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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Harte Bretter In der Energiewende-Demokratie

 ·  Die Energiewende soll bürgerfreundlicher werden als „Stuttgart 21“. Doch sie hat dafür weniger Zeit, als es braucht, einen Bahnhof umzubauen. Nun wird sich zeigen, ob die Energiewende überhaupt gewollt wird.

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Wolfgang Richter

Mangelwirtschaft

Es soll eine Öko-Mangel- und Planwirtschaft errichtet werden. Firmen wie Siemens wollen sich mit dem "smart grid" eine goldene Nase verdienen.
Es wird Zeit, die krakeelende, alle anderen bevormundende 5-10%-Öko-Gutmenschen-Minderheit von der Macht zu vertreiben (UBA etc.).
Wer das utopisch- unrealistische Monster "Energiewende" will, soll es auch bezahlen. Und zwar selber. Ohne die Kosten auf Unbeteiligte abwälzen zu können.

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Anton Paschke

Variable Stromtarife (Wolfgang Lotz)

Ich finde variable Stromtarife eine gute Idee - aber nicht so wie Wolfgang Lotz schreibt. Vielmehr in dem Sinne wie es schon vor vielen Jahren billigen Nachtstrom gab.
Unregelmaessig verfuegbarer Strom (aus Windgeneratoren) wesentlich billiger als 24 Stunden an 7 Tagen garantierter Strom aus franzoesischen Atomkraftwerken, beispielsweise.
Es wird viel von "smart grid" geredet. Die Stadt Genua ist da eine Nasenlaenge voraus. Mal sehen was daraus wird, mal aus der Erfahrung anderer lernen!

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 05.06.2012 19:08 Uhr

Wären Politiker aufrichtige Menschen und dem Bürger verpflichtet,

würden sie den Bürger mit konkreten Zahlen in Bezug auf die von diesem zu zahlenden Energiekosten konfrontieren. Dazu wäre Alternativen anzubieten: Kernernergie - fossile Brennstoffe - regenerative Energieerzeugung sowie Kombinationen dieser drei Verfahren.
Dann könnte der Bürger über Mehrheitsentscheidung bestimmen, wie er versorgt werden möchte und welche Risiken er zu tragen bereit wäre.
Dies ist aber leider Konjunktiv, da Politiker keine aufrichtigen Menschen sind, sondern heute etwas versprechen, von dem sie wissen, daß sie es morgen schon brechen werden. Also werden wir weiterhin sowohl in Bezug auf die auf uns zukommenden Energiekosten als auch in allen Europa- und €urofragen weiterhin belogen und getäuscht werden. Politik folgt immer dem stärksten Sparten-Lobbyismus und der vertritt nie die Interessen der normalen Bürger. Denn Lobbyisten kennen nur ein Lied: Money, money, money...., und damit meinen sie stets das unsere.

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wolfgang lotz

Das Problem liesse sich über variable Stromtarife lösen ...

... die "Energiewende" - Unterstuetzer wählen einen Tarif einschliesslich aller Kosten für "erneuerbaren" Strom - und wer das "Projekt" für Unsinn hält, wählt den Tarif für traditionell erzeugten Strom - ausschliesslich der Kosten für die "Energiewende". Das wäre einmal eine demokratische Lösung , die dem Bürger erlaubt, seiner politischen Überzeugung Ausdruck zu geben !! .

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.06.2012 22:25 Uhr
Hannelore Schäfer

Gute Idee

Dann aber bitte auch die Entsorgungskosten für den Atommüll in den Strompreis einrechnen und nicht wie bisher aus Steuermitteln finanzieren. Denn für die Entsorgung des Drecks müssen nicht die Erzeuger aufkommen. Könnte sein, dass der traditionell erzeugte Strom dann gar nicht billiger ist, als der "erneuerbare".

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Anton Paschke

Raubbau

Raubbau ist kurzfristig lukrativ. Sie wollen sich am frueher ueblichen Raubbau weiterhin beteiligen.

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Otto Meier

Was soll denn eine "Bürgerbeteiligung" hinter verschlossenen Türen?

Zur Zeit liegen 89 Stellungnahmen zum Netzausbauplan vor, die aber vom Bürger nicht eingesehen werden können, die teilweise "geheim" sind. Das hat weder etwas mit Information, noch mit Beteiligung zu tun.

