09.02.2012 · Im Bundestag wurde knapp ein Jahr nach Fukushima zum ersten Mal über den Stand der Energiewende debattiert. Ergebnis: Noch ist die Wende nicht zu erkennen, wohl aber die Gefahr eines „Blackouts“.
Von Jasper von AltenbockumÜber die Energiewende steht knapp ein Jahr nach der überstürzten Entscheidung vor allem eines fest: Es fehlt mehr denn je an Investitionssicherheit. Das gilt nicht nur für den Bau fossiler Ersatzkraftwerke für die Kernkraft. Es gilt auch für den Ausbau der dringend nötigen Netze von Nord nach Süd. Und es gilt für die Gebäudesanierung.
Auch die Schwankungen in der Versorgung sind offenbar so groß, dass die stromintensive Industrie Investitionen, wenn sie könnte, woanders tätigen würde. Selbst unter Ministerpräsidenten der Länder, die nicht unter dem Verdacht stehen, sich die Kernkraft zurückzuwünschen, wachsen deshalb die Unruhe und die Befürchtung, dass es eines Tages zum „Blackout" kommen könnte. Damit ist nicht nur Stromausfall gemeint, sondern auch Wirtschaftschaos.
Es müsse jetzt endlich der „Masterplan" vorgelegt werden, heißt es aus den Ländern, wo ein Großteil der Arbeit zu leisten ist, die aus Plänen wieder berechenbare Perspektiven macht. Im Sommer, sagt die Regierung, sei sie (vielleicht) so weit. Diese Wendemanöver werden nicht zur Revolution.