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Länderfinanzausgleich Der Bumerang

 ·  Hessen und Bayern werden in dieser Woche beschließen, gegen die Irrungen und Wirrungen des Länderfinanzausgleichs in Karlsruhe zu klagen. Aber was bringt ihre Klage?

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (37)

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 05.02.2013 00:01 Uhr

Ihr Sarkasmus in Ehren, aber

es ist nicht deutlich geworden, dass die einen schuften und die anderen absahnen, d.h. arbeiten lassen.
Wenn eine Stadt wie Bremen seit Jahrzehnten sich als Almosenempfänger vom Süden aushalten läßt, ist das würdelos und erbärmlich. Ich selbst wohne in einem Land, welches diese Subventionen vom Süden in Anspruch nimmt. Sind wir tatsächlich so initiativlos und schlaff, dass wir uns aushalten lassen müssen? Die SPD-Regierung denkt wohl so - ansonsten hätte es den Länderfinanzausgleich stolz zurückgewiesen. Abscheinend sind wir jetzt schlapp und schlaff und betteln um Almosen.

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Peter Westermann

Nun ja...

wie könnte man das noch sehen?

Berlin = Griechenland

Hamburg = Spanien

Bremen = Portugal

Saarland = Zypern ...

Ich halte es im Kopf nicht mehr aus. Es wird nicht nur Schrott en gos produziert sondern auch noch intern Feinverklagt.

Was soll es - noch geht´s mir gut. Dagegen läßt sich nichts machen!

Ironie ende

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Christoph Kuehnen

Herr Neumann

Ich schließe mich Ihnen an.
Und so abstrakt wie es jetzt klingen mag aber das, was hier hier gerade geschieht (also diese Diskussion), ist schlicht marktkonforme Demokratie.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2013 21:08 Uhr
Dietmar Fleischhauer

Hä?

Was hier passiert, ist Umverteilung und Politik pur und hat mit Markt exakt null zu tun.

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Patrick Neumann

Traurig!

Keine Solidarität mehr innerhalb der Gesellschaft, egal auf welcher Ebene. Nur noch traurig die angeblich ach so liberale "Leistungsgesellschaft"...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2013 21:21 Uhr
Eric Woolf
Eric Woolf (EWoolf) - 04.02.2013 21:21 Uhr

Dann mal rüber mit der Kohle

Bitte überweisen Sie mir die Hälfte Ihres Einkommens, aus Solidarität. Dann brauche ich nicht mehr zu arbeiten. Sie wollen doch nicht liberal sein (pfui) oder gar an Leistung denken?

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Dietmar Fleischhauer

Halten Sie es für Solidarität

andere zu bestehlen? Egal auf welcher Ebene? Ich fürchte, das ist der gültige, vergiftete Solidaritätsbegriff.

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Philipp Laurisch

Bayern: Auf dem Weg ins Chaos

Denken wir mal nach: Ohne Finanzausgleich können die Ex-Geberländer Steuern und Abgaben zwecks Wettbewerbsvorteil massiv senken. Die Ex-Nehmerländer müssen natürlich massiv rauf. Es kommt zu einer Flucht von Unternehmen und Menschen aus den Nordländern Richtung Süden. Das gilt insbesondere für die Berliner/NRWer "Problembevölkerung", da ärmere Bevölkerungsteile besonders unter erhöhter Abgabenlast leiden.
Dementsprechend wird nicht nur die soziale Kluft in Deutschland massiv wachsen, Bayern wird auch auf dem Weg zum 20+-Millionenland sein - wegen Wohlstandsflüchtlingen. Krankenhäuser und Universitäten werden voller Menschen sein, die Miet- und Grundstückspreise uferlos steigen.
Das Szenario ist realistisch, wie die eurokrisenbedingte Einwanderung und Kapitalflucht (inklusive Grundstückspreiserhöhung) nach Deutschland zeigt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2013 21:20 Uhr
Eric Woolf
Eric Woolf (EWoolf) - 04.02.2013 21:20 Uhr

Blühender Unsinn

Die Geberländer könnten ihre Schulden abbauen. Die Nehmerländer müßten ihre bürokratischen Wasserköpfe schrumpfen, was Investitionen der Wirtschaft erheblich erleichtert.

Klar ist, daß die Profiteure der Umverteilung Federn lassen müßten.

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Dietmar Fleischhauer

Wenn man zentralistisch denkt, ja

Die Lösung liegt darin, den Ländern die Steuerhoheit zu geben und sie - ähnlich der Schweiz - um Einnahmen konkurrieren zu lassen. Soweit dann in einem Land nicht die sozialistisch Verkorksten die Oberhand behalten, würden sich solche Wanderungsströme schnellstens in einem vernünftigen Maße ausgleichen. Der Bund als Kropf müßte natürlich drastisch gestutzt werden.