Überhaupt, der Netzausbauplan ist doch zweitrangig. Zunächst sollte einmal über Dezentralisierung und damit Privatisierung der Energieerzeugung, -umwandlung und -speicherung gesprochen werden. Aber das liegt sicher ebensowenig im Interesse der Monopolisten, wie es im Interesse der Regierung liegt, zu erklären, warum die Kosten der Energiewende nicht wie die Kosten der Atomenergie aus dem Haushalt finanziert werden.

Das sind die wirklich wichtigen Fragen.

So aber werden uns die Monopolisten weiter die Preise diktieren und eine echte Energiewende verhindern. Und unsere Volksvertreter unterstützen sie nach Kräften dabei. Was das noch mit dem Allgemeinwohl zu tun hat, das erschließt sich mir nicht.

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Hans Meier
Hans Meier (guenti1) - 05.06.2012 17:25 Uhr

Erkenntnisse des Stuttggart21-Prozesses nicht verstanden

Es geht nicht darum die Bürger an sich zu beteilgen (das fand in Stuttgart in den letzten 10 Jahren ausreichend statt), sondern den Bürger sehr früh, schon bei den Zielen und den Alternativen zu beteiligen (das geschah in Stuttgart nicht).

Die im Rahmen der Enegiewende diskutierte Bürgerbeteilgng soll nicht die Bürger bei den Zielen beteiligen (Wer hat denn die Bürger danach gefragt, ob nach Fukushima ein Schellsausstieg aus der Atomkraft passieren sollte?). Den Bürger am Anfang fragen heisst allerdings nicht, ledglich Umfragen zu machen und den gefühlten gesellschaflticchen Konsens zu bemühen (ich habe ih nbisher nicht gesehen bzw. gefühlt, eher das Gegenteil, sondern im Rahmen eines (basis-)demokratischen Entscheidungsprozesses zu Mehrheiten zu kommen. das allgmeine Wahlmandat der politisch Gewählten reicht m.E. für eine Jahhundertentscheidung nicht aus.

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Gernot Meyer
Gernot Meyer (gernot99) - 05.06.2012 17:20 Uhr

Es gibt eindeutig einen breiten Konsens in Schland!

und der folgt unbeirrt dem St. Florians-Prinzip.

Einzig mögliche Schlussfolgerung: Zweite Welt, wir kommen!

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Wilhelm Friedrich

Danke für die klaren Worte!

Das novellierte Verwaltungsverfahrensgesetz und die dort vorgesehene "Bürgerbeteiligung" ist in der Tat eine Mogelpackung. Danke für diese klaren Worte, die man bisher leider kaum in irgendeiner Tageszeitung findet. Und wenn die dadurch weitgehend rechtlos gestellten Bürger das erst merken, werden die Ausschreitungen um Stuttgart21 sehr wahrscheinlich ein laues Lüftchen gegenüber dem Unmut sein, mit dem die Verantwortlichen dann zu rechnen hätten. Warten wir´s ab. Ich prognostiziere eine wahre Farce an angeblicher Beteiligung.

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Christoph Naumann

Die Intelligente Spezies

schafft es nicht sich einzuschränken.
Der blinde Konsum ist wichtiger als die Natur im nahegelegenen Land, ebenso wie die nächsten 20k Generationen.
Wir sind am Zug eben weniger zu verbrauchen um nicht solch einer Diskussion ausgesetzt zu sein. Der Weltverpestende Weg den wir beschreiten hat nunmal keine andere Ausdrucksform als diese oder jene "unangenehme" Wahl.
Wenn ich auf dem Pott sitze riecht nichts nach Blümchen, egal wie sehr ich mich anstrenge.
Wenn der Gesetzgeber das Internet z.B verbieten würde , benötigten wie etliche Kraftwerke weniger.
Warum nicht den Rotstift bei nutzlosem ansetzen und nicht hässliche unökologische Gebilde in die Okologie pflanzen die ein Zeichen unbelehrbaren wilden Konsums ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.06.2012 18:35 Uhr
Stefan Wisheu

Wilder Konsum

Kompromissvorschlag:
Sie schalten Ihren Internetzugang und den Kühlschrank, den Fernseher und die Waschmaschine ab,-
ich verzichte damit auf Ihre Postings und schalte meine elektrische Eisenbahn 10 Minuten früher auf "Bahnhofmodus"?

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Gernot Meyer
Gernot Meyer (gernot99) - 05.06.2012 17:27 Uhr

warum nicht gleich die komplette Industrie verbieten?!

nur mal so eine Frage: wie hoch ist die Lebenserwartung in der Provinz eines Zweite-Welt-Landes?! Die Diskussionen um unser Gesundheitssystem kann man dann bspw gleich komplett streichen. Keine Mittel mehr da.

