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Harte Bretter : Die Präsidentin der SPD

Sie können es: Angela Kraft und Hannelore Merkel Bild: dpa

Nach der Niedersachsenwahl könnte nicht nur die FDP jemanden suchen, der mit seinen Aufgaben wächst.

          Die einen wachsen mit ihren Aufgaben, die anderen schrumpfen. Die Kunst ist es, das vorher schon zu erkennen.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Peer Steinbrück erfährt gerade, wie es ist, erst kanzlerfähig geschrieben, dann aber nach wenigen Wochen schon für kandidatenuntauglich erklärt zu werden. Seine Hoffnung wird es sein, dass die Kanzlerkandidatur zwar so behandelt wird, als sei sie ein Amt, aber doch eine Aufgabe ist, für die es keine, also alle möglichen selbst gewählten Formen gibt. Das macht den Inhalt nicht einfacher. Doch Steinbrücks Vorteil ist eine „Beinfreiheit“, die sich schon deshalb ergibt, weil selbst seine innigsten Parteifeinde im Staub liegen, damit er souverän über sie hinwegsteigen möge.

          Möglich gemacht hat das nicht Sigmar Gabriel, der Parteivorsitzende, sondern Hannelore Kraft, die Bundesparteipräsidentin. Sie scheint schon lange die Riege der SPD-Länder zu führen (bald soll sie es ganz offiziell), rettete im Rentenstreit den Vorsitzenden, damit gleichzeitig aber auch die Laune des Kanzlerkandidaten, der angesichts einer drohenden Abkehr von der „Rente mit 67“ schon aufgeben wollte, bevor er richtig angefangen hatte.

          Wie soll das erst werden, wenn nach der Niedersachsenwahl nicht nur die FDP jemanden sucht, der mit seinen Aufgaben wächst?

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