Home
http://www.faz.net/-gpf-74gnz
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Harte Bretter Die Präsidentin der SPD

Nach der Niedersachsenwahl könnte nicht nur die FDP jemanden suchen, der mit seinen Aufgaben wächst.

© dpa Vergrößern Sie können es: Angela Kraft und Hannelore Merkel

Die einen wachsen mit ihren Aufgaben, die anderen schrumpfen. Die Kunst ist es, das vorher schon zu erkennen.

Peer Steinbrück erfährt gerade, wie es ist, erst kanzlerfähig geschrieben, dann aber nach wenigen Wochen schon für kandidatenuntauglich erklärt zu werden. Seine Hoffnung wird es sein, dass die Kanzlerkandidatur zwar so behandelt wird, als sei sie ein Amt, aber doch eine Aufgabe ist, für die es keine, also alle möglichen selbst gewählten Formen gibt. Das macht den Inhalt nicht einfacher. Doch Steinbrücks Vorteil ist eine „Beinfreiheit“, die sich schon deshalb ergibt, weil selbst seine innigsten Parteifeinde im Staub liegen, damit er souverän über sie hinwegsteigen möge.

Möglich gemacht hat das nicht Sigmar Gabriel, der Parteivorsitzende, sondern Hannelore Kraft, die Bundesparteipräsidentin. Sie scheint schon lange die Riege der SPD-Länder zu führen (bald soll sie es ganz offiziell), rettete im Rentenstreit den Vorsitzenden, damit gleichzeitig aber auch die Laune des Kanzlerkandidaten, der angesichts einer drohenden Abkehr von der „Rente mit 67“ schon aufgeben wollte, bevor er richtig angefangen hatte.

Wie soll das erst werden, wenn nach der Niedersachsenwahl nicht nur die FDP jemanden sucht, der mit seinen Aufgaben wächst?

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Vorschlag Junckers Ein EU-Kommissar für die Finanzmärkte?

Der künftige Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker plant angeblich ein neues wichtiges Ressort eigens für Finanzmärkte. Überraschend wäre das nicht. Juncker weist das zurück. Mehr

26.07.2014, 12:50 Uhr | Wirtschaft
Zeitungsbericht Commerzbank lagert Finanzabteilung teilweise aus

Die Commerzbank muss immer noch sparen. Jetzt will sie einen Geschäftsbereich an andere Unternehmen abgebe - offenbar gehört er nicht zum Kernbereich. Mehr

28.07.2014, 05:49 Uhr | Wirtschaft
Spionage-Affäre Merkel und Obama beenden die Funkstille

Erstmals seit Beginn der jüngsten Spionage-Affäre haben die deutsche Kanzlerin und der amerikanische Präsident wieder miteinander telefoniert. Obama versprach eine Verbesserung der Geheimdienstkooperation. Mehr

16.07.2014, 05:16 Uhr | Politik

Listenreich

Von Albert Schäffer

Eine Ministerin ist keine Frau ohne Vergangenheit. Die Beteiligung an dem sonderbaren Geschäftsmodell ihres Mannes zeugt von einer Bereitschaft Christine Haderthauers, sich über Grenzen hinwegzusetzen. Mehr 4 3