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Marco Vogt

Ich will sie nicht...

ich will lieber Energiesparen und mehr Bildung für das Volk.

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Stefan Wisheu

Die Wende rückwärts

Endlich darf ich bald den doppelten Strompreis zahlen!
Aber es ist ja genügend da. Die stromfressende Industrie hat schon den Rückzug angetreten.
Für einen Download von DSDS reicht es schon!

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Konstantin Schneider

Dieser Winkelzug wird nicht gelingen

Sollte die Energiewende wirklich Stück für Stück zurückgenommen werden, dann ist aber endgültig Schluss mit dieser Dilettantenregierung, wie sie im Bilderbuche steht. Ein solcher Winkelzug müsste nämlich selbst die konservativsten Kreise mit Abscheu erfüllen. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die Stromerzeuger in jedweder Hinsicht dumm stellen.

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heinz herzing
heinz herzing (heinz48) - 05.06.2012 15:18 Uhr

Nun gehts Los

Abend für Abend werden Öko Gurus im TV die Katastrophe herunterreden Kritiker werden erst gar nicht Geladen , das Volk wird weich Gekocht , ausser irgend jemandem gelingt es dem Volk die Tatsächlichen Kosten und zwar die Kosten der Privaten Haushalte Real aufzuzeigen . Gehts an die Börse ist die Begeisterung schnell vorbei . Künstlich extrem Verteuerter Strom ist für einen Industriestaat mehr als Tödlich . Müssten Betriebe die Preise der Privaten Haushalte zahlen wäre diese Diskussion schon Lange vom Tisch .

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Christoph Rohde

Man will sie nicht

Die hysterischen Bilder aus Fukushima sind Vergangenheit, jetzt kommen die lähmenden Prozesse ans Licht. Ich bin sicher: Sicheren Atomstrom mit Dauerlast wollen die Leute solange, bis Schritt für Schritt effiziente Alternativen da sind. Und sicherer Atomstrom kommt eher aus Deutschland als von woanders.

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Erwin Steinhauer
Erwin Steinhauer (hauer2) - 05.06.2012 12:25 Uhr

der Preis der Gremien- und Debattierkultur...

Die Energiewende wird vermutlich nur in Bayern kommen. Dort hat man inzwischen kapiert, dass weder Wind- noch Solarstrom flächendeckend realisierbar und zeitlich zu schaffen sind. Es wird eine landwirtschaftlich getragene Versorgung mit Biomassekraftwerken im kleinen und mittleren Format geben: Sprich: die Bauern werden aus landwirtschaftlichen Abfällen gewonnenes Biogas verheizen. Das braucht keine bzw. nur wenige neuen Netze, kann zeitlich mit vorhandenen Wind- und Solarkapazitäten koordiniert werden, hat minimalen Genehmigungsaufwand und verpricht dezentrale Versorgungssicherheit.

Dass jetzt gerade BUND und Rot-Grün die Energiewende blockieren, liegt an der ewigen Debattierkultur und der Idee, mit der Energiewende auch gleich noch die neo-kommunistische Energiewirtschaft einzuführen: Subvention an alle Gutmenschen wird aber keine schnelle und durchdachte Versorgung bringen, sondern nur teuer werden...

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Thomas Heinzow

Jetzt wird das Volk vollends verdummt und gezielt desinformiert, denn in NEP heißt es:

"Ein weiterer Nachteil in der aktuellen Konstellation des Energieversorgungssystems ist der geringe Wirkungsgrad, der für die gesamte Prozesskette (el. Energie → Methan → el. Energie) zwischen 28 und 45 % liegt. Dies kann bei dem heute noch relativ hohen Anteil an konventionell erzeugter Energie und der augenblicklichen Wertschätzung der Ressourcen nicht akzeptiert werden. Dieser Nachteil entfällt allerdings bei Speicherung von ausschließlich aus regenerativen Quellen erzeugter Energie."

Wieso sich die Wirkungsgrade ändern sollen wird nicht gesagt. Es geht weiter mit der Desinformation:
"Zukünftig kann diese Technologie neben anderen Speicher- und Transporttechnologien eine Möglichkeit auf dem Weg zu einer innovativen und CO2-neutralen Energiewirtschaft darstellen. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein erheblicher Forschungs- und Entwicklungsaufwand."

Die große Lüge, denn die Umwandlungs- und Speicherwirkungsgrade sind längst erforscht und allgemein bekannt. Potemkin läßt Grüßen.

