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Bürgerentscheid in Münster Hindenburger und Anti-Hindenburger

 ·  In Münster ist ein Vulkan ausgebrochen. Das Magma kommt aus ganz Deutschland. Denn es geht um die Frage: Wie hält Politik die Gesellschaft zusammen?

Kolumne Bilder (6) Lesermeinungen (34)
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Edda Wiegand (mrs.duck) - 20.09.2012 21:48 Uhr

@ Werter Herr Osmers

Die Meinung von Frau Rahe ist e i n e Meinung.

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werner scheidt

Offensichtlich viele Nichtswissende am Werk - Hindenburgplatz ja!!

Hitler war frei gewählt, und der nahezu 80igjähre Hindenburg gezwungen, der Wahl des österreichsichen Gefreiten Hitlers zuzustimmen.
Vielleicht sollten einige Leser bevor sie loslegen informieren und Geschichtsunterricht nehmen und nicht irgend welche Plattheiten und Behauptungen nachschwätzen.

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Marlis Rahe

Hindenburger und Anti-Hindenburger

zur Geschichte
Zwei der Oberbürgermeister und Stadtdirektoren, die jetzt auf der „Toleranzbank“ hinter dem Rathaus gegen den Hindenburgplatz posierten, hatten sich 1987 und 1997 gegen eine Umbenennung ausgesprochen.
Im Stadtarchiv ist unter dem 11. 2. 1987 eine Äußerung des damaligen CDU-Oberbürgermeisters nachzulesen: „Jede Zeit bringt in Ehrungen, Denkmalen und Straßenbenennungen bestimmte Grundeinstellungen zum Ausdruck. Diese naturgemäß zeitgebundenen Sichtweisen werden von späteren Generationen zwar nicht immer geteilt, was jedoch nicht dazu führen sollte, daß Straßen und Plätze dann wieder umbenannt oder Denkmäler wieder entfernt werden. Hier handelt es sich um historische Belege, die tief im Bewußtsein der Bevölkerung verwurzelt sind. In einer Zeit, die von einer schleichenden Geschichtslosigkeit geprägt ist, gilt es gerade diese Wurzeln zu pflegen.“ – 1998 beschloß der Stadtrat e i n s t i m m i g , den Hindenburgplatz nicht umzubenennen.

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Marlis Rahe

Hindenburger und Anti-Hindenburger

aus Münster:
Es war ein ungleicher Wettbewerb zwischen Hindenburgern und Anti-Hindenburgern.
Der ganze Etat der Hindenburger war halb so groß wie die Kosten für eine einzige großformatige Anzeige der Anti-Hindenburger. Die Basis der CDU Münsters und die JU standen gegen ein Bündnis aller anderer Parteien und Organisationen. Sogar ein Weihbischof gab sein Gesicht für Werbeplakate der Anti-Hindenburger her.
Besonders schlimm war die Einseitigkeit der beiden in Münster erscheinenden Zeitungen. Sogar einzelne Münsteraner wurden wegen ihres Einsatzes für den Hindenburgplatz in der Presse namentlich angegriffen. Bei Podiumsdiskussionen wurden keine objektiven Historiker zugelassen.
Hindenburg wurde nach Strich und Faden in der Presse diffamiert. Es gab massenhaft Plakate mit einem Bild von Hitler zusammen mit Hindenburg. Hindenburg und Befürworter der Bezeichnung Hindenburgplatz wurden in einer beispiellosen Kampagne in die braune Ecke gestellt und so die ganze Bevölkerung eingeschüchtert.

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Tobias Streifinger

Ja, ja, ein Demokrat war Hindenburg sicher nicht...

