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Wahlen in Hessen Merkel-Effekt und Ypsilanti-Effekt

 ·  Die CSU will unbedingt Abstand zur Bundestagswahl. Die CDU in Hessen nicht unbedingt. Wenn die Wahlen in Hessen zusammenfallen, wird Rot-Grün an Rot-Rot-Grün nicht vorbei kommen.

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (15)
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Frank Rademacher

GESICHERT IST DAS ANGELA MERKEL KANZLERIN BLEIBT

Mit der Nominierung von P€€R Steinbrück, die durch die Wahl der 3 Stimmberechtigten zustande kam, hat die SPD-Führung klar zu erkennen gegeben, wie sie die Interessen ihre Mitglieder, die Interessen der breiten Schicht der Bevölkerung verteidigen will. Nämlich gar nicht, die Machtkaste der SPD lässt ein müdes Arschrunzeln darauf.

Die neo. SPD-Allianz (hinter den Kulissen Frank-Walter Steinmeier) will an die Macht, um jeden Preis. Mit Grün alleine wird es die SPD nicht schaffen. Mit den Linken haben sie es ausgeschlossen, was bleibt, ist die große Koalition.

Die einzige Möglichkeit diesem Desaster zu begegnen, nämlich das Angela Merkel selbst den Dicken Ewigkeitskanzler überrunden wird, ist Humor. Der Autor JASPER VON ALTENBOCKUM macht das mit seinem Beitrag deutlich, wie viele Wörter man selbst in einer ausweglosen Situation schreiben kann.

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Friedrich Wilhelm Preuß

Einen idealen Wahltermin gibt es doch!

Hier spießt JvA die Taktiererei der Parteipolitiker auf: ihr Machterhalt ist der Mittelpunkt ihres Interesses, auch bei der Terminierung der Landtagswahlen. Landtagswahlen sind bekanntermaßen auch (regional begrenzte) stellvertretende kleine Bundestagswahlen.

Es gibt die Möglichkeit, dem Taktieren der Parteiführer den Boden zu entziehen und dem Wählerwillen gleichzeitig auf Landesebene wie auf Bundesebene Genüge zu tun:

1. Gewählt wird am 3. Oktober.
2. Die Wahlen zu den Landtagen in ALLEN Bundesländern findet zwei Jahre nach der Wahl zum Bundestag statt.

Der dritte Tag des Oktober ist nationaler Feiertag und somit geeignet, daß der Bürger sein Wahlrecht ausübt.

Der Vierjahresrhytmus beim Bund und in den Ländern bleibt gewahrt (die "5-jährigen" Länder müßten allerdings umstellen).

Im Ergebnis erhielte so der Wähler, der individuelle als auch der abstrakte, alle zwei Jahre Gelegenheit für sein Urteil über die Arbeit der Parteipolitiker.

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Rainer Egold

Ypsilanti-Effekt?

Warum sind sie so wenig selbstkritisch und selbstbewußt?
FAZ-Effekt wäre doch auch passend oder????

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 26.01.2013 13:26 Uhr

Der Kosteneffekt: 2 Termine 2 mal Kosten

Bundestagswahl und Landtagswahl am gleichen Tag durchführen zu lassen senkt den Aufwand für den Bürger und die Verwaltung m.E. Ferientermine können in Zeiten der Briefwahl außer acht gelassen werden m.E. Den Angestellten und Wahlhelfern ist es m.E. zumutbar in der Ferienzeit etwas wichtigerem nach zu gehen als in der Sonne zu liegen. Ich bin mir auch sicher das es genug freiwillige Helfer gibt.

PS Um die Wahlbeteiligung zu erhöhen ist ggf eine Aufwandsendschädigung in Höhe von 5-10€ für den Wahlbürger hilfreich ggf nur als Steuergutschrift ;-)

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Bernd H. Rust
Bernd H. Rust (xbhr) - 26.01.2013 12:43 Uhr

rot rot grün Wähler aufgepasst!

Den Wählern in Hessen und mehr noch den Wählern bei der Bundestagswahl muss doch klar sein, dass die rot-grünen Politperspektiven immer mit der Inkaufnahme der Linken als Koalitionspartner verbunden sind. Komisch, dass dieses so wenig thematisiert wird.
Da könnte der Wahltermin im September in Hessen ein paar hilfreiche Erinnerungen wecken.

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Renate Igou
Renate Igou (Renata3) - 26.01.2013 12:13 Uhr

Die Antizipation des Wählerverhaltens

Aus diesem Beitrag ist klar erkennbar, womit sich Parteien - also auch die, die ein Regierungsmandat haben und sich entsprechend ihren tatsächlichen Aufgaben widmen sollten - beschäftigen: Es wird Zeit vertrödelt mit Abwägen von Eventualitäten, teure Gutachten in Auftrag gegeben, um heute das im folgenden Herbst agierende Stimmvieh richtig einschätzen zu können, anstatt gute Arbeit zu leisten und dann selbstbewusst abzuwarten, wie der resp. die Wähler/in diese beurteilt. Dazu hat keine/r der Parteibuchgänger/innen wohl den Mut, gleichzusetzen mit schlechtem Gewissen, da tief im Unterbewusstsein doch das Empfinden der eigenen Inkompetenz zur Erfüllung des Wählerauftrags schlummert?

