Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat die Kritik von Literaturnobelpreisträger Günter Grass an Israels Haltung im Atomkonflikt mit dem Iran zurückgewiesen. „Israel und Iran auf eine gleiche moralische Stufe zu stellen, ist nicht geistreich, sondern absurd“, schrieb der FDP-Politiker in einem Gastbeitrag für die Zeitung „Bild am Sonntag“, ohne konkret auf das jüngste Gedicht des Schriftstellers einzugehen. Der Streit mit der Regierung in Teheran sei „keine Spielwiese für Polemik, Ideologie und Vorurteile, sondern bitterer Ernst“. Wer die vom Iran ausgehende Bedrohung verharmlose, „verweigert sich der Realität“.
Grass hatte den jüdischen Staat in seinem Text wegen der Drohung mit einem Militärschlag gegen das iranische Atomprogramm eine Gefahr für den Weltfrieden genannt und war dafür parteiübergreifend angegriffen worden. Der 84 Jahre alte Nobelpreisträger warf seinen Gegnern daraufhin Intoleranz sowie „eine gewisse Gleichschaltung der Meinung“ vor. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an Nuklearwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran hat dies zurückgewiesen.
Reflexhaft
thomas pritzl (gaitox)
- 10.04.2012, 17:36 Uhr
Er kann nicht anders
Tomas Schweigert (Tomas_Schweigert)
- 09.04.2012, 23:16 Uhr
Leider haben wir keine souveräne Außenpolitik
Meryem Azimi (MeryemAzimi)
- 09.04.2012, 18:13 Uhr
Wo werden Israel und Iran gleichgestellt.
Lutz Krause (msiduna)
- 09.04.2012, 13:27 Uhr
Die "Kritik" von Grass an Israel besteht doch in der Warnung
Günter Busse (guenter.b)
- 09.04.2012, 10:47 Uhr