Aber andere Helden der Freiheit waren auch keine. Ich möchte nur mal den Grafen Stauffenberg ins Rennen schicken.
Hindenburg selbst hat übrigens nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er ein kaiserlicher war. Hatte ja auch einen Eid auf den Monarchen abgelegt.
Aber ein Umbenennungszwang besteht bei ihm sicherlich nicht: es gibt überhaupt keinen Politiker aus der Frühzeit der deutschen Demoktartie (auch nach 1945) bei dem unsere heutigen Experten nicht irgendeine, unzweifelhaft wesentliche, Verfehlung feststellen können.
Dass die Menschen, und vor allem die Führungskräfte (weil sie stärker beobachtet werden), Fehler haben und machen wird nie anders werden.
Aber was die Nachwelt daraus macht kann sie, wenn auch nur für die jeweils eigene Zeit, beeinflussen. Und da finde ich, dass man positive Eigenschaften in den Vordergrund stellen müsste. Die gibt es nämlich auch bei einem Hindenburg, und das selbst abseits von Tannenberg, wenn es denn sein muss.

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Michael Scheffler

Herr Jansen

Interessant, dass Sie Geschichtswissenschaft und vermutlich auch Soziologie als deterministische Wissenschaften ansehen. So ist es im Gegensatz zu Newton eben nicht. Im Übrigen müssten Sie mindestens auch Euler anführen, denn Newton war nur für die Punktmassen zuständig:-)

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Michael Scheffler

Selbstgerechte des Forums vereinigt Euch!

Selbstverständlich hat Hindenburg Fehler begangen. Aber wenn ich schon höre, wie Einige schreiben "Erkenntnisse neuerer Geschichtswissenschaft" usw. Wir wissen doch alle, dass gerade in der Deutschen Geschichtswissenschaft und Soziologie der Einfluss der 68er unübersehbar ist und dass es in diesem Bereich mit Sicherheit keinen unverstellten Blick in die Vergangenheit gibt. Was wir ebenso genau wissen, dass es nach wie vor Hunderte Ho-Tschi-Minh-Marx-Engels-Thälmann-Straßen etc. in Deutschland gibt und bei diesen Herren wissen wir, dass es im Gefolge mindestens 100 Millionen Tote gab. Wir wissen aber auch, dass die 68er Geschischtsprofessoren sich diese Herren zum Vorbild genomen haben. Gibt Ihnen, das, vereehrte Mitdiskutanten nicht mehr zu denken? Mir jedenfalls schon.

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Klaus Letis

Je kleiner das Problem

desto größer die Projektionsfläche.

Typisch Deutsch.

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 15.09.2012 17:20 Uhr

Tatort Münster

... finde ich immer sehr sympatisch. Hübsche Stadt, die es eigentlich nicht nötig haben sollte, sich an Hindenburg abzuarbeiten. Wenn es einen anderen mit Bezug zur Münsteraner Geschichte gibt , sollen sie den doch nehmen (wie wäre der Prof. Ludwig Boerne - Platz).

"Schlossplatz" im Nachhinein (nachdem das Schloss seit Jahrzehnten seine städtebauliche Funktion verloren hat) ist m.E. dagegen völlig sinnlos und - da beginnt das Ärgernis - wohl eher Ausdruck von fehlgeleiteten Interessen, Profilierungssucht und Geschichtsblindheit.

Aus der Ferne gesagt, sollte man doch eher überlegen, warum man gerade in Münster Hindenburg ehrte. Wer ernsthaft einen "Willy-Brandt-Flughafen" schafft, sollte sich da ohnehin zurückhalten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.09.2012 01:17 Uhr
Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 16.09.2012 01:17 Uhr

... Neuplatz

So wie ich es verstehe, ist doch der betreffende Platz praktisch die Rückseite. Einen Schlossplatz vor dem Schloss hatten Sie doch eh schon ... Warum nennt man den dann nicht wieder Neuplatz.

"Prof-Ludwig Boerne Platz" war natürlich nicht ernstgemeint, nennen Sie ihn Thielplatz, das gefällt dann auch der münsteraner Polizei...

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 15.09.2012 18:49 Uhr

Prof.-Ludwig-Boerne-Platz ?