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Albert Genser
Albert Genser (agens1) - 04.02.2013 17:43 Uhr

Sozialistisch???

Hallo Herr Jäger,
ich dachte, dass wir seit der Übernahme der DDR (1989) keine sozialisischen (oder von mir aus auch pseudo-sozialistischen) Länder mehr haben.

Wenn Sie allerdings alles, was sich nördlich des Weißwurst-Äquators befindet (mit Ausnahme von Hessen natürlich) als sozialistisch bezeichnen, haben Sie zwar nüchtern und sachlich betrachtet immer noch nicht Recht, aber es macht deutlich, welch Geistes Kind Sie sind! Danke für den Aufklärungsunterricht!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2013 21:35 Uhr
Florian Jäger
Florian Jäger (DaJaga) - 04.02.2013 21:35 Uhr

Sie sind nicht im Bilde, Herr Genser!

In ihrem Grundsatzprogramm von 2007 verkündete die SPD ihren Paradigmenwechsel weg von der Sozialdemokratie, hin zum "demokratischen Sozialismus". Der SPD ist offensichtlich bewusst, dass dies unterschiedliche Vorzeichen sind und damit ist selbstverständlich jede SPD Regierung per Eigendefinition sozialistisch.
Indem Sie, wenn ich mich als Gegner des Sozialismus erkläre, sofort zu diffamierenden Spekulationen darüber greifen, "wes Geistes Kind" ich sei, offenbaren Sie einen großen Mangel an Diskussionskultur. Das ist übrigens gerade in linken Kreisen nichts ungewöhnliches.

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Dietmar Fleischhauer

Und ich würde noch weiter gehen, Herr Katz

Ich behaupte, der Länderfinanzausgleich nutzt im Ergebnis nicht einmal den Empfängern. Es würde tausend mal mehr bringen, den Ländern oder gar noch kleineren Einheiten weitestgehende Finanzautonomie zuzugestehen (inkl. Steuererhebung) und die Leute mit den Füßen abstimmen zu lassen. Das tun sie zwar auch heute, nur in der bestehenden, festgefahrenen Struktur keine heilende Rückwirkung. Das Problem ist der übermächtige Wasserkopf in Berlin. Mehr Schweiz wagen!

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Gerhard Katz

Herr Laurisch,

Bayern hat sich per Finanzausgleich nicht "bereichert", sondern daraus etwas gemacht. Sonst wäre es heute nicht Zahler.

Im Gegensatz zu den jetzigen Dauer-Empfängern, die das Geld für scheinbare Wohltaten verbrauchen.

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Philipp Laurisch

Nichts Ungewöhnliches

In einer deutschen Buchhandlung finden Sie statt Goethe und Thomas Mann heute Bücher wie "Wie ich meine Kinder schnell loswerde" oder "Wie ich nicht für meine alten Eltern zahlen muss". Sie sehen also, dass die Angst vor dem Sozialismus auch in den Familien umgeht.
Für Hessen und BW ist das Buch mit den Kindern passend; für Bayern das mit den Eltern, da das Land sich ja ein halbes Menschenleben via Finanzausgleich bereichert hat.

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Heinz Kraenzlein

Dipl.-Kfm

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Diskussion um den Länderfianzausgleich geht nach meiner Meinung in die vollkommen falsche Richtung. Die Regelung im Grundgesetz ist grundsätzlich richtig, dass die unterschiedlichen Lebensqualitäten zwischen den verschiedenen Ländern auszugleichen ist, aber das geht nicht nach dem Gießkannenprinzip. Wenn die Ausgleichszahlungen bei den empfangenden Ländern in den Konsum gehen, dann wird eine Anpassung nie Realität. Es kann nicht sein, dass unwirtschaftliche Strukturen, wie z.B. in Berlin finanziert werden werden oder sonstige geschenke an die Bevölkerung.
Um eine Transparenz zu bekommen, müssten die empfangenden Länder zumindest einen Bericht erstellen, was mit den Geldern passiert. Nur Investitionen führen zu Wachstum und damit zu der Chance eines Ausgleichs. Bayern ist ein gutes Beispiel, dass zeigt, das vernünftige Nutzung des Ausgleichs zum Erfolg führt.
Die Mittel aus dem Finanzausgleich sollten in einen Marshal Plan fließen und in Investitonen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2013 20:21 Uhr
Peter Westermann

Marshall?

