04.05.2009 · Die Befreiung 24 deutscher Seemänner aus den Händen von Piraten durch die GSG 9 wurde abgebrochen - was als Rettungsaktion gedacht war, endete in einem Fiasko.
Von Klaus-Dieter Frankenberger200 Bundespolizisten der GSG 9 hatte die Bundesregierung nach Ostafrika geschickt, um 24 Seeleute aus Geiselhaft zu befreien. Die Aktion, die unter großem Aufwand in Gang gesetzt worden war, wurde abgebrochen - unter dem Jubel der Piraten.
Die Gründe für den Abbruch sind niederschmetternd. Die Bundesregierung habe ein Scheitern der Aktion gefürchtet. Die amerikanische Regierung wiederum habe die unerlässliche Unterstützung zurückgezogen unter dem Eindruck des Streits dreier Berliner Ministerien.
Und dann sollen amerikanische Soldaten Zweifel an der Professionalität der Bundespolizisten gehabt haben - Zweifel, welche die Berliner Furcht vor einer Blamage geradezu bestätigen. Was als Rettungsaktion gedacht war, endete also in einem Fiasko. Und in einer neuerlichen Offenbarung: Deutschland verfügt nicht über die notwendige Ausrüstung. Die kann man zwar mieten; oder man wird von Partnern huckepack genommen. In beiden Fällen macht man sich abhängig. Der zweite Fall wiegt schwerer: Partner, die auf Distanz gehen, weil sie - zu Recht oder in Selbstüberschätzung - der Qualität des deutschen Personals nicht trauen.
Militärischer Einsatz mit militärischer Truppe!
Hans-Heinrich Dieter (hhkfdieter)
- 04.05.2009, 19:08 Uhr
Peinlich.
Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)
- 05.05.2009, 01:12 Uhr
WO IST HELMUT SCHMIDT
WINFRIED KÄSTNER (winfriedkaestner)
- 05.05.2009, 01:13 Uhr
Mir wird schlecht...
Holger Assmann (Black-Sheep)
- 05.05.2009, 02:17 Uhr
Hasadeure in Berlin
Markus Zehme (Binkowski)
- 05.05.2009, 03:11 Uhr
Klaus-Dieter Frankenberger Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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