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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Harte Bretter à la Ilsebill

 ·  Die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern haben gezeigt, welche Tragweite der europäische Fiskalpakt hat. Der Bund war erpressbar. Das haben die Länder ausgenutzt.

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (5)

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Helga Zießler

Welch ein genialer Einfall -

... dieser Hinweis auf die unersättliche Fischersfrau aus dem Grimmschen Märchen! Danke Herr v. Altenbockum!
Die Länder als unverschämte Ilsebill, der Bund als ihr schwacher, erpressbarer Ehemann und Fischer - wo ist Deutschland hingekommen? Wo soll Europa hinkommen? Das ist offenbar gar nicht mehr die Frage. Anscheinend geht es nur noch darum, wer schlauer, stärker und wer schwächer, erpressbarer ist. Es geht nicht mehr wirklich um die Idee eines starken europäischen Gemeinwesens, es geht um kleinkariertes Hickhack auf dem Hühnerhof, das heißt, zwischen Parteien, Politikern und den einzelnen Ländern Europas. Die Idee ist ebenso verloren gegangen wie der Gedanke an die Millionen von Menschen, die betroffen sind.
Europa ist nur noch ein Hirngespinst.

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Ralf Wagner

Das könnte man auch anders nennen

Bund und Länder haben vereinbart, die „möglichen“, also wahrscheinlichen Mehrbelastungen durch den Stabilitätspakt und wohl auch dem ESM lieber gleich direkt dem Steuerzahler überzuhelfen.
Die nächste Steuererhöhung zur Rettung der Retter ist damit „auf dem richtigen Weg“, selbstverständlich „alternativlos“ und sie muss natürlich „absolut sozial gerecht“ sein –z.B. durch eine Erhöhung des Soli, auch um seiner Abschaffung zuvorzukommen.

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"Meine" FAZ

Neben den Inhalten schätze ich an "meiner" FAZ auch noch die sprachliche Kultur. Die äussert sich darin, dass - anders als in anderen Blättern - in der FAZ häufig von (zum Beispiel) "Frau Merkel" die Rede ist, statt einfach "Merkel"; also einfach mit Anrede. Noch nicht so häufig wie in der New York Times oder gar The Times, aber immerhin.

Bei der Verwendung populistischer Kraftausdrücke macht aber leider der Zeitgeist auch vor der FAZ nicht halt. Das fängt mit "in die Kasse spülen" an und hört mit "Erpressung" noch lange nicht auf.

Hier im konkreten Fall ist es - wie sonst auch immer - einfach Politik. Einer will etwas und muss deshalb etwas hergeben. "Expressung" ist etwas anderes, selbst "Nötigung" wäre vollkommen unpassend.

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nikolaus hesse

Verfassungsfeinde!/@Luc Lebras,"Das BVerG muss die Bundeswehr auffordern, einzuschreiten"!!///

Gott sei Dank laesst es unsere "Freiheitlich-Rechtliche" nicht zu, dass man Hochverraeter, nachdem die verfassungsmaessige Ordnung dann wiederhergestellt ist, sofort aburteilt.--
Der Euro hat fertig. Im Bewusstsein dessen+ im Bewusstsein der eigenen (Mit-)Schuld+
Unfaehigkeit versuchen jetzt alle politischen Akteure, sich schoneinmal gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben.
Nur so ist auch zu verstehen, dass das Verfassungsgericht an die Oeffentlichkeit gegangen ist;
den ESM wird es gleichwohl durchwinken, Gauck wird unterzeichnen.
Eine 5t-klassige Verschwoererclique glaubt-( die Olsenbande sind dagen Vollprofis),
schon einmal die Grundlagen fuer die bald anstehende Entschuldigung+Entschuldung legen zu
muessen und der Oeffentlichkeit unterschieben zu koennen.
Allerdings darf eine Bande, die seit 2 Legislaturperioden noch jede Absprache, jeden Vertrag+
das GG mit Fuessen getreten hat, auf eine Verartztung nach StGB gemaess GG nur hoffen!!

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Walter Kunz (waltk) - 25.06.2012 12:50 Uhr

Merkels Strategie in der Finanzkrise war katastrophal

Dies zeigte sich seit 2010 nachdem GR den Offenbarungseid ankündigte und Frankreich anschließend wegen der dortigen Staatsanleihen für GR mit ins Verderben gerutscht wäre ( Köhler trat dann zurück). Damals wurde bereits das Parlament in einer Nebelaktion überrumpelt und die anschließende Strategie erfolgte ohne demokratische Legitimation wie das BVG andeutete.
Wer Verträge bricht oder der EZB in ihrem freien Tun zustimmt setzt weitere negative Bausteine.
Die Folgen sind dann die Kompromisse mit der SPD und den Ländern. Erpressung bedeutet immer Schaden. Und wer sich erpressen läßt ist für den Schaden haftbar.
Da nutzen auch Phrasen - bis zur letzten Patrone oder bis hier hin ( 200 Milliarden ) nicht weiter usw. - nichts.

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Jahrgang 1962, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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