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Gorch Fock Der Seelsorger segelt mit

 ·  Nach dem unglücklichen Tod einer Kadettin und zwei schwierigen Jahren des Umdenkens und Umstrukturierens ist die Gorch Fock erstmals wieder zu einem Ausbildungstörn in See gestochen. Künftig sollen Militärgeistliche für die Kadetten da sein.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (12)
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martin fehlig

seeligsmachermaat

wichtiger posten an bord.
und immer dran denken: solange die seeleute auch bei windstärke 10 feste fluchen, nicht eingreifen, monsignore, dann droht keine gefahr.

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Michael Scheffler

Ein Hauptgrund für Probleme sind weibliche Soldaten in der Truppe

Das ist in einigen Studien (USA, Israel) gezeigt worden. Passt aber leider nicht ins gegenderte Gleichheitsbild, dass Frauen körperlich weniger leisten.

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Henk Hulst
Henk Hulst (HenkHulst) - 18.12.2012 13:57 Uhr

Beistand

Wenn die BRD schon ein Segelschulschiff unterhalten muss, das unter historischen Bedingungen über die Meere schippert, sollte nicht nur in einen Militärgeistlichen, sondern auch in adäquate Ausrüstung investiert werden. Warum die Kadettin, die in einer Septembernacht in der Nordsee ertrunken ist, im 21. Jahrhundert nicht mit Bekleidung und einem Notsender ausgestattet sein konnte, die ein Überleben und Auffinden nach bemerktem "Mann über Bord" ermöglicht hätten, weiß nur die Bundesmarine und der Herrgott.

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Hans-Heinrich Dieter

Schwaches Bild

Es ist schon erstaunlich, dass die deutsche Marine "zwei schwierige Jahren des Umdenkens und Umstrukturierens" braucht, um mit einfachen Problemen der soldatischen Menschenführung zurecht zu kommen. Dabei ist die Führungssituation unter Ausbildungsbedingungen an Bord eines Schulschiffes mit Sicherheit nicht so komplex wie an Ausbildungseinrichtungen des Heeres. Das spricht nicht gerade für die Verinnerlichung des Prinzips der Inneren Führung durch die verantwortlichen Marineoffiziere.
Daran wird auch der geschätzte Monsignore Schadt nichts ändern können, denn das ist eine Aufgabe der Marineführung.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 16:41 Uhr
Sven Michaelsen

@Dieter

Ja, da haben Sie schon recht, an Land viel komplexer, schliesslich müssen da die Soldaten ganz brutal in 4 bis 8 Mannstuben schlafen, statt bequem in einem einzigen Raum mit 30-50 Mann bei nur 2,2m Deckenhöhe. Brutal auch die Situation für die Ausbilder und die Offiziere, während der Kommandant nebst Offizieren u. Unteroffizieren schon kuschelig z.T. nur 2m entfernt getrennt durch eine Holz oder Stahlwand nächtigt, und seinen Soldaten permanent über den Weg laufen kann, vor allem auch in der Freizeit sehr luxeriös, müssen die Armen an Land abends Hause fahren und bei "Mutti" schlafen, ja schweres los. Und wenn frei ist, darf man nicht in die Kaserne, sondern muss sich eigentständig eine Freizeitgestaltung überlegen, statt auch dann mit der Truppe zusammen zu hocken. Vom luxeriösen Leben des 3'er Wachrythmus ganz zu schweigen. Da hat man es an Land mit dem brutalen Dienst von 8 bis 17:30 natürlich um einiges schwerer. Man merkt sofortn Sie sind vom Fach und wohl Schnurrbarträger, oder?

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Bernd Klassinger

sehr bedenklich...

Sehr geehrter Herr Hans-Heinrich Dieter,

ich finde es schon sehr bedenklich, wie schnell Sie eine populistische Meinung posten ohne die Hintergründe zu kennen. Hätten Sie z.B. den aktuellen Bericht des Bundesrechnungshofes gelesen, dann wüssten Sie, daß das Schiff zwei Jahre lange Grundsaniert wurde und größtenteils auf dem Trockendock der Bremerhavener Bredo-Werft lag...

Aber machnmal sind die Hintergründe einfach zu profan und langweilig... Da haben Sie natürlich völlig recht.

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Isabel Arent
Isabel Arent (Cedro) - 18.12.2012 08:45 Uhr

Bedingungen auf einem Schiff

Lieber Herr Dieter, waren Sie je auf einem Schiff? Auf einem Segler? Tagelang ohne Landsicht? Es gibt nicht umsonst das Kapitel "Seemannschaft" in jeder Schiffsführerausbildung. Es ist ein ganz anderes Miteinander, eine ganz andere Verantwortung mit Wasser statt Boden unter den Füßen. Ihre Bemerkung - "Dabei ist die Führungssituation unter Ausbildungsbedingungen an Bord eines Schulschiffes mit Sicherheit nicht so komplex wie an Ausbildungseinrichtungen des Heeres." - ist relativ arrogant, aber vielleicht auch nur ahnungslos.

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Hermenegild Seiler

Noch ein paar Psychologen müssen mitsegeln

Es fehlen noch Psychologen, Psychiater, Integrationsbeauftragte, Frauenbeauftragte, Antidiskriminierungsteams, Gender-Fachfrauen, Homoeehen-Berater, Imame und andere Händchenhalter auf der Gorch Fock. Dann segelt sie wieder politkorrekt richtig!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 13:57 Uhr
Vespasia Pellegrino

Trockendock

Und das Ganze dann im Trockendock, damit die Damen nicht naß werden.

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Closed via SSO

Geistliches nicht vergessen

Die Relevanz kompetenter Geistlicher in verschiedenen Sektoren wird meist unterschätzt.
Was passiert, wenn Seelsorge Möchtegerngeistlichen überlassen wird, sieht man zum Beispiel eindrucksvoll an den Salafisten. Religiöse Trugbilder werden nicht rechtzeitig korrigiert und können eine fatale Wirkung entfalten.
Aber auch Militärgeistliche sind wichtig. Für gläubige Soldaten sowieso.
Und ebenfalls sind sie es bei Problemen wie Traumata und Schuldkomplexen, die beim Soldaten selbst, in der Truppe, aber auch im familiären Umfeld gewaltige Schäden anrichten können.
Ein gutes Wort geredet zur rechten Zeit ist da wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen.

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Gerhard Katz

Pfarrer an Bord

ist an sich nichts neues auf deutschen Schulschiffen.

Nur, hilft das beim Aufentern?

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 17.12.2012 17:13 Uhr

Noch wichtiger als Geistliche an Bord....

.. ist die Auswahl der Rekruten nach Tauglichkeit und nicht nach Geschlecht oder sonstigen Quoten. Und es darf offen bezweifelt werden, ob so ein Knochenjob passend ist für Frauen. Oder die GorchFock wird ein Wellness-Schiff für angehende Dienstgrade.

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18.12.2012, 13:36 Uhr

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