Wie das wäre? Ehrlich gesagt? Scheußlich!

Und inwiefern hat denn das Schloß seine "städtebauliche Funktion" verloren? Solange es steht doch wohl kaum (ganz). Sie meinten doch wahrscheinlich eher "politische Funktion"?

Warum ist es denn "geschichtsblind", den Platz vor dem Schloß auch Schloßplatz zu nennen? Eher ist das doch geschichtsbewußt, denn das Schloß ist ja heute ein Verwaltungsgebäude.

Sehr geehrte Frau Sirisee, mit dem "Willy-Brandt-Flughafen" haben Sie allerdings wirklich Recht. Das ist auch wieder so eine ideologische Duftmarke mit dem Ziel, Willy Brandt zu einer sozialdemokratischen Marke auszubauen, die für alle verbindlich ist. Reine Propaganda.

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Bertram von Steuben

Vielleicht ist die Zeit nun reif!

Reif, um den ReGierenden zu zeigen, dass sie lediglich unsere Wünsche unzusetzen haben.
Letztlich ist es egal, ob es sich um die Abschaffung der D-Mark handelt, den Ausstieg aus verlässlicher Stromversorgung, die Deindustrialisierung oder die Abgabe der Souveränität Deutschlands an die EUdSSR.
Sicher ist gerade diese Posse um die Umbenennung eines Platzes und die darauf folgende Reaktion eine Diskussion, auch um Werte, wert, aber vielmehr erscheint es mir ein Signal zu sein, dass es nicht mehr ausreicht, davon zu schwadronieren, "den Bürger an die Hand zu nehmen"! Eine Floskel (gerne auch von Merkel/Gabriel/Trittin genutzt, die abfälliger nicht sein kann. Die Bevölkerung ist nicht so blöde, wie manche denken (auch wenn die Schulreformen das Ihrige dazu beigetragen haben, in diese Richtung zu gehen).
Es ist vielleicht an der Zeit, wieder mehr das Volk zu fragen, bevor Entscheidungen getroffen werden. Alle 4 Jahre ein Kreuz mit anschließendem Brechen der Wahlversprechen trägt Früchte.

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Michael Sextro
Michael Sextro (mixxxi) - 15.09.2012 13:53 Uhr

Geschichte wird ständig neu bewertet. Ein Demokrat war Hindenburg nicht.

und die Republik ist nichts Statisches. Es ist legitim, Traditionen zu pflegen, es ist beenso legitim Traditionen kritisch zu überprüfen.
Die Person Hindenburg wird in der Geschichtswissenschaft bereits seit Längerem sehr kritisch gesehen. Hindenburg und Ludendorff erkannten bereits im Frühjahr 1918 die Aussichtslosigkeit des weiteren Kampfes, nachdem die USA in den Krieg eingetrten und die deutsche Frühjahrsoffensive gescheitert war. Dennoch starben täglich weiter Tausende. Erst im Herbst empfahlen sie der Zivilregierung, die Kapitulation zu verhandeln. Zu dieser Zeit stand die deutsche Armee noch außerhalb deutscher Grenzen. Hieraus resultiert die Dolchstoßlegende, die Hindenburg an die Presse gab. Mit dieser Hypothek mußte die junge Demokratie leben. Die Dolchstoßlegende war ein wichtiges Propagandainstrument der Nazis gegen die Demokraten. Meiner Meinung nach hat der "Sieger von Tannenberg" das Vertrauen und die Verehrung des Volkes mißbraucht. Er hat die Demokratie sabotiert.

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Beat Leutwyler
Beat Leutwyler (beat126) - 15.09.2012 13:24 Uhr

Das Referendumsrecht lenkt die Politik auch ohne direkte Einflussnahme des Volkes(!)

Nein, die direkte Demokratie wie sie in D verstanden wird, hat die Vorzüge wirklich nicht - dies hat S21 gezeigt. Das ist nicht gelebte, sondern gespielte Demokratie.