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Thomas Heinzow

Welcher Normalbürger versteht denn den Netzentwicklingsplan und was dahinter technisch steckt?

Selbst mir als Ökonom und Naturwissenschaftler fällt es schwer (der Aufwand ist hoch) das Kauderwelsch des NEP in verständliches Deutsch und verständliche ökonomische Aussagen zu übersetzen:

"Berücksichtigt man zusätzlich die Rückverstromung des Methans mit einem Wirkungsgrad von 60 %,
so ergibt sich ein Gesamtwirkungsgrad (el. Energie → Methan → el. Energie) zwischen 28 und 45 %."
28% Wirkungsgrad heißt bei Strominputkosten von 18 Ct/kWh für Offshore-Windstrom, daß der Speicherstrom ohne Berücksichtigung der Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Speichertechnologie 64 Ct/kWh kostet.

Dem steht die Aussage im NEP entgegen:
"Weil auf das Erdgasnetz zurückgegriffen werden kann, bietet die Technologie „Power to Gas“ sowohl die Möglichkeit, Energie langfristig verlustarm zu speichern"

72% Verlust bei der Speicherung werden als verlustarm bezeichnet.
Insgesamt dürfte sich ein Preis von 1€ pro kWh Speicherstrom ergeben.

Kann der Normalbürger die Falschdarstellung erkennen?

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Helga Zießler

Statt "Unser Dorf soll schöner werden", heißt es nun wohl...

"Unser Land soll schöner werden" mittels Windrotoren und Hochspannungsmasten und -leitungen. Wenn ich solche Artikel lese, denke ich an Schildbürgerstreiche. Haben unsere verantwortlichen Politiker noch alle Tassen im Schrank?
Und nun auf einmal "Demokratie"? Wie viele Klage-Verfahren wird es geben, wie lange werden die dauern? Jahre? Jahrzehnte? Inzwischen kommt unser Strom aus den KKW der Nachbarländer (Polen plant ja ein paar neue).
Immer bei meinen zahlreichen Reisen durch die USA, bei denen ich auch (beruflich) viel fotografierte, ärgerte ich mich sehr, wenn ein wunderbares Motiv durch die gewaltigen Strommasten und Überlandleitungen zerschnitten wurde. Deutsche Touristen haben sich über diese Ami-Unsitte gern lustig gemacht. Aber Amerika ist groß und es gibt noch viel unzerstörte Landschaft. Wenn ich mir das im Vergleich winzige Deutschland unter Tausenden Kilometern solcher Masten und Leitungen und Abertausenden Windmonstern vorstelle, könnte ich heulen. Das ist ein Frevel!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.06.2012 15:20 Uhr
Reinhard Lauterbach

Mag ja sein, Frau Ziessler...

... dass Stromleitungen und Windräder kein schöner Anblick sind. Aber einen Albrecht Dürer würde wahrscheinlich auch der Schlag treffen, wenn er sich unsere heutige Kulturlandschaft anschaute. Im Ernst: tun wir doch nicht so, als wären die konventionellen Kraftwerke Touristenattraktionen. Ich hatte dieser Tage Gelegenheit, auf der A4 kurz vor Aachen an einem vorbeizufahren und am Horizont noch weitere zu sehen, dazu bewaldete Berge, die an einer Seite von Schaufelradbaggern angefressen werden.
Ich will damit sagen: mit ästhetischen Argumenten - die auch nichts anderes als einen Gewöhnungszustand abbilden - kann man jeden Wandel kritisieren. Auch einen, der aus anderen Gründen, etwa dem Klimaschutz oder der ungelösten Atommüllfrage, als erforderlich erkannt ist. Da muss man dann halt jenseits allen St.-Florians-Denkens sagen: tut mir auch leid, aber es muss sein.

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Helga Zießler

Frau Holtmann, Herr Paschke

Wie Sie, Frau Holtmann, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass die "Energiewende" ein rein wahltaktisches Manöver war, denn kurz zuvor hatte Merkel ja noch eine Verlängerung der KKW-Laufzeiten angeordnet. Allerdings glaube ich nicht, dass es jetzt eine Umkehr geben wird. Die werden weiterhin den Himmel über Deutschland zupflastern und sich auch keine Gedanken über die immensen Kosten machen. Denn die Politiker wissen nur zu genau, dass man sich auf den braven, staatsgläubigen deutschen Bürger verlassen kann. Der murrt zwar ein bisschen, aber er wird zahlen - so lange, bis er keinen Cent mehr in der Tasche hat.
Herrn Paschkes Beitrag möchte ich noch ergänzen. Bei dem kürzlichen Flugzeugabsturz in Nigeria sind mindestens 153 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen, dazu bisher ungezählte Menschen am Boden. Folgerichtig müsste Merkel nun doch jeglichen Flugverkehr im deutschen Luftraum verbieten und eine Wende - vielleicht zurück zur Postkutsche? - in Angriff nehmen.

