämpfer, aber für seine Kanzlerfähigkeit will man seine Hand nicht ins Feuer legen; Steinbrück ist von allem ein bisschen am besten, aber nur ohne SPD.

Da das Dreigestirn auch die Phantasie der Wähler nicht sonderlich anzuregen scheint, die Schwäche der Koalition sich für die SPD in Umfragen also nicht auszahlt, wollen sich die Sozialdemokraten nicht auf ein rot-grünes Lager festlegen lassen und sich ganz auf „Sachthemen“ konzentrieren - allerdings auch hier mit dem Zusatz, den Wählern möglichst wenig zu versprechen.

So vermeidet die SPD geradezu penetrant, eine Angriffsfläche zu bieten. Sie hat offenbar aus Frau Merkels Wahlkampf 2009 viel gelernt.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Jahrgang 1962, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

Jüngste Beiträge