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Harte Bretter : Die Vervolkswirtschaftung der Familie

Einigkeit der Generalsekretäre: Das Betreuungsgeld kommt. Bild: dpa

In Schweden teilte einst ein Ministerpräsident die Frauen in gute und schlechte auf und sorgte für Empörung. Die SPD macht das nun auch und schützt sich dabei mit der Verfassung.

          Es wird auch in Deutschland noch so weit kommen wie in Schweden, wo ein Ministerpräsident vor nicht allzu langer Zeit einmal die Frauen in zwei Klassen einteilte: die guten mit volkswirtschaftlichem Nutzen, die Steuern zahlen; und die schlechten: die Hausfrauen.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Selbst in Schweden, wo bekanntlich nur gute Menschen leben, rief das Entrüstung hervor. Vielleicht deshalb, weil dort immer mehr Frauen (von den Männern einmal ganz zu schweigen) nach Jahrzehnten ihrer Vervolkswirtschaftung gemerkt hatten, dass es ganz angenehm sein kann, nicht durch die Mühlen des Erwerbslebens gezogen zu werden und trotzdem eine Arbeit zu leisten, die viel nützlicher ist als die steuerpflichtige.

          Das Betreuungsgeld wäre eine Anerkennung dafür, dass diese Arbeit außerdem mindestens so nützlich ist wie die gleiche Arbeit unter staatlicher Obhut. Die Verfassung dagegen ins Feld zu führen, wie es die SPD tut, bedeutet, den Familien erst im Namen des Sozialismus einzureden, nur wer „arbeite“, sei vollwertig, und anschließend im Namen der Neutralität des Staates ausgleichende Gerechtigkeit zu verhindern.

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