Schwierig zu verstehen, aber es ist nicht etwa das Abstimmen selbst, das den grössten Nutzen bringt, sondern die MÖGLICHKEIT, das Volk darüber abstimmen zu lassen.

Das Demokratie-Verständnis kommt in Münster zum Schluss, dass ein Konsens nicht mehr möglich sei, wenn ein Bürgerentscheid erfolgt.

Dabei drängt das in der CH beheimatete Referendumsrecht die Politik erst recht dazu, einen Konsens, einen Kompromiss anzustreben.

Im Wissen, dass das Volk immer eingebunden werden kann, wird die Politik gezwungen, schon mit den ersten Gedanken eine parteiübergreifende Lösung zu finden. Denn für den Erfolg muss sie mind. 50% der Bürger hinter sich wissen, sonst wird ein Referendum ergriffen.

Damit werden über 90% aller Entscheide, still mit dem Volkswillen besiegelt. Nur umstrittene Vorlagen werden an der Urne entschieden.

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Sebastian Lücke
Sebastian Lücke (SL123) - 15.09.2012 13:04 Uhr

Hintergrund-Infos von einem Münsteraner:

1. Der Platz wurde von einem Fürstbischof geschaffen, der die Stadtmauer und Häuser niederriss, um ein Kanonenschussfeld auf die aufmüpfige Stadt zu haben. Der Name „Neuplatz“ ist ab 1699 erwähnt – da war der Architekt Schlaun aber gerade erst 4 Jahre alt. Er hat die Fläche aber später überplant.
2. Der Platz ist die Fläche, auf der die großen Volksfeste etc. stattfinden. Die plötzliche Eile bei der Umbenennung ist wohl auch einer Investorenlobby zu verdanken, die den Platz privatisieren und luxusbebauen möchte; „Schlossplatz“ klingt teurer.
3. Vorher wollte sie dort schon eine Musikhalle bauen, was aber per Volksabstimmung gestoppt wurde, denn Münster ist total überschuldet.
4. Mit der Behauptung, dass Münster sonst zur „Nazi-Stadt“ werde, wird der Name Schossplatz wohl eine Mehrheit bekommen, aber der kommunalen Demokratiediskussionskultur wurde sehr geschadet.
5. Der Konflikt wird wohl erst recht aufflammen, wenn der Platz tatsächlich bebaut wird!

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Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 15.09.2012 13:02 Uhr

Herrlich verlogen

Halten wir doch mal fest: In Berlin kämpften SPD, Gründe und Linke dafür, dass es einen Rosa Luxemburg Platz und eine Dutschke Straße gibt. Einigen wäre sicher auch eine Lenin Allee recht und für Stalin würden sich auch welche finden. Und nun regt man sich über Hindenburg auf. Warum? Ja, warum eigentlich? Keiner dieser linken Klugmeier wusste bis vor einigen Wochen mehr über Hindenburg, als dass ein Luftschiff nach ihm benannt worden ist. Vielleicht noch, dass er der ua. von der SPD unterstützte Reichspräsident war. Und nun macht man ihn plötzlich zum Vebrecher. Nur: Was hat er denn verbrochen? Ich wüßte nichts. Und bitte: Komme mir keiner mit dem Ersten Weltkrieg. Den hat die SPD ebenfalls unterstützt. Dass es Hindenburg war, der nach Tannenberg dafür sorgte, dass die russischen Toten zusammen mit dem deutschen Toten ehrenvoll begraben wurden - eine Ehre, die ihnen in Russland nicht zuteil wurde -, davon redet keiner.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 15.09.2012 12:40 Uhr

Der alte Hindenburg ...

