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Harte Bretter Seehofer - der größte aller Mitmacher

20.02.2012 ·  Er will eine Mitmachpartei in einer Mitmachdemokratie. Aber nur wer mitmacht, darf auch mitmachen. Mehr Macht ist nicht.

Von Jasper von Altenbockum
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© dpa Nicht zum ersten Mal wird der Führungsstil Horst Seehofers kritisiert, und nicht das erste Mal sind es die Zukurzgekommenen, die ihm vorwerfen, zu oft zu viel zu schnell zu laut zu sagen.

Der größte aller Mitmacher, Horst Seehofer, kann derzeit leider nicht so richtig mitmachen. Die Ablenkung des CSU-Vorsitzenden von seinen bayerischen Ämtern - er vertritt als amtierender Präsident des Bundesrats den Bundespräsidenten - nutzen deshalb verärgerte Parteifreunde (es sind die altbekannten), seinen Führungsstil zu kritisieren.

Seehofer propagiere die Mitmachpartei, watsche aber die Leute ab, die mitmachen wollten. So reden Leute, die nicht so mitmachen, wie sich das der größte aller Mitmachparteichefs wünscht.

Entzündet hatte sich die Kritik vor allem an der wiederholt vorgetragenen Idee des Ministerpräsidenten, in Fragen der Euro-Rettung künftig ganz nach Art einer Mitmachdemokratie das ganze Volk mitmachen zu lassen. Auch da gilt natürlich, dass möglichst so mitgemacht wird, wie es sich die Mitmachpartei wünscht.

Doch in Europafragen ist das noch viel weniger wahrscheinlich als in Parteifragen. Lästige „Befindlichkeiten“ macht Seehofer dafür verantwortlich. Der Kurs der Partei könne sich danach nicht richten.

Wer mitmacht, dem muss eben reichen: Mitmachen ist alles. Mehr Macht ist nicht. Am Aschermittwoch darf deshalb auch Edmund Stoiber mal wieder mitmachen.

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Jahrgang 1962, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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