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Harte Bretter Großmänner in Mainz, Bellevue und anderswo

 ·  Wenn das Risiko auf den Steuerzahler abgewälzt wird, zeigt die Welt der Reichen, Schönen und Prominenten, was sie von Politik eigentlich hält: Sie darf bedienen - und dann zahlen.

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© dapd

Kurt Beck rechnete einmal für die Investitionen in die „Erlebniswelt“ am Nürburgring mit einer Amortisierung binnen dreier Jahre. Es ging um mehr als 330 Millionen Euro, die das Land dort vorgeschossen hatte und - wie sich längst gezeigt hat - nicht wieder zurückbekommen wird.

Wenn sich Rheinland-Pfalz nicht elegant aus der Fehlinvestition zurückziehen kann, wird sie als peinlicher Tiefpunkt in die Karriere des Landesvaters eingehen. Die blinde Begeisterung, mit der das Projekt über Jahre in Mainz betrieben wurde, ist nur mit Großmannssucht zu erklären oder mit der verzweifelten Ratlosigkeit der Landespolitik, was sie denn nur mit der Eifel anfangen solle.

Unter dem Banner der „Strukturpolitik“ wurde das ganz große Rad in der Welt der Reichen, Schönen und Prominenten gedreht. Wer dort einen großen Fisch an Land zieht, tut das angeblich fürs Gemeinwohl, doch eigentlich für sich selbst und die Scheinwerfer und das „Sponsoring“. Das ist in Mainz nicht anders als in Hannover oder Bellevue.

Wenn dabei das Risiko auf den Steuerzahler abgewälzt wird, zeigt die Welt der Schönen, Reichen und Prominenten, was sie von Politik eigentlich hält: Die darf bedienen - und dann zahlen.

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Jahrgang 1962, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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