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Anton Paschke

schoener

Mir gefallen Wasserfaelle. In den Alpen und in Norwegen auch sind aber alle Baeche bis auf ganz wenige Ausnahmen turbiniert. Das ist eben die umweltfreundliche, einheimische Wasserkraft.
Jetzt wird um den Bau von Pumpspeichern heftig gestritten. Die Stauseen sind nicht harmlos, bei einem Erdbeben koennen sie ein ganzes Tal fluten und Tausende von Todesopfern fordern. Zum Vergleich: in Fukushima ist ein Angestellter ums Leben gekommen. Durch einen umgestuerzten Kran, nicht durch Radioaktivitaet.

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Cornelia  Holtmann

Wie recht Sie haben, Frau Zießler.

Und die plötzlichen "Demokratieanwandlungen" der Regierung kann ich auch nicht ernst nehmen. Die Bürgerinitiativen gegen den Ausbau der heiligen Kuh "Windkraft" wurden ja auch nahezu komplett ignoriert, vollkommen egal, auf wie viele Unterstützer sie verweisen konnten.

Ich denke, die Politiker der Koalition wollen nicht eingestehen, dass sie an die Energiewende - zu Recht - nie geglaubt haben, dass sie allein als wahltaktische Reaktion auf Fukushima zu verstehen ist. Für die (notwendige) Umkehr erinnern sie sich ausnahmsweise einmal daran, dass "alle Herrschaft vom Volke ausgeht" und hoffen darauf, dass die Hysterie nach Fukushima nun nachgelassen hat. Bei Angriffen durch die üblichen Verdächtigen kann die Bundesregierung auf den "Schuldigen" verweisen.

Mir soll es recht sein. Hauptsache dieser Trassen- und Windkraftwahnsinn findet ein Ende.

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Mario Rutar
Mario Rutar (Rufaz) - 04.06.2012 18:03 Uhr

Als praktizierender Genuss-Zyniker bin ich jetzt aufgeschreckt...

Demokratische Bürgerbeteiligung bedeutet vor allem eines: die per Dekret vom ZK verordnete Energiewende wird nicht nur teuer, sie wird diabolisch teuer. Indem man also den Bürger demokratisch beteiligt, können unsere lieben Politiker später, wenn das volle Ausmass bekannt wird, scheinheilig behaupten "Aber Liebe Bürger! Ihr habt es doch selbst so gewollt!" Viel Spass...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2012 01:01 Uhr
thomas schulz

Ich tippe eher auf die bewährte Strategie der verbrannten Erde

Bestehende, funktionierende Strukturen werden von Gestaltungsneurotikern ganz bewußt zerschlagen, um ihre "visionären" Konzepte unumkehrbar und ohne Rücksicht auf Verluste realisieren zu können. Bei der Schulden-/Bankenkrise ist das noch offensichtlicher.

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Rolf-Dirk Maehler

Das ist auch eine interessante Variante der Demokratur - für so etwas den Begriff Bürgerbeteiligung

... zu verwenden ist schon eine Dreistigkeit: Ihre Hoheit die Bundesregierung verkündet und der Bürger darf es zur Kenntnis nehmen, evtl. kann noch akzeptiert werden, wenn er die Faust in der Tasche ballt.
Wenn es mit dem Begriff etwas auf sich hätte, dann hätte man vor dem Einstieg in die "Energiewende" sachlich alle Gründe für diesen Vorschlag dargelegt und gleichzeitig auch die Risiken und die Auswirkungen aufgezeigt. Und danach hätte die Bürgerbeteiligung in Form einer Volksabstimmung stattfinden können.
So gravierende Entscheidungen wie etwa der Energiemix oder auch eine Entscheidung bezüglich der Währung, die das Wohlergehen ganzer Generationen beeinflussen können, nur den Politikern mit ihrer gediegenen Halbbildung zu überlassen, ist grob fahrlässig.
Auch sollte man nicht vergessen, daß die Parteiendemokratie eine parlamentarische Meinungsbildung und entsprechende Entscheidungen überhaupt nicht zulassen - man paukt durch, egal ob richtig oder falsch.

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