Home
http://www.faz.net/-h7u-75w5h
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Harte Bretter Denk ich an Niedersachsen in der Nacht

Gibt es jemanden, der in der Nacht zum Montag richtig gut schlafen konnte? Nicht einmal Philipp Rösler. Denn nach dieser Wahl gibt es nur Morgenmuffel.

© ddp Vergrößern Nur etwas für Morgenmuffel: Nach der Niedersachsenwahl

Wer konnte in der Nacht zum Montag am besten schlafen?

Jasper von Altenbockum Folgen:  

Nicht Stephan Weil - weil er gar nicht wusste, wie ihm geschah, und ein bisschen weniger Beinfreiheit für Peer Steinbrück gleich alles viel klarer gemacht - und ihm nicht so viele Nerven gekostet hätte.

Nicht David McAllister - weil er gar nicht wusste, wie ihm geschah, weil er zu viele Stimmen ausgerechnet an die FDP verlor, und weil die Methode, alles auf eine Person zu setzen, für die CDU nicht genügend Mobilisierung brachte.

Nicht Philipp Rösler - weil besonders er gar nicht wusste, wie ihm geschah, und weil er noch nie so unangefochtener FDP-Vorsitzender war, wie in dieser Nacht, was aber dazu führte, dass der Rest der FDP nicht allzu gut schlafen kann, besonders Brüderle und Niebel nicht.

Nicht Angela Merkel - weil McAllister alias McMerkel allein zu schwach ist, selbst wenn die FDP ganz stark ist.

Nicht Sigmar Gabriel - weil die SPD wie die CDU zu viele Stimmen an den Juniorpartner abgegeben hat, also dasselbe Problem hat wie McAllister und die Kanzlerin.

Nicht Peer Steinbrück - weil er im Willy-Brandt-Haus Applaus für die Bemerkung bekam, dass er Stephan Weil nicht geholfen, sondern geschadet hat.

Nicht Jürgen Trittin - weil Rot-Grün trotz starker Grüner nicht aus dem SPD-Tal kommt.

Nicht Oskar Lafontaine - weil auch Sarah Wagenknecht die Schlappe der Linkspartei nicht verhindern konnte und es jetzt ganz von Thorsten Schäfer-Gümbel abhängt, ob die Linke in den Wahlkämpfen dieses Jahres die gewünschte Machtperspektive bekommt.

Nicht die Piraten - weil sie nur die Rolle des Pausenclowns spielen.

Bleibt der Wähler in Niedersachsen. Er konnte am besten schlafen - wenn er denn zur Wahl gegangen war.

Mehr zum Thema

Quelle: kum.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Historisches E-Paper: 30.09.1914 Der Tod in den Schützengräben

Hunger und Durst sind der schlimmste Feind der Soldaten, die in den Schlachten des Ersten Weltkriegs tagelang in den Schützengräben verharren. Die Frankfurter Zeitung veröffentlicht am 30. September 1914 eine mitleiderregende Schilderung des Kriegsgeschehens in Galizien. Mehr

30.09.2014, 00:00 Uhr | Politik
Merkel mischt mit

Am 25. Mai wählt Europa das neue Parlament der Europäischen Union. In Bremerhaven unterstützte nun Bundeskanzlerin Angela Merkel den CDU-Spitzenkandidaten David McAllister. Mehr

29.04.2014, 21:16 Uhr | Politik
Satirepolitiker Sonneborn Man muss schon lachen, was Oettinger auf dem Kerbholz hat

Mit frechen Fragen im Europaparlament ärgerte Martin Sonneborn den designierten EU-Digitalkommissar Oettinger. Wir haben den Satirepolitiker gefragt, warum er seine politischen Versprechen nicht hält und die Gurkenkrümmungsverordnung wiedereinführen will. Mehr

30.09.2014, 16:31 Uhr | Politik
Im Schatten der Kanzlerin

David McAllister führt die CDU als nationaler Spitzenkandidat in die Europawahl. Doch der frühere niedersächsische Ministerpräsident ist trotzdem nur die Nummer zwei. An der eigentlichen Spitze des Wahlkampfes steht wie immer Angela Merkel. Mehr

19.05.2014, 12:35 Uhr | Politik
Historisches E-Paper: 28.09.1914 Die eiserne Brigade im Kampf

Beschwerliche Märsche, Nächte unter freiem Himmel und das Begräbnis der gefallenen Soldaten – ein Kommandeur bedankt sich mit einem Gedicht bei seiner eisernen Brigade. Die Frankfurter Zeitung druckt die leidvollen Schilderungen am 28. September 1914 ab. Mehr

28.09.2014, 00:00 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 21.01.2013, 16:52 Uhr