Vielleicht sollte der/die Wähler/in einfach nur zur Bundestagswahl gehen und die jeweils heimatbezogenen politischen Vertreter in den Ruhestand schicken. An der Wahl zur Verfassungsänderung nehme ich gern teil.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.01.2013 12:34 Uhr
Philipp Laurisch

Empfehlung

Darf ich Ihnen zur Teilnahme an der Europawahl 2014 raten? Nach dem Wegfall der 5%-Hürde werden 0,5% für einen der dann nur noch 96 deutschen Sitze reichen.

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Thomas Tenette

Den Merkeleffekt

´werden wir in 20 Jahren genauer kennen.
DIe Fakten bis heute: Abschaffung der Demokratie und Hinbewegen zu einer Finanzherrschaft nach ESM Muster.
Tendenzen der Kanzleramtsaktenzerschredderung in Perfektion, Digitale Kanzleramtsakten braucht man nicht mehr Schreddern. Meinungs- und Informationsfreiheitsmanipulation, die sie aus ihrem ehemaligen System 1:1 übernommen und weiterperfektioniert hat. Danke, für diesen Effekt. Ich will gar nicht weiter einsteigen...

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Horst Rachinger

Wäre es nicht schön,

wenn die Parteien ihre Chancen nicht in strategisch günstigen Wahlterminen sondern in guter Politik suchen würden?

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Beat Leutwyler
Beat Leutwyler (beat126) - 26.01.2013 11:38 Uhr

Der wahre Merkel-Effekt

Weil die CDU als einzige Partei direkte Bürgerbeteiligung auf Bundesebene seit Jahrzehnten demonstrativ verhindert, beginnen die Menschen sich dort zu wehren, wo ihnen dies per Verfassung zusteht - bei den Oberbürgermeister- und Landtagswahlen.

Es kommt nicht von ungefähr, dass dort wo sich Angela Merkel persönlich in den Wahlkampf eingeschaltet hat, alle Landtagswahlen verloren gingen, angefangen bei der krachenden Niederlage in Baden-Württemberg.

Dies ist der wahre Merkel-Effekt.

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Teito Klein

Schäfer-Gümbel und der Ypsilanti-Effekt

Schäfer-Gümbel ist ein Mann von Ypsilanti und wird rot-rot-grün, wenn es irgendwie machbar sein sollte, auch durchziehen. Egal was er vorher sagt.

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David Neumann

Wir Wähler können zwei Zettel ganz gut auseinanderhalten

Grundsätzlich ist die Zusammenlegung von Wahlterminen zu befürworten: Erstens spart es Kosten, und wenn die Bayern hier das Gegenteil behaupten, dann stellen sie damit lediglich ihrer Verwaltung ein Armutszeugnis aus. Zweitens ist in Deutschland ohnehin viel zu oft irgendwo Wahlkampf, weshalb konstruktive Diskussionen und das Treffen unpopulärer Entscheidungen kaum mehr stattfinden. Also spricht viel dafür, Bundestagswahl und die Landtagswahlen an einem Termin stattfinden zu lassen.

Die Problemchen der Herren Schäfer-Gümbel, Seehofer und Bouffier dürfen nicht dazu führen, dass mit einer der wichtigsten Errungenschaften unserer Demokratie geschachert wird. Und ein bisschen weniger Bevormundung von uns Wählern wäre auch angemessen: Wir können zwei Papierzettel doch ganz gut auseinander halten, oder nicht? Immerhin wird beispielsweise bei der Steuererklärung deutlich mehr Intellekt von uns erwartet.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.01.2013 12:39 Uhr
Philipp Laurisch

Superwahltag

Ich befürchte, es würde in Deutschland noch schlimmer sein, wenn es mal "vorwärts" gehen würde. Die zahlreichen Wahltermine zwingen dazu, z.B. beim Euro nicht volle Front gegen das Volk zu machen.
Und in die Wähler würde ich nicht allzu viel Vertrauen haben, solange sich die FOTO-"Zeitung" besser verkauft als die FAZ. Ist traurig, aber eben wahr.

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Daniel Kempcke

Offensichtlich stimmt das nicht.

Ich bezweifle nicht, dass Sie das können. Die Mehrheit der Wähler kann oder will es aber offensichtlich nicht.
Es ist ja kein Zufall, dass die letzten zwanzig Jahre bei Landtagswahlen die Parteien welche die Bundesregierung stellen, in der Summe fast immer verloren haben. Spätestens nach vier Jahren ist die Mehrheit im Bundesrat dahin und das Regieren im Bund wird fast unmöglich. Das war bei Kohl so, bei Schröder und auch bei Merkel. Bei Letzterer hat es nur solange gedauert wegen des Wechsels des Koalitionspartners.
Genau deshalb bin ich auch für einen Superwahltag mit Angleichung der Legislaturperioden. Dann kann die gewählte Koalition endlich mal vier Jahre durchregieren. Wenns dem Wähler nicht gefällt kann er sie ja nach vier Jahren abwählen. Dieser Dauerwahlkampf führt doch sonst nur dazu, dass nichts vorwärts geht.

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Meinhardt Roloff

Es gibt bessere Umfragequellen als die Standardzahlen der üblichen Institute

Gemäß aktueller Zahlen sieht das Wahl-O-Meter.com die Union derzeit bei 38%, die Grünen nur bei unter 10%, die FDP im Bund klar über 5%. Demnach keine Aussichten auf rotgrün oder schwarzgrün.

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26.01.2013, 10:45 Uhr

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