"Die Mittel aus dem Finanzausgleich sollten in einen Marshall- Plan fließen."

Erhebt sich die Frage, wer den erstelt. Unsere Komiker sicher nicht. Auch nicht die Marshällin.

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Otto Meier

Die meist fehlende Konkretisierung durch das Bundesverfassungsgericht ist ein Problem, welches

sich leider wohl nicht vermeiden läßt, das aber immer wieder zu weiteren Problemen führt. Insbesondere dann, wenn die Politik nicht bereit ist, der Intention des BVerfG zu folgen und Auslegung im Sinne eigener Vorstellungen betreibt. Das ist auch nicht parteispezifisch unterschiedlich, wie es hier in den Lesermeinungen anklingt.

Sollte es aber tatsächlich so sein, daß Bundesländer sich speziell wegen des Länderfinanzausgleiches zusätzlich verschulden müssen, dann ist das ein Umstand, der nur schwer einzusehen ist. Denn das fördert nur die allgemeine Tendenz zum Schuldenmachen, zum schlechten Haushalten. Insofern und angesichts der Schuldenbremse ist es vermutlich nicht der schlechteste Weg, das BVerfG nochmals mit diesen Fragen zu betrauen. Vielleicht ja mit dem Ergebnis etwas konkreterer Handlungsvorgaben.

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Rolf-Dirk Maehler

Und es könnte doch so einfach sein, wenn man ein wenig Phantasie investieren würde

Frage: warum muß es überhaupt einen Länderfinanzausgleich geben? Nur weil einige Länder u.a. wegen ihrer nicht ausreichenden Größe ihre Aufgaben nicht "ohne Hilfe" bewältigen können. Über den Sonderfall Berlin, wo das Wort sinnlose Geldverschwendung Politik zu sein scheint, muß man fast nichts mehr sagen. Aber kleinste Bundesländer ohne ausreichende Wirtschaftskraft muß es nun wirklich nicht geben. Warum ist unsere begnadete Politik nicht in der Lage eine Neuordnung der Bundesländer anzugehen und zwar in de Form, dass bei vernünftigem Wirtschaften eine ausreichende Eigenversorgung sichergestellt wird. Genau dann könnte man auf den Länderfinanzausgleich völlig verzichten. Selbst mir würden einige sinnvolle Varianten einfallen wie Bundesländer zusammen gelegt werden könnten. Eine Überbürokratisierung wie z.b. ein Länderfinanzausgleich verursachen alleine schon irrwitzige Kosten völlig unnötiger Art.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2013 20:50 Uhr
Dietmar Fleischhauer

Klar, deswegen ist ja auch die Schweiz so armselig und erfolglos

Was soll daran fantasievoll sein, durch die Zusammenlegung von Bundesländern noch größere bürokratische Monster zu schaffen? Daß der Grund für mangelnden Umgang mit Steuergeldern in der zu geringen Größe einer Verwaltungseinheit liegen soll, ist geradezu lächerlich. Gerade in der weitgehenden Autonomie und Kantonisierung liegt der Schlüssel zum Erfolg. Und weil das hierzulande kaum einer begreift, hauen die besten sowieso ab.

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Gerhard Katz

Herr Maehler, stellen Sie sich mal vor,

wie viele Posten und Pöstchen bei einer Neugliederung der BRD wegfallen würden.

Nur daran scheitert eine solche...

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Jack Stephens
Jack Stephens (Jakc) - 04.02.2013 16:50 Uhr

Paradoxon

Es ist erstaunlich, dass beim Länderfinanzausgleich geheult und geklagt wird, obwohl hier das liebe Geld doch innerhalb Deutschlands bleibt. Beim Target2-System und Euro-Rettungsschirm hingegen wird sogar offensichtlich verfassungswidriges gut geheissen und akzeptiert, obwohl hier das Geld ins Ausland wandert.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2013 21:13 Uhr
Eric Woolf
Eric Woolf (EWoolf) - 04.02.2013 21:13 Uhr

Eher umgekehrt

Viele steigern sich zur Blutdruckkrise wegen Finanzhilfen Deutschlands für Südeuropa, finden aber den Länderfinanzausgleich ganz in Ordnung, ebenso wie die massive Umverteilung durch den Staat im Namen der "sozialen Gerechtigkeit".

Daß es das gleiche Prinzip ist, werden viele nie verstehen. Für die Ausgeplünderten ist es jedoch völlig egal, ob ihr Geld in Bremen, Berlin oder Athen verfrühstückt wird.

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Dietmar Fleischhauer

Augenwischerei, Herr Stephens

Ob man durch den Nachbarn, die lieben "Landsleute" oder noch eine Stufe höher im Schmarotzerbetrieb ausgenommen wird, ist doch völlig irrelevant. Ebenso wie die Frage, ob das Geld "innerhalb Deutschlands bleibt". Das bleibt es potentiell auch, wenn mir einer die Brieftasche klaut. Und die Legitimation ist in Wahrheit auch nicht besser.

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Nadine Hoffmann
Nadine Hoffmann (Raffz) - 04.02.2013 17:20 Uhr

Naja, das eine schließt das andere nicht aus, aber die Klagen gegen den ESM waren erfolglos...


... wie geschehen wurden die vom Bundesgerichtshof abgewatscht. Und die Leute, die vor den EuGH gezogen sind hatten auch keinen Erfolg.

Ich würde sogar meinen, dass die, die gegen den Länderfinanzausgleich sind auch gegen den ESM sind und umgekehrt.

Insofern ist vielleicht die Reihenfolge merkwürdig, erst Klage gegen ESM (haben Sie wohl vergessen) und dann gegen den Länderfinanzausgleich, aber besser so als gar nicht.

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Roland Magiera

Dauerhafte Geldgeschenke ohne Gegenleistung haben meist einen verderblichen Charakter

Denn im schieren Gegensatz zu dem was diese Sozialnaiven erzählen, untergräbt es die Moral der Empfänger eher statt sie aufzurichten, erst recht und fast schon garantiert, wenn keine Gegenleistungen gefordert werden, nicht einmal Rechenschaft abgelegt werden muss.

Zumal die Gelder längst nicht mehr dazu dienen, arme Regionen zu heben, sondern verlebt werden!

Die Art wie das in der Bundesrepublik geschieht, fördert nur das schlechteste im Menschen zu Tage, die Geber sind wütend und frustriert, die Nehmer rechnen sich künstlich schwach und verschwenden das Geld nicht selten bewusst, damit es nicht gekürzt wird.

Wie das im heutigen Deutschland fast schon die Regel ist, werden auch hierbei Leistung und Motivation bewusst bestraft, während Betrug, Hinterziehung und Faulenzerei belohnt werden.

Wohin soll sich solch eine Schnorrergesellschaft bloß entwickeln? Dass uns bereits die Spitzenkräfte massiv ausgehen, in Kultur und Technik, erkennt offenbar niemand in der Politik als Problem an.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2013 18:37 Uhr
Gerhard Katz

Ein schönes Beispiel für die Denke der Beglückten

lieferte vor einiger Zeit die Rückreise zweier politischer Delegationen von Berlin nach Frankfurt, durch Zufall im selben Flugzeug.

Die BaWü-ler flogen Holzklasse, die Rheinland-Pfälzer Business. Es sind letztlich Peanuts, aber da fängt es an.

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J. Dressel
J. Dressel (dressj) - 04.02.2013 16:34 Uhr

Zweckbindung

Die Grundgesetzautoren haben sich etwas dabei gedacht,den Länderfinanzausgleich festzuschreiben.Ich persönlich bin zwar strikt gegen unbefristete Subventionen,um die es sich ja dabei handelt,weil sie falsche Impulse setzen.Ich denke aber,dass einerseits die Bindung der Mittel an Massnahmen,die die Ursachen der Ungleichheit angehen,sinnvoll wäre:Projektantrag,Bewilligung,Projektmanagement,Erfolgskontrolle und Entscheidung über etwaige Sanktionen.Andererseits halte ich eine Verknappung der Mittel für heilsam,da sie die Ausgabendisziplin fördert.Das kennt ja jeder aus dem priv. Bereich:Wenn man weniger hat,kommt man meist auch mit weniger aus.Man sollte darüber nachdenken,Mittel zunächst nur als Kredit fliessen zu lassen (volle Anrechnung auf den Schuldenstand),der je nach Erfolg der Maßnahmen ganz,teilweise oder garnicht erlassen wird.Kostenlose Kindergärten sind sicher keine Maßnahme zur Beseitigung ungleicher Lebensbedingungen und ohnehin unanständig,wenn man dafür die Hand aufhält!

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Gerhard Katz

Ich lebte 20 Jahre im ländlichen Schleswig-Holstein,

und besuche diese Gegend mehrmals jährlich. Was mir auffällt, sind die wesentlich niedrigeren Lebenshaltungskosten im Vergleich zu baden-württembergischen Städten und Landgemeinden.