... ist diese Aufregung eigentlich nicht wert. "Schloßplatz" ist richtig, gut, traditionell. Und schön ist der Gedanke, daß politisch opportune Benennungen wie "Hindenburgplatz" oder "Rudi-Dutschke-Straße" auch wieder zurückgenommen werden können, wenn die Zeit dafür reif ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.09.2012 17:11 Uhr
Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 15.09.2012 17:11 Uhr

@ Bertram von Steuben

Hindenburg war seinerzeit ein propagandistisches Aushängeschild der Rechtskonservativen, die dem Kaiserreich nachtrauerten. Die Namensgebung war also ein aktuelles politisches Bekenntnis der wackeren Münsteraner. Die Zeiten haben sich geändert und die politische Lage natürlich auch längst. Es bleibt der Name Hindenburg als solcher. Und der ist -finde ich- zu klein. Und Rudi Dutschke ist noch mal sehr viel kleiner.

Gegen Traditionen wende ich mich damit aber nicht. Ich würde nie eine Kaiserstraße, Königstraße oder Luisenstraße umbenennen wollen und auch Schloßplatz finde ich in diesem Zusammenhang begrüßenswert.

Und ich würde selbstverständlich auch das "Bode-Museum" in Berlin wieder in "Kaiser-Friedrich-Museum" zurückbenennen. Denn auch diese Änderung war rein ideologisch motiviert und ist, was die Person Friedrichs III. angeht, außerdem sehr ungerecht.

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Bertram von Steuben

Aber erklären Sie bitte,

warum "die Zeit reif ist", einen Hindenburgplatz nicht mehr Hindenburgplatz zu nennen?
Gibt es in Ihrer Stadt eine Königstraße? Zur Zeit einer (sogenannten) Republik?
Mann kann echt alles übertreiben!

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Karl Meier
Karl Meier (KarlMeier) - 15.09.2012 11:56 Uhr

Politische Lager und ihre Werte

Toleranz, also das leidvolle Ertragen einer anderen Meinung, war für die Linken doch nur so lange ein Vehikel, wie sie darauf angewiesen waren. Seitdem Presse und Politik in Deutschland völlig in die linke Ecke umgekippt sind, wollen sie davon nichts mehr wissen und sind alles andere als tolerant. Gleiches gilt für Ideale wie die Bürgerbeteiligung. Die ist gut, solange sie gegen den politischen Gegner geht, aber nicht als Prinzip. Eine Volksabstimmung ist immer nur gut gegen Projekte der anderen, aber mal einen Plebiszit zu Themen wie Euro, Ausländer in Deutschland usw. ist grundfalsch. Da muß der Souverän vor sich selbst beschützt werden.

Man stellt irgendwann fest, daß diese Ideale nie etwas anderes waren und sein werden, als Methoden, die beliebig gewechselt werden und nie einen prinzipiellen Charakter hatten.

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Ellen Webereit

Steigbügelhalter Hindenburg ?

So wird er immer bezeichnet. Aus meiner Rückschau blieb dem greisen Mann aber gar nichts anderes übrig, als den Tapezierer H. zum RK zu machen. Denn die nächstgrösste Partei SPD hatte gerade mal 20 Prozent und für Mehrheiten war angesichts der totalen Zerstrittenheit die Aussicht gleich Null.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.09.2012 21:16 Uhr
Stefan Weinert

Historisch korrekt geht anders

Wenn Sie schon historische Korrektheit anmahnen, dann aber auch mit belegbaren Thesen. Der Vergleich mit den früheren Minderheitsregierungen hinkt, da sie sich noch auf breite Koalitionen bzw. Duldungen stützen konnten. 1932 kam es zu einer "negativen Mehrheit", d.h. NSDAP und KPD konnten mit mehr als der Hälfte der Reichstagssitze alle Entscheidungen blockieren, regiert wurde nur noch durch Notverordnung. Dies war der Grund, weshalb an der NSDAP tatsächlich kein Weg mehr vorbei führte. Das es schiefgegangen ist, steht heute fest, jedoch kann Hindenburg dafür nicht allein verantwortlich gemacht werden. Vielmehr müssten dann vor allem die Theodor-Heuss-Strassen, Christine Teusch Briefmarken und Dessauer-Gymnasien zur Disposition gestellt werden. All jene vorbildlichen Demokraten (und noch viele mehr), die nach 1949 in hohe Ämter und Positionen gelangten, haben für das Ermächtigungsgesetz gestimmtt, welches Hitler erst unumschränkes Herrschen ermöglichte. Wer thematisiert ihre Schuld?

