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Kommentar Clownerie

Der Parlamentarismus hat einen schweren Stand in Deutschland. Denn es gibt immer wieder Clowns, die nichts als Clowns sehen.

© dpa Die größten Feinde der Clowns sind mitunter selber welche.

Viele Politiker sind Clowns. Das kommt in den besten Berufen vor. Es soll Staaten geben, sie nennen sich Demokratien, in denen solche Clowns von Clowns gewählt werden.

Jasper von Altenbockum Folgen:

Dann gibt es da noch ein Land, in dem es Clowns gibt, die nur deshalb Clowns sind, weil sie von inbrünstigen Clowns zu Clowns gemacht werden. Das ist Deutschland.

Auch Deutschland ist eine Demokratie - sie ist stolz darauf, dass sie ihre Clown-Vergangenheit hinter sich gelassen hat, was immer wieder dazu führt, dass vor Clowns gewarnt wird. Wie jetzt wieder, bei der Verabschiedung des überarbeiteten Meldegesetzes im Bundestag. Nirgends, selbst im öffentlich-rechtlichen Zirkus nicht, fehlte der Hinweis, dass die Urfassung nur durch Clownerie im Juli vergangenen Jahres das Parlament passiert habe - kaum ein Abgeordneter habe an der Abstimmung teilgenommen, die während eines spannenden Fußballspiels stattgefunden habe. Aha, soll man da wohl denken, diese Clowns!

Dabei ist es guter alter parlamentarischer Brauch, dass auch eine Handvoll Abgeordneter können muss, was das gesamte Plenum nicht besser könnte. Was damals vorkam, ist also Alltag. Nur so ist das Parlament arbeitsfähig. Man nennt es Parlamentarismus.

Der Parlamentarismus hat in Deutschland eine schweren Stand. Denn es gibt Clowns, die wollen das nicht verstehen. Und es gibt die Clowns, die können es nicht verstehen. So kommt es auch, dass die einen Clowns von den anderen Clowns gewählt werden.

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Quelle: F.A.Z.

 
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