Es beginnt bei den Lebensmittelpreisen und geht bis zu Baulandpreisen, die in einem ländlichen Zentralort, voll erschlossen, bei 55 (!) Euro/qm liegen. Dafür bekomme ich in Karlsruhe einen Acker in der Pampa, der nie bebaut werden wird, Bauland zum zehnfachen Betrag.

Daß bei diesen Preisen auch die Steuereinnahmen wesentlich geringer sind als im "reichen" Südwesten, ist doch wohl logisch. Die Schleswig-Holsteiner leben aber durchaus nicht "schlechter".

Der Länderfinanzausgleich gehört in die Mülltonne der Bundesrepublik.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2013 20:41 Uhr
Florian Jäger
Florian Jäger (DaJaga) - 04.02.2013 20:41 Uhr

Unsinn!

Die Lebensmittelpreise beim Kaufmann kann ich nicht vergleichen aber eins kann ich sicher sagen: Ein Bier für 2,70€ gibt es in Bayern vielleicht in einer niederbayrischen Dorfkneipe aber sicherlich nicht in einem "Club" in München.

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Gerhard Katz

Ergänzung zu 18:09

Ich rede nicht von ALDI-Artikeln.

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Gerhard Katz

@ PET MÜ

WO in BaWü kann man erschlossenes Bauland für € 55 kaufen? Bin sofort dabei!

Und bei Lebensmitteln ist es wie ich sagte.

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Peter Müller
Pet Mü (shakadelic) - 04.02.2013 14:32 Uhr

Wieder einmal Äpfel und Birnen

Sie vergleichen Baulandpreise von "ländlichem Schleswig-Holstein" mit Karlsruhe. Da könnten Sie auch die Pampa im badischen mit Kiel vergleichen, schon sähe es andersherum aus. Davon abgesehen sind die Lebensmittelpreise in Süddeutschland in keinester Weise höher als im Norden. Eine gern erzählte Legende. Ein tatsächlicher Unterschied besteht bei vergleichbarer Lage in Kauf- und Mietkosten für Wohnraum. Ansonsten kostet der Liter Milch im Norden wie im Süden 54 Cent den Liter bei 3,5 % Fett und die Flasche Bier im Club 2,70 Euro bis 3 Euro.

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Florian Jäger
Florian Jäger (DaJaga) - 04.02.2013 10:43 Uhr

Der untergrabene Solidaritätsgedanke.

Die Solidarität der Geberländer wurde überstrapaziert indem sozialistische Landesregierungen (in Form von sozialen Wohltaten erfolgenden) Stimmenkauf beim Prekariat praktizieren. Dass in diesen Ländern keine Anreize geschaffen werden, sich aus der staatlichen Alimentierung zu befreien liegt in der Natur der Sache. Aus Gründen des Machterhalts verfolgen die sozialistischen Regierungen einer Politik der entmündigten Bürger und finanzieren das durch Enteignung der Leistungsträger. Wem das nicht bekannt vorkommt hat im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.02.2013 08:58 Uhr
Florian Jäger
Florian Jäger (DaJaga) - 05.02.2013 08:58 Uhr

So schwierig ist das nicht...

Lieber Mausemax, die SPD vollführte mit ihrem Grundsatzprogramm von 2007 einen politischen Paradigmenwechsel und definiert sich seitdem nicht mehr als Partei einer sozialen Demokratie sondern eines "demokratischen Sozialismus". Damit ist natürlich jede SPD Regierung auch per eigener Definition eine sozialistische Regierung.
Der Stimmenkauf funktioniert relativ einfach. Durch bedingungslose Alimentierung des Prekariats und Bestrafung des Leistungsgedankens schafft die SPD einen möglichst hohen Anteil an Bürgern, die von staatlicher Alimentierung abhängig sind. Gleichzeitig verspricht sie die Fortsetzung dieser Alimentierung bei Wiederwahl. Die abhängigen Wähler haben nun fast keine andere Wahl als... eben, die SPD zu wählen, wenn sie ihre Lebensgrundlage, die staatliche Alimentierung nicht gefährden wollen.
Im Grunde tut die SPD damit nichts anderes als ein Dealer, der Gratisdrogen vor Schulen verteilt um sich damit gezielt neue Kunden zu schaffen.

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Andreas Meyer

???

Von welchen - sozialistischen - Landesregierungen sprechen sie?

Da werden Stimmen gekauft? Wie , wo, wann? Kann ich da auch Geld bekommen?

Von welchem Staat schreiben sie?

Fragen über Fragen

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Klaus Letis

Die Escalation

.. hat begonnen, als sich Länder nicht mehr dafür interessierten, woher das Geld, das ihnen zukommt, erkommt.

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Jahrgang 1962, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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