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Roberto Orsi
Roberto Orsi (vrsvs) - 15.09.2012 11:48 Uhr

Habe ich richtig verstanden?

„Vor dreißig Jahren konnte man bei der CDU sagen: Ich bin rechts. Heute aber ist die Vermischung zwischen rechts und rechtsextrem so stark, dass man sich das gar nicht mehr traut.“
Wie bitte?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.09.2012 15:52 Uhr
Bertram von Steuben

Genau so ist es!

Bedenkend, dass die NSDAP eine sozialistische(!) Partei war, waren sie politisch LINKS(!), was Hitler und auch Göbbels nicht müde wurden, zu betonen. Folglich sind auch alle anderen "nationalen" Parteien im heutigen Spekrum ganz klar links!
Die poltische rechte Seite war immer Heimat der bürgerlichen, konservativen Parteien!.
Es war eine agitatorische Meisterleistung der '68er und deren links-radikalen Nachfahren aller Parteien, diese Wortspielerei in das deutsche Gedächtnis einzubrennen.
Damit wurde der Weg frei, die politischen "Brüder" als das absolute Gegenteil zu diffamieren und sich selber in der Öffentlichkeit reinzuwaschen!
Mir, als Konservativer, ist es nämlich egal ob ein Sozialist national, oder internatinal denkt. Letztere dürfen sich aber in vielen deutschen Parteien ganz offen etabliert fühlen. Ob SPD, die LINKE oder besonders die GRÜNEN sind da beste Beispiele.
Es ist eben nur eine Definitionsfrage.
"Wer die Hoheit über Begrifflichkeiten hat, hat die Macht"

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Closed via SSO

Die Politik hält die Gesellschaft gar nicht zusammen .

Verschiedene Anschauungen trennen eher, und die Kluft zwischen Volk und etablierter Politik wird immer größer, die Regierenden schnappen vollständig über, und das Volk wird nachhaltig geschädigt.
Die Folgen verschiedener, längerer Trends, sei es Zuwanderung, sei es der Einfluß der Politik auf die Geburtenraten, tun ein übriges.

Politik ist Sprengstoff für die Gesellschaft. Sollte nicht so sein, ist aber so .

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Max Schmid
Max Schmid (CH-Gast) - 15.09.2012 11:31 Uhr

Verrückte Welt

Offenbar hat man in D keine anderen Probleme.
Über die Enteignung der Deutschen durch den €, ESM-Rettungsfond, die EZB-Notenpresse darf nicht abgestimmt werden, dies überlässt man den nicht gewählten Richtern.
NB: Aus Schweizer-Optik, wo bleibt der übliche deutsche Gerechtigkeitswahn? Warum dürfen unbehelligt Strassen nach Thälmann, Liebknecht, Luxemburg benannt werden - diesen Scharfmachern des Totalitarismus & der Diktatur des Proletariats ? Ist ungerecht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.09.2012 15:57 Uhr
Bertram von Steuben

Als Schweizer sehen Sie die Situation in Deutschland...

...eben ohne die Staatspresse! Als: unverblendet ;-)
Hier gehen ja die Granden der GRÜNEN/Roten auf die Straße und demonstrieren, wenn Straßen, die nach diesen Befürwortern kommunistischer Diktaturen benannt wurden, endlich einmal umbenannt werden sollen....
Hier dürfen Sie ja auch straffrei ein T-Shirt mit dem Konterfei des Massenmörder Che Geuvara tragen...

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14.09.2012, 15